Tekken 6
USK: 16

Test: Tekken 6

So testet 4Players
Seite:  1  |  2  |  Fazit 

Autor:
Paul Kautz

Tekken 5: Dark Resurrection war grandios: Es bot nicht nur fantastische Grafik und die exzellente Kampfmechanik, sondern auch ein »Rundum glücklich«-Paket der Spielmodi - einen ausgefeilten Story-Modus, einen motivierenden Tekken Dojo, eines der besten Bonusspiele aller Zeiten (nämlich Tekken Bowling) sowie diverse Sondermodi, in denen man entweder viel Geld verdienen oder schnell im Rang aufsteigen konnte. Solisten waren in jeder Hinsicht versorgt, nur die Mehrspielerfraktion grummelte zurecht an der Tatsache herum, dass es nach wie vor keinen Online-Modus gab. Das ist jetzt gut drei Jahre her.

Ein sinnvoller Schnitt

Im Vergleich zum Vorgänger vermisst man in Tekken 6 einige Spielmodi, außerdem gibt es merkwürdige Kürzungen im Mehrspielerbereich.
Drei Jahre sind eine lange Zeit, in der man viel besser, aber noch viel mehr schlechter machen kann. Und Namco hat in der Vergangenheit vor allem mit dem Habitus der Verschlimmbesserung auf sich aufmerksam gemacht. Egal ob Tekken oder Soul Calibur, stets wurde an den Spielmodi gedoktert und experimentiert und geschnitten, bis am Ende etwas heraus kam, das ein wenig, aber nicht so richtig an frühere Glanztaten erinnerte - oder im schlimmsten Fall ein aufgezwungenes Machwerk wie zuletzt die Kampagne in Tekken 6 . Egal welche Gründe dafür verantwortlich sein mögen, diese Spielvariante ist in Tekken 6 auf der PSP nicht enthalten - wofür man einem Gott seiner Wahl auf Knien danken sollte. Der Kenner des Originals fragt sich jetzt natürlich: Wie soll ich dann hier Kohle verdienen? War doch die Kampagne in erster Linie dafür da, möglichst schnell möglichst viele Items und Klimpermünzen einzusacken, um seine Figur möglichst schnell optisch und statistisch hochzuzüchten. Das ist jetzt natürlich nicht mehr möglich. Dilemma?

Nein, kein Dilemma - und zwar aus drei Gründen. Erstens braucht es all die Extra-Kampfwerte nicht, denn die spielten auf Konsole ohnehin nur in der Kampagne eine Rolle. Zweitens gibt es deutlich weniger, deutlich weniger Personalisierungsmöglichkeiten als gewohnt: Konnte man auf 360 und PS3 gefühlte Viertelstunden damit verbringen, die Liste der Klamotten einfach nur durchzuscrollen, gibt es jetzt in jeder Kategorie (Kopf, Oberkörper, Beine,  Haare etc.) meist gerade
Die lästige Kampagne des Konsolen-Tekken fehlt auf der PSP - das fehlende Geld wird jetzt hauptsächlich im Gold Rush-Modus verdient.
mal eine Hand voll fertig definierter Auswahlmöglichkeiten - von freiem Design kann keine Rede mehr sein. Der dritte Grund ist allerdings der wichtigste: Die Designer haben den aus dem Vorgänger bekannten »Gold Rush«-Modus in Tekken 6 übernommen, der wie einst dafür sorgt, dass die Kasse stimmt. Hier hat man 30 Sekunden Zeit, seinen Gegner möglichst oft die Fresse zu polieren, denn jeder Treffer bringt bare Münze. Möglichst abwechslungsreich sollte der Kampfstil überdies auch noch sein, denn Wiederholungen von Manövern bringen deutlich weniger Geld. Außerdem sollte man sich nicht treffen lassen, denn das kostet einen erhebliche Teile des frisch erkämpften Zasters. Zwar regnet es hier keine 100.000 Credits pro Kampf wie in der Kampagne, aber 20.000 bis 30.000 sind für Könner pro Runde problemlos machbar. So rückt auch die millionenteure Langhaarfrisur schnell in finanzierbare Reichweite. Außer im Gold Rush gibt es auch in jeder anderen Spielvariante Geld zu verdienen, aber nur hier so viel.

Die üblichen Verdächtigen

Alle 40 Fighter sind von Anfang an verfügbar, inkl. der beiden Neuzugänge Zafina und Miguel.
Davon abgesehen lohnt sich der Blick auf die anderen Spielmodi auch nicht wirklich: Es gibt wie auf Konsole den normalen Arcade-Modus, der kaum der Rede wert ist. Denn hier werden einfach nur der Reihe nach sechs Gegner vermöbelt, als siebter wartet der Bonus-Roboter Nancy, danach Jin Kazama, und danach Ober-Nervtot Azazel - hat man den aus den leuchtenden Schuppen gehauen, gibt's einen Textabspann, danach wieder das Hauptmenü. Danke, aber nein danke. Interessanter ist da schon der so genannte Story-Modus, der aber mit dem Äquivalent aus Tekken: Dark Resurrection nichts zu tun hat: Gab es da zwischen den Fights tatsächlich etwas Story, beschränkt sich das hier Gezeigte auf die simplen Einleitungen und die teils bockhässlichen Render-Abspänne. Auch diese Spielvariante kennt man von Konsole, nur hat sie sich da als »Arena« in der Kampagne versteckt: Gerade mal vier Kämpfe sind zu meistern.

            

Kommentare

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  • Erstmal möchte ich eine Entschuldigung an dem Tester aussprechen, dem ich zu unrecht beschuldigt habe, das Spiel schlecht getestet zu haben. Ich wollte es damals einfach nicht wahrhaben, dass ausgerechnet für meine Konsole (da hatte ich noch keine PS2), das schlechteste Tekken aller Zeiten  [...] Erstmal möchte ich eine Entschuldigung an dem Tester aussprechen, dem ich zu unrecht beschuldigt habe, das Spiel schlecht getestet zu haben. Ich wollte es damals einfach nicht wahrhaben, dass ausgerechnet für meine Konsole (da hatte ich noch keine PS2), das schlechteste Tekken aller Zeiten erscheint (Tekken6), zumal ich darauf sehr lange mit großer Vorfreude gewartet hatte. Ich kann den Tester mittlerweile sogar sehr gut verstehen. Ich habe mir eine PS2 besorgt mit sämtlichen Tekken Teilen und muss sagen, dass selbst der Vorgänger Tekken 5 um Längen besser ist. 1. Die Kämpferbilder sind sehr gut zu erkennen 2. Die Steuerung ist deutlich besser (nicht so schwammig wie bei Teil 6) 3. Die Moves der Kämpfer ist genial, da sie zwar ständig erweitert , aber nie verschlechtert wurde, bis auf Teil 6, denn da wurde sie total verhunzt. Fast jeder Charakter in Tekken 6 hat völlig andere Moves als vorher. Heihachis 2. Schlag nach vorne fehlt (unten+Viereck, dann Dreieck). Yoshimitsu sieht 1. völlig beknattert aus und 2. fehlen seine besten Moves. Tekken 6 macht mir überhaupt keinen Spaß und die PSP-Version kann da wenig ändern, trotz besserer Steuerung (aber Replays fehlen Sad schade). Die Grafik von Teil 6 find ich jetzt nicht so schön, die ganzen neuen Effekte nerven eher, als dass sie dem Spiel gut tun. Die besten Moves fehlen einfach oder wurden leider völlig abgeändert. Dark Resurrection für die PSP war noch ziemlich genial, da es auf einer verbesserten Version von Tekken 5 basiert. Also meine Lieblings-Tekken-Reihenfolge lautet: 1. Tekken Tag Tournament (PS2) 2. Tekken Dark Resurrection (PSP) 3. Tekken 5 (PS2) 4. Tekken 3 (PSX) 5. Tekken 2 (PSX) 6. Tekken 4 (PSX) 7. Tekken 1 (PSX) 8. Tekken 6 (PSP) 9. Tekken 6 (360)
  • :arrow:
  • http://www.youtube.com/watch?v=-FZlrIHOylo kürzlich hab ich Kazuya "umgezogen" und er zieht einfach ne knarre? und ich WTF! das wusst ich nicht und könnte ruhig in den tests erwähnt werden  [...] http://www.youtube.com/watch?v=-FZlrIHOylo kürzlich hab ich Kazuya "umgezogen" und er zieht einfach ne knarre? und ich WTF! das wusst ich nicht und könnte ruhig in den tests erwähnt werden ;)! es gibt so viele Item moves echt witzig^^

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