Valkyrie Profile: Lenneth - Test, Rollenspiel, Sony PSP - 4Players.de

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Kennt ihr Rollenspiele aus Fernost? Natürlich! Allen voran Final Fantasy. Zufällig auftauchende Gegner, zähe Rundenkämpfe, schön bebilderte, pathetische Geschichten - die ewig gleiche Formel? Dann kennt ihr das acht Jahre alte Valkyrie Profile nicht. Ein Ausreißer, der über den Tellerrand blickte, um neue Abenteuer zu erzählen. Und ich bin dem Grüner-Punkt-System PSP dankbar. Denn Valkyrie Profile: Lenneth ist heute einzigartig!

Wer hätte es gedacht?

Wer hätte vor drei Jahren gedacht, dass es spannend wäre, einen Handheld per Touchscreen zu bedienen? Wie viele von euch haben geglaubt, dass Nintendo ein halbes Jahr nach Einführung seiner "New Generation" nicht mit der Produktion nachkommen würde? Und wer hätte es für möglich gehalten, dass ausgerechnet die PlayStation 3 schon am Erstverkaufstag wie Blei in den Regalen liegen würde? Manchmal ist man einfach baff. Sprachlos. Erst letztens erging es

Solche textlastigen Einspielungen führen neue Charaktere ein, kosten aber viel Geduld.
mir ähnlich. Als mal wieder ein Rollenspiel aus Fernost auf meinem Schreibtisch einflog. "Hey, ein japanisches Rollenspiel. Kennst du!" Rundenkämpfe, Zufallsgegner, pathetische Geschichten - ihr wisst schon.

Pustekuchen!

Valkyrie Profile: Lenneth hat mich kalt erwischt. Es gibt nur einen Grund, weshalb ich nicht schon in den ersten Minuten begeistert war: die furchtbar langatmige, meist in Dialogfenstern erzählte Einleitung. Auch wenn der Einstieg genauso liebevoll erzählt wird wie die späteren Zwischensequenzen: Die textlastige Zweidimensionalität verlangt Durchhaltevermögen. Zumal ihr viele Sequenzen vollständig anschauen oder komplett überspringen müsst. Einzelne Dialogfetzen dürft ihr nicht wegdrücken. Nur die wunderschöne Musik hat mich an den Bildschirm gefesselt, bis ich nach einer geschlagenen Stunde endlich die volle Kontrolle über meine Charaktere hatte. Das schafft nicht einmal Final Fantasy!

Der Flug der Walküre

Doch seitdem kämpft Lenneth unaufhörlich auf meinem Bildschirm. Ich habe noch nicht einmal die Muße gefunden, sie gegen Stars wie Ratchet & Clank einzutauschen. Denn Square Enix, oder vielmehr Entwickler Tri-Ace, orientiert sich zwar an bewährten Rollenspielmustern, stellt aber taktische Kämpfe in den Vordergrund, streicht zufällig attackierende Monster aus der feindlichen Armee, gibt mir freie Hand über mein Vorgehen, schickt mich als Jump&Run-Held durch Höhlen und macht die Entwicklung meiner Mitstreiter zum zentralen Thema.

Denn genau darum geht es: Lenneth erhält von Odin, dem Göttervater der nordischen Mythologie, den Auftrag, Krieger für die entscheidende Schlacht im Himmelsreich Walhalla auszubilden. Die Walküre kann Menschen aufspüren, deren Tod unmittelbar bevorsteht und genau diesen gewährt sie eine Chance. Indem sie ihre Seelen auffängt, die fortan in Midgard an ihrer Seite kämpfen. Knapp 200 Perioden habt ihr

So erkundet Lenneth Midgard: Verschiedene Bilder im Hintergrund erzeugen die Illusion von Tiefe.
Zeit, um Kämpfer für den heiligen Krieg zu rekrutieren, wobei jeder Besuch eines Ortes die Zeit bis zum Finale verkürzt. Das sind eure Vorgaben. Jetzt tut, was ihr wollt!

Traurig, nüchtern oder voller Freude?

Tatsächlich: Ihr dürft machen, wonach euch der Sinn steht. Fliegt doch einfach in eine von Monstern besetzte Höhle und rottet die dort kreuchende Brut aus. Oder besucht noch einmal die Heimat eurer Helden, um mehr über deren Hintergrund zu erfahren. Oder nutzt Lenneths Spirituelle Konzentration, um ihren nächsten Rekruten zu finden. Egal was ihr tut: Ihr erfahrt (in nüchternen Mitteilungen) regelmäßig, wie es um den Krieg in Walhalla steht. Wenn ihr einen besonders starken Kämpfer lieber behaltet oder falls ihr es einfach nicht schafft, die Vorgaben Odins zu erfüllen, erhält Lenneth eine schlechte Bewertung und das Schlachtglück im Himmelsreich Asgard wendet sich von den Göttern ab. Dann seht ihr eben nur den gewöhnlichen Abspann. Vielleicht aber auch den traurigen. Oder ihr widmet euch voll und ganz eurer Aufgabe und erlebt das erfolgreiches Ende.

           

Kommentare

Methabolica schrieb am
Hallo,
ich spiele es seit gestern. Ich komme ganz gut mit der Sprachausgabe klar, obwohl ich eher schlechter durchschnitt in der Schule war. Aber das lesen dauert wirklich etwas länger. Es sollte aber niemanden vom Kauf abhalten.
Negatives: Man weiß oft nicht wo man hin muss. Es gibt kein Questbook in dem steht wohin man reisen muss oder mit wem man zu sprechen hat. Ich habe erst spät die "Start"-Tasten-Funktion entdeckt, mit welcher man automatisch zur nächsten Quest fliegt. Alleine kann man zwar auch erkunden, doch es ist nervig und kostet (viel?) Zeit, von der man ja nicht unendlich hat. Nämlich endet das Spiel nach etwa 190 Zeiteinheiten.
Das Kampfsystem ist wenig komplex. Etwa kann man nicht blocken oder per Befehl ausweichen, das passiert nach Zufallsprinzip. Mehr taktische Möglichkeiten wären nett gewesen. Dennoch sind die rundenbasierten Kämpfe sehr spannend. Teilweise ziemlich schwer.
Trotzdem ein Spiel wie ich es mir gewünscht habe. Viele Möglichkeiten seine Charaktere auszurüsten und ihre Fähigkeiten zu verbessern.
Ich habe 20 Euro für die englische Version (engl. Handbuch) gezahlt, dafür werde ich sehr gut unterhalten.
DMaxx schrieb am
8O Mich Grafikfanatiker schockt es , das en 2D!!!!! Rollenspiel so ne gute Bewertung bekommt :oops: Mein Wunsch wär was mit Gothic 1 Grafik und ner schönen handlung und echtzeit kämpfen... :D "Träum" :D
Denn ich hasse dieses "ich greif dich an und du stehst so lange blöd rum bis ich wieder auf meinem platz bin..." tierisch..
Naja wollen wir mal hoffne das mein wunsch irgendwann erfüllt wird!
Aber se sind ja schon an nem oblivion für PSP am arbeiten! :Daumenlinks: :Daumenlinks: :Daumenlinks:
Mieze85 schrieb am
ich werd verrückt, alle geilen rollenspiele nur auf englisch, da greh ich ja langsam am rad! für was hab ich denn ne psp?????
Arkune schrieb am
Was auch immer das mit der Diskussion zu tun hat. :roll: :wink:
schrieb am

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