The Legend of Heroes: Trails in the Sky
USK: 6

Test: The Legend of Heroes: Trails in the Sky

So testet 4Players
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Autor:
Jens Bischoff

Die bereits seit den frühen 90er Jahren existierende, aus Dragon Slayer hervorgegangene Legend of Heroes-Reihe kennen hierzulande wohl nur Import-Fans. Trails in the Sky ist der erste Ableger, der es offiziell bis nach Europa geschafft hat - wenn auch erst stolze sechs Jahre nach seiner Veröffentlichung in Japan. Das PC-Original ist sogar noch älter. Vielleicht zu alt für heutige Ansprüche?
Vater vermisst

Anime-Schnipsel wie im Intro hätte es ruhig mehr geben können.
Anime-Schnipsel wie im Intro hätte es ruhig mehr geben können.
Trails in the Sky ist der erste Teil einer Trilogie, die in Japan längst abgeschlossen wurde und Abenteurer ins Fantasyreich Zemuria entführt. Dort tobte vor einigen Jahr ein Krieg zwischen dem Königreich Liberl und dem Erebonischen Imperium. Zeit, den aktuellen Frieden zu genießen, gibt es für die beiden jugendlichen protagonisten Estelle und Joshua allerdings nicht. Denn seit Kurzem gehören sie wie ihr Vater Cassius der so genannten Bracer-Gilde an, eine Organisation, die sich überregional um die Sorgen und Nöte der Einwohner kümmert.

Während sich Estelle und Joshua ihre Sporen erst noch verdienen müssen, ist Cassius längst ein über die Grenzen ihres verschlafenen Heimatstädtchens hinaus bekannter und gefeierter Held. Doch eines Tages verschwindet er spurlos und hinterlässt viele offene Fragen. Klar, dass Tochter Estelle und Adoptivsohn Joshua der Sache nachgehen und nebenbei ihre Bracer-Karriere vorantreiben - nicht ahnend, in was sie sich da eigentlich verstricken...

Nur keine Eile

Der Auftakt des über fünfzigstündigen Abenteuers verläuft sehr gemächlich. Estelle und Joshua gehen ihren täglichen Pflichten nach, sammeln Erfahrungen und erhalten immer wieder Anhaltspunkte über den Verbleib und die letzten Machenschaften ihres Vaters. Doch auch während die Story später langsam Fahrt aufnimmt, verläuft das Abenteuer aufgrund der zahlreichen Nebenaufgaben insgesamt recht zäh. Zwar sind die meisten Aufträge rein optional, ohne die damit einhergehenden Belohnungen und Kampferfahrungen kommt man allerdings nicht weit.

Der Spielverlauf wird durch zeitraubende Gildenaufgaben oft unnötig in die Länge gezogen.
Der Spielverlauf wird durch zeitraubende Gildenaufgaben oft unnötig in die Länge gezogen.
Natürlich kann man alternativ auch einfach auf eigene Faust umherstreunende Monster verkloppen, bis Kassenstand und Charakterstufe stimmen, aber das hemmt den Spielfluss nur noch mehr. Zudem sind die zeitlich begrenzten und nicht immer offiziell ausgeschriebenen Einsätze zum Wohl des Volks durchaus unterhaltsam und facettenreich, wenn auch oft mit unnötig viel Such- und Laufarbeit verbunden. Die eigentliche Geschichte rückt dadurch immer wieder längere Zeit in den Hintergrund und verliert spürbar an Brisanz. Während eines akuten Notfalls irgendwelchen unwichtigen Bring- und Botendienste nachzugehen, weil sie sonst ablaufen, stört einfach.

Charmanter Spätzünder

Nichtsdestotrotz wartet der Spielverlauf mit einigen gelungenen Überraschungen auf. Zudem legen gegen Ende auch Spieltempo und Dramatik spürbar zu. Auch der Humor, obwohl manchmal etwas infantil und Klischee beladen, kommt nicht zu kurz. Schade nur, dass filmische Anime-Einspielungen auf Intro und Abspann beschränkt sind, Sprachausgabe lediglich in den Kämpfen erklingt und man auf eine deutsche Lokalisierung komplett verzichtet hat. Das ungleiche Heldenduo wächst einem mit der Zeit trotzdem ans Herz und auch der charmante Mix aus 2D- und 3D-Grafik weiß mit vielen liebevollen Details zu gefallen. Nur die frei umherstreunenden und zu Beginn oft erst sehr spät eingeblendeten Gegner wirken etwas mickrig - teils erkennt man nicht einmal, was eigentlich hinten und vorn ist, was Überraschungsangriffe entsprechend erschwert...

Kommentare

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  • I love TitS schrieb:
    Leider aber auch nicht immer, siehe Operation Rainfall, was eher zum Reinfall wurde -.-
    Das muss uns doch nicht weiter stören (; Für die Amis bzw. das Thema Lokalisierung ansich ist es natürlich nicht sehr förderlich, da selbst so eine große  [...]
    I love TitS schrieb:
    Leider aber auch nicht immer, siehe Operation Rainfall, was eher zum Reinfall wurde -.-
    Das muss uns doch nicht weiter stören (; Für die Amis bzw. das Thema Lokalisierung ansich ist es natürlich nicht sehr förderlich, da selbst so eine große Fanbewegung auf den ersten Blick nichts genützt hat - aber zumindest hat es Nintendo aufmerksam gemacht, das ist ja schon ein Anfang. magandi schrieb:
    aber ob die fangemeinde eventuell sich an eine übersetzung ran macht? das würde das interesse an die guten jrpgs zeigen.
    Das machen Fans schon seit viele Jahren. Ein gutes Beispiel ist die Tales Reihe, die für einige der Spiele, die nicht außerhalb Japans released wurden einen englischen Patch und für fast alle Translation Scripts vorweisen kann. Die Lokalisierungen wurden dadurch nur sehr bedingt positiv beeinflusst.
  • Zitat:
    Mangas werden imemr beliebter. Zur Mittagszeit laufen Animes rauf und runter, aber die ganzen JRPGs bleiben in Japan -.-
    das sehe ich eher weniger. es gibt kaum animes auf deutsch. nur dieser kinder kram wie pokemon und naruto und op werden kinder gerecht zensiert.  [...]
    Zitat:
    Mangas werden imemr beliebter. Zur Mittagszeit laufen Animes rauf und runter, aber die ganzen JRPGs bleiben in Japan -.-
    das sehe ich eher weniger. es gibt kaum animes auf deutsch. nur dieser kinder kram wie pokemon und naruto und op werden kinder gerecht zensiert. iwie fehlt das verständnis für die tollen sachen die die japaner schaffen. aber ob die fangemeinde eventuell sich an eine übersetzung ran macht? das würde das interesse an die guten jrpgs zeigen.
  • Auf die Full Voice Edition wirst du aber sehr, sehr lange warten dürfen, wenn sie dann überhaupt außerhalb von Japan erscheint. Davon ab ist für die PSP Edition von Zero no Kiseki nicht einmal ein NA/EU release date bekannt.