Medal of Honor: Heroes - Test - 4Players.de

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Ego-Shooter
Entwickler: EA Canada
Publisher: Electronic Arts
Release:
23.11.2006
Spielinfo Bilder Videos
Egoshooter sind aus dem Spielealltag seit Jahren nicht mehr wegzudenken, auch wenn das dem einen oder anderen Politiker sauer aufstoßen mag. Und dennoch gibt es eine Plattform, die in diesem Markt eine Ausnahme bildet: Der Handheld. Zwar gab es immer wieder mehr oder weniger erfolgreiche Versuche, auf GBA & Co ein gutes First Person-Game hinzubekommen, aber so richtig geklappt hat das nie - benachteiligte Hardware stand diesem Unterfangen immer im Wege. Nicht die besten Voraussetzungen für eine PSP-Umsetzung des klassischen Medal of Honor-Materials, was?

I can be your hero!

Um die Einleitung aufzugreifen: Natürlich gab es einige coole Handheld-Ego-Shooter - Doom z.B. Aber spätestens seit mouselook=1 ist die Sache knifflig, denn die dreidimensionale Steuerung, Bewegung und Umsehen gleichzeitig, ist bei gerade mal einem Richtungsangabemedium, und mehr hat kein erfolgreicher Handheld,

Eure Heldentour führt euch durch drei Länder und 15 Missionen.
nicht so einfach umzusetzen. Und auch wenn Heroes das Problem recht elegant löst, ist das Ergebnis alles andere als intuitiv: Ihr bewegt euch mit dem Analogstick in alle Richtungen, während ihr den Blick über die vier Standard-Buttons der PSP steuert - das Ganze könnt ihr im Optionsmenü auch umdrehen. Die rechte Schultertaste dient zum Schießen, die linke bewirkt angestupst einen Kinnbrecher mit dem Gewehrkolben bzw. gedrückt ein Zielen über Kimme und Korn. Mit dem Digipad scrollt ihr durch die Waffen, kniet euch nieder und ladet nach, mit der Select-Taste (!) wird gesprungen - außerdem könnt ihr euch durch Doppeldrücken der Tasten schnell drehen bzw. sprinten. Klingt holprig, ist es die ersten paar Stunden auch, außerdem hat das Ganze den, nun, sagen wir Nachteil, dass das Spiel sehr gemütlich abläuft. Als einfache Faustregel sollten sich potenzielle Käufer vor Augen halten, dass die meisten PC-Spieler schon irre viel Schwierigkeiten mit der Pad-Steuerung von Shootern auf Konsole haben - und hier wird's nochmal einen ganzen Schritt fieser!

Ihr lest noch mit? Dann interessiert ihr euch ja wirklich fürs Spiel! In der Kampagne erwarten euch drei Soldaten, die je fünf Missionen ihr Eigen nennen. Diese sehr amerikanischen Helden dürften Fans der Serie bekannt vorkommen, waren sie doch durch die Bank bereits Protagonisten anderer MoH-Spiele: Sergeant John Baker (MoH: Breakthrough ) ist Teil der Operation Avalanche in Italien, der u.a. eine Enigma-Maschine auftreiben oder einen Leuchtturm zerstören muss. Lieutenant Jimmy Patterson ist für Spieler von MoH: Frontline ein alter Bekannter, der in den Niederlanden im Zuge der Operation Market Garden wichtige Dokumente stehlen oder noch wichtigere Regionen wie die Brücke von Veghel besetzen und halten muss. Dritter im Bunde ist schließlich Lieutenant  William Holt, bekannt aus MoH: European Assault , der in

Die ungewöhnliche Steuerung verlangt einige Einarbeitungszeit, funktioniert dann aber recht gut.
Belgien sein Unwesen treibt. Mit ihm müsst ihr u.a. eine deutsche Kommandozentrale erobern und ebenfalls wichtige Dokumente beschaffen. Kenner der Serie werden feststellen, dass wir uns in recht frischen Szenarien außerhalb von Stalingrad & Co tummeln. Allerdings sind die »Helden« leider völlig austauschbar, denn weder bekommt man sie, abgesehen von krümeligen Fotos im Briefing, mal zu sehen, noch melden sie sich irgendwann zu Wort, noch spielt es auch nur die geringste Rolle, wer sie sind - der Protagonist könnte genauso gut Robert Wurst aus Wanne-Eickel sein, da gäbe es keinen Unterschied.

Der Feind, der aus dem Nichts kam

Die 15 Missionen der Kampagne folgen einer recht einfachen Aufteilung in primäre und sekundäre Missionen: Erstere müssen erledigt werden, Letztere machen sich gut in eurem Lebenslauf und erhöhen die Wahrscheinlichkeit von freigespielten Goodies. Es obliegt euch selbst, in welcher Reihenfolge ihr die Aufträge abklappert, allerdings solltet ihr euch auf viele Wiederholungen einstellen: Es gibt nur eine Hand voll unterschiedlicher Missionen - entweder müsst ihr etwas stehlen, etwas zerstören oder Gebiete erobern, indem ihr wie bei Battlefield 2142 um eine Fahne herumsteht, und so lange heranstürmende Feinde abwehrt, bis das Areal als annektiert gilt. Die meisten Missionen sind sehr kurz, nur selten seid ihr mit einem Auftrag länger als 15

Heroes fängt die typische MoH-Atmosphäre sehr gut ein, und ist technisch sowie optisch beeindruckend.
Minuten beschäftigt - und das beinhaltet schon alle Sekundärobjekte! Auf der anderen Seite kommt diese Kürze dem Handheld-Konzept des schnellen Spiels für zwischendurch ganz entgegen, außerdem sind die Aufträge durchaus knackig: Drei Schwierigkeitsgrade stehen zur Wahl, schon auf dem mittleren ist die Herausforderung hoch. Leider nicht aufgrund der Intelligenz der Gegner, die de facto nicht vorhanden ist, sondern eher aufgrund ihrer Masse sowie fieser Respawn-Angewohnheiten - gern wird man mitten auf einem soeben befriedeten Gebiet im Rücken beschossen, weil aus dem Nichts deutsche Schergen auftauchen!

          

Kommentare

duserleipzig schrieb am
Naja die Steuerung auf PsP stell ich mir mal überhaupt nicht gut vor,die PsP ist allgemein nicht für Ego-Shooter gedacht wieso kommen da nicht mehr Rollenspiele? :roll:
RueDIGGER schrieb am
Niki123 hat geschrieben:Soweit ich weiß, ist das Spiel für die PSP o.O
ändert ja nichts daran dass die schlechte wii steuerung von cod3 miteinbezogen wurde...
Niki123 schrieb am
Soweit ich weiß, ist das Spiel für die PSP o.O
Smul schrieb am
ChriGaMI hat geschrieben:Könntet ihr / du mal aufhören die Steuerung von CoD3 auf Wii so schlecht zu reden?
Helau!
Wir reden sie nicht schlecht, sie ist schlecht.
Ich Zocke seit ich denken kann und seit die Wii draußen ist bin ich begeistert von CoD3 und hatte noch NICHT EINEN Frustpunkt im Spiel.
Prima. Wirklich gut für dich!
Cheers
Paul
schrieb am

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