Poseidons Reich
Nach dem Sieg über Ares in God of War hätte es sich Kratos als neuer Kriegsgott eigentlich auf dem Thron gemütlich machen können. Doch zur quälenden Vision seiner ermordeten Familie gesellt sich im jüngsten PSP-Abenteuer eine weitere, die dem ruppigen Spartaner keine Ruhe lässt. Also begibt er sich zum Start seiner Odyssee dorthin, wo auch schon Indiana Jones im Jahr 1992 nach Antworten gesucht hat: Atlantis. Dabei versteht es sich von selbst, dass Kratos nicht mit einer Friedenstaube im Gepäck reist, sondern sich stattdessen vornehmlich mit Athenes Klingen durch die Horden mythologischer Kreaturen metzelt.
Neben vielen alten Bekannten wie den mächtigen Zyklopen sowie Minotauren, Medusen oder dem normalen Fußvolk mit ihren Speeren und Schwertern trifft Kratos auch auf neue Gegnertypen: Dazu zählen z.B. spuckende Egel, eisige "Engel" oder Biester, die mit Klingen statt Klauen ausgestattet sind. Leider hat man im Gegensatz zu God of War III
hier nie die Möglichkeit, selbst die Kontrolle über eine der größeren Kreaturen zu übernehmen und z.B. einen Zyklopen als "Reitmonster" zu missbrauchen. Überhaupt bleibt ein Aha-Effekt aus, denn zum einen sind die Neuzugänge nicht sonderlich innovativ und zum anderen wiederholen sich Zusammenstellungen der Gegnergruppen ständig.
Anders sieht es bei den Bosskämpfen aus: Schon die mehrmaligen Begegnungen mit dem Meeresungeheuer Skylla am Anfang den Abenteuers belegen eindrucksvoll, dass man auch auf der PSP gewaltige Monster auf den Bildschirm zaubern kann. Während bei God of War III mit Zwischengegnern wie Poseidon, einem Riesenskorpion oder dem grenzgenialen Kampf gegen den Titanen Kronos ein wahres Feuerwerk an XXL-Action abgefackelt wird, bilden solche Momente hier leider nur die Ausnahme. Diese wenigen Höhepunkte können zwar begeistern - vor allem das Finale ist ein Knaller - doch ist man nach der grandiosen Boss-Orgie von der PS3 hier etwas ernüchtert.
Abwechslungsreiche Reise
Das gilt jedoch nicht für den Rest der Handheld-Reise, die mich nicht nur ins Sagen umwobene Atlantis entführt, sondern u.a. auch einen Abstecher auf die Insel Kreta, den schneebedeckten Aroania-Pass sowie den Fluss der Trauer beinhaltet, wo man erneut auf die eine oder andere Prominenz der griechischen Mythologie trifft. Backtracking, also die Rückkehr zu bereits bekannten Schauplätzen, ist hier kaum ein Thema, so dass man immer wieder etwas Neues zu sehen bekommt. Zum ersten Mal in der Serie hat man sogar die Möglichkeit, durch die Straßen von Sparta zu schlendern - ein toller Moment, der durch eine spielbare Erinnerung innerhalb des Abschnitts noch mehr an Faszination gewinnt.
Doch es ist nicht nur die facettenreiche Auswahl an Schauplätzen, die begeistert - auch das Leveldesign hat neben den etwas ermüdenden Standardkämpfen ein paar Asse im Ärmel: Neben einer packenden Flugsequenz warten auch einige Abschnitte, in denen ich meine Reaktionsschnelligkeit unter Beweis stellen muss, wenn z.B. unter meinen Füßen plötzlich der Boden wegbricht oder ich nach einer Rutschpartie im richtigen Moment abspringen muss. Außerdem warten neben der Action auch einige Klettereinlagen, die zwar insgesamt recht anspruchslos ausfallen, aber den Fingern zumindest eine kleine Ruhepause gönnen. Beim Button-Mashing haben es die Entwickler hier nämlich etwas übertrieben und so hämmert
man sowohl im Kampf als auch beim Öffnen von Türen ständig auf die Kreistaste ein, was Ghost of Sparta im wahrsten Sinne des Wortes mit der Zeit zu einer schmerzhaften Angelegenheit für den Daumen macht.
Rätsel spielen in dieser Episode eine noch kleinere Rolle als zuvor und so beschränkt man sich meistens auf die Standard-Aufgaben nach dem Motto "Drücke Hebel, um Tür zu öffnen" oder "Schiebe Gegenstand auf Mechanismus". Schade, denn bei allen Teilen für die Konsolen zeigte man sich in diesem Bereich weitaus kreativer. Auch die Unterwasser-Abschnitte zählen zu den Schwachpunkten des PSP-Abenteuers, weil hier schlichtweg zu wenig passiert: Bis auf ein paar Strömungen stellen sich dem Spartaner keine großen Hindernisse in den Weg, die er mit Geschick überwinden müsste. Überhaupt fällt auf, dass der Schwierigkeitsgrad generell deutlich niedriger angesetzt wurde als bei vorherigen Auftritten. So lassen sich Angriffe mit dem richtigen Timing problemloser kontern und die neue Mechanik, mit der man die Angreifer auf Knopfdruck zu Boden werfen und in bester MMA-Manier bearbeiten kann, trägt neben der effektiven Greif-Mechanik ebenfalls ihren Teil dazu bei, dass man sich ohne allzu große Gegenwehr durchboxen kann. Selbst die Bosse verlangen auf der mittleren von insgesamt vier Stufen keine besonderen Fähigkeiten oder taktische Kniffe, sondern lassen sich spektakulär, aber problemlos bezwingen.
Nach dem Sieg über Ares in God of War hätte es sich Kratos als neuer Kriegsgott eigentlich auf dem Thron gemütlich machen können. Doch zur quälenden Vision seiner ermordeten Familie gesellt sich im jüngsten PSP-Abenteuer eine weitere, die dem ruppigen Spartaner keine Ruhe lässt. Also begibt er sich zum Start seiner Odyssee dorthin, wo auch schon Indiana Jones im Jahr 1992 nach Antworten gesucht hat: Atlantis. Dabei versteht es sich von selbst, dass Kratos nicht mit einer Friedenstaube im Gepäck reist, sondern sich stattdessen vornehmlich mit Athenes Klingen durch die Horden mythologischer Kreaturen metzelt.
Neben vielen alten Bekannten wie den mächtigen Zyklopen sowie Minotauren, Medusen oder dem normalen Fußvolk mit ihren Speeren und Schwertern trifft Kratos auch auf neue Gegnertypen: Dazu zählen z.B. spuckende Egel, eisige "Engel" oder Biester, die mit Klingen statt Klauen ausgestattet sind. Leider hat man im Gegensatz zu God of War III
Anders sieht es bei den Bosskämpfen aus: Schon die mehrmaligen Begegnungen mit dem Meeresungeheuer Skylla am Anfang den Abenteuers belegen eindrucksvoll, dass man auch auf der PSP gewaltige Monster auf den Bildschirm zaubern kann. Während bei God of War III mit Zwischengegnern wie Poseidon, einem Riesenskorpion oder dem grenzgenialen Kampf gegen den Titanen Kronos ein wahres Feuerwerk an XXL-Action abgefackelt wird, bilden solche Momente hier leider nur die Ausnahme. Diese wenigen Höhepunkte können zwar begeistern - vor allem das Finale ist ein Knaller - doch ist man nach der grandiosen Boss-Orgie von der PS3 hier etwas ernüchtert.
Abwechslungsreiche Reise
Das gilt jedoch nicht für den Rest der Handheld-Reise, die mich nicht nur ins Sagen umwobene Atlantis entführt, sondern u.a. auch einen Abstecher auf die Insel Kreta, den schneebedeckten Aroania-Pass sowie den Fluss der Trauer beinhaltet, wo man erneut auf die eine oder andere Prominenz der griechischen Mythologie trifft. Backtracking, also die Rückkehr zu bereits bekannten Schauplätzen, ist hier kaum ein Thema, so dass man immer wieder etwas Neues zu sehen bekommt. Zum ersten Mal in der Serie hat man sogar die Möglichkeit, durch die Straßen von Sparta zu schlendern - ein toller Moment, der durch eine spielbare Erinnerung innerhalb des Abschnitts noch mehr an Faszination gewinnt.
Doch es ist nicht nur die facettenreiche Auswahl an Schauplätzen, die begeistert - auch das Leveldesign hat neben den etwas ermüdenden Standardkämpfen ein paar Asse im Ärmel: Neben einer packenden Flugsequenz warten auch einige Abschnitte, in denen ich meine Reaktionsschnelligkeit unter Beweis stellen muss, wenn z.B. unter meinen Füßen plötzlich der Boden wegbricht oder ich nach einer Rutschpartie im richtigen Moment abspringen muss. Außerdem warten neben der Action auch einige Klettereinlagen, die zwar insgesamt recht anspruchslos ausfallen, aber den Fingern zumindest eine kleine Ruhepause gönnen. Beim Button-Mashing haben es die Entwickler hier nämlich etwas übertrieben und so hämmert
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| Schon auf dem Weg nach Atlantis macht der Spartaner Bekanntschaft mit alten und neuen Gegnern. Dabei erinnert der Einstieg auf dem Schiff an die Serien-Premiere aus dem Jahr 2005. |
Rätsel spielen in dieser Episode eine noch kleinere Rolle als zuvor und so beschränkt man sich meistens auf die Standard-Aufgaben nach dem Motto "Drücke Hebel, um Tür zu öffnen" oder "Schiebe Gegenstand auf Mechanismus". Schade, denn bei allen Teilen für die Konsolen zeigte man sich in diesem Bereich weitaus kreativer. Auch die Unterwasser-Abschnitte zählen zu den Schwachpunkten des PSP-Abenteuers, weil hier schlichtweg zu wenig passiert: Bis auf ein paar Strömungen stellen sich dem Spartaner keine großen Hindernisse in den Weg, die er mit Geschick überwinden müsste. Überhaupt fällt auf, dass der Schwierigkeitsgrad generell deutlich niedriger angesetzt wurde als bei vorherigen Auftritten. So lassen sich Angriffe mit dem richtigen Timing problemloser kontern und die neue Mechanik, mit der man die Angreifer auf Knopfdruck zu Boden werfen und in bester MMA-Manier bearbeiten kann, trägt neben der effektiven Greif-Mechanik ebenfalls ihren Teil dazu bei, dass man sich ohne allzu große Gegenwehr durchboxen kann. Selbst die Bosse verlangen auf der mittleren von insgesamt vier Stufen keine besonderen Fähigkeiten oder taktische Kniffe, sondern lassen sich spektakulär, aber problemlos bezwingen.

