Super Street Wrestler II
Keine Angst: WWE All Stars (AS) versucht gar nicht erst wie die Smackdown-Serie ein möglichst authentisches World Wrestling Entertainment-Erlebnis zu bieten. Ähnlich wie das vor etwa zwei Jahren veröffentlichte Legends of Wrestlemania setzt man auf ein arcadiges Konzept - also auf vollkommen überzogene Action ohne den Anspruch von Realismus.

Video: Spektakuläre Moves, unkomplizierte Arcade-Prügeleien: WWE All Stars ist nicht nur etwas für Wrestling-Nostalgiker...
Leichter Zugang, ungezwungener Spaß
Dementsprechend kann man einfach nur das Pad in die Hand nehmen und sich ohne große Eingewöhnung schnell an spektakulären Moves und Angriffs-Kombinationen erfreuen. Dennoch hätte ein Tutorial nicht geschadet: Denn auch wenn mit dem leichten und schweren Schlag, dem leichten und schweren Griff sowie Block und Konterauf dem Papier nur vergleichsweise wenig steht, ist erstaunlich viel möglich. Hinzu kommen nämlich Richtungseingaben und weitere Modifikatoren wie der Wechsel der Griffposition, von der aus wiederum ein neues Moveset erreicht werden kann.
Erwähnenswert ist auch die gelungene Kontermechanik: Es gibt kaum einen Angriff, den man nicht mit gutem Timing blocken oder kontern kann, wobei selbst Konter abermals gekontert werden können und es auf diese Weise schnell zu dynamischen Gefechten kommt, bei denen pure Knopfhämmerer zwar eine Chance haben, aber gegen erfahrene Taktiker den Kürzeren ziehen.
Abwechslung wird u.a. dadurch erreicht, dass die insgesamt 30 Kämpfer (15 Legenden, 15 Gegenwarts-Athleten) in vier Klassen mit besonderen Eigenschaften eingeteilt sind, die ihnen bestimmte Vor-, aber auch Nachteile bringen. "Grappler" wie Bret Hart oder Triple H z.B. haben mehr Griffmöglichkeiten zur Auswahl, während die "Brawler" wie Undertaker oder Randy Orton verheerende Schlagkombos vom Stapel lassen können. Riesen (die offensichtlichen Vertreter sind Big Show und natürlich André the Giant) sind kaum auf den Boden zu bringen und können mit ihren Gegnern "jonglieren", aber dürfen dafür den Ring nicht verlassen. Ganz im Gegensatz zu den Akrobaten wie Rey Mysterio oder Randy Savage, denen kein Sprung zu waghalsig und kein Ringpfosten zu hoch ist.
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Wenig drin, viel dran
Dass es vor allem mit der Smackdown-Serie im Hinterkopf enorm wenig Matchtypen gibt, lässt sich noch verschmerzen. Etwas heikler wird es da schon beim Editor, der sich bei der Figurenerstellung auf eine überschaubare Anzahl an Versatzstücken verlässt. Darüber hinaus kann man sich nur für ein festgelegtes Moveset entscheiden und dieses nur durch einen anderen Finisher ergänzen.
Und wer ohnehin hauptsächlich mit Freunden durch den Ring rast und sich gegenseitig die Hucke voll haut, wird sich auch nicht an den überschaubaren Solo-Spielmodi stören. Zur Ehrenrettung muss man allerdings sagen, dass sowohl der "Fantasy Warfare" als auch der "Path of Champions" für die kurze Zeit, die man mit ihnen zubringt, verdammt gut unterhalten und prächtig inszeniert werden.





