Test: Assassin's Creed PSP

04.12.2009, Autor: Jan Wöbbeking

Action-Adventure für Sony PSP






Video: Assassin's Creed: Bloodlines, US Launch-Trailer



Trübe Aussichten

Der weiße Dunst ist beinahe so dicht wie bei einem Ausflug ins Weserbergland, wenn man einen diesigen Tag erwischt. Die Entwickler haben das trübe Wetter nicht ohne Grund aufziehen lassen: Während Altair auf einem hohen Turm hockt und sich einen Überblick über die Stadt verschafft, blinken ein paar Blöcke weiter ganze Häuserfronten ins Bild und werden genau so schnell wieder ausgeblendet. In der PSP tickt natürlich kein Next-Gen-Grafikchip - das ändert aber nichts daran, dass die gelegentlichen Pop-ups nicht gerade für die Illusion einer glaubwürdigen Stadt sorgen. Auch die plötzlich aufploppenden Texturen-Detailstufen vermitteln nicht gerade das Bild echter Bäume oder Steinplatten.

Nach dem Späh-Ritual auf dem alles überragenden Aussichtpunkt wird eine neue Markierung auf der Karte angezeigt. Also stürze ich mich mit einem beherzten Satz dutzende von Metern in die Tiefe und lande wohlbehalten in einer kleinen Schubkarre voller Heu. Diese Wägelchen stehen in vielen der Gassen herum und dienen mir in brenzligen Situationen als Versteck vor alarmierten Wachen. Kaum springe ich ins getrocknete Gras oder in einen der Pavillons auf den Dächern, interessieren sich die aufgescheuchten Verfolger nicht mehr für mich. Hier unten in den engen Gassen macht die Grafik sogar einen richtig hübschen Eindruck: Mein Assassine rauscht windschnittig in seiner stilvollen Kapuzenkutte durch die Häuser, von denen manche das Auge sogar mit brüchigen Oberflächen verwöhnen.

Wo geht's lang?

Die Minimap nebst praktischen Pfeilen weist mir den Weg durch die offene Stadt besser als jedes Navi. Einen genaueren Überblick verschaffe ich mir per Select-Taste mit der großen Karte: Mein Ziel ist das Quartier einiger Widerstandskämpfer, welche sich vor den Tempelrittern versteckt halten. Die Geschichte knüpft an den Vorgänger an. Altair hat seinen verräterischen Ordensmeister aus dem Weg geräumt, doch schon einen Monat später rotten sich die Templer auf Zypern zusammen. Sie wollen sich wieder einmal den mysteriösen Edenapfel unter den Nagel reißen, welcher ihnen als Gedankenmanipulator dienen soll. Als Altair davon Wind bekommt, besucht er die Insel, damit die Templer seinem Assassinen-Orden gar nicht erst auf die Pelle rücken.

Streng genommen schlüpfe ich übrigens gar nicht in die Rolle von Altair, sondern in die eines Nachfahren. Wie in der Reihe üblich, erlebt dieser mit einer technischen Apparatur die Erinnerung seines Ahnen. Die Aufträge des Assassinen sind abwechslungsreich inszeniert und gut in die Geschichte eingebunden. Zunächst muss ich z.B. einen Hauptmann beseitigen, damit ein in die feindlichen Reihen eingeschleuster Mann seinen Platz einnimmt. Dank seiner Hilfe kann ich mich später leichter in die Festung schmuggeln, um dort Frederik den Roten auszuschalten. Er ist ein wichtiger Vertrauter des Kommandeurs Armand Bouchard und für die Ausbildung neu angeworbener Krieger zuständig.
ArrayArray



  Zum Fazit Seite 2  

Assassin's Creed: Bloodlines
ab 14,38€ bei