Durchgepaust
Genau wie sein Vorgänger basiert Monster Hunter Freedom 2 auf einer von PS2 bekannten, allerdings nie außerhalb Japans veröffentlichten Blaupause und tut nur das Nötigste für den Sprung ins UMD-Format. Das Nötigste ist dabei die Möglichkeit, per WiFi mit drei Freunden auf Monsterjagd zu gehen. Es ist das Anpassen der Steuerung an einen fehlenden
Analogstick sowie zwei nicht vorhandene Schultertasten. Und es ist die ohne Abstriche übernommene Kulisse, so dass ihr wie im ersten Teil in einer prachtvollen Fantasy-Landschaft unterwegs seid, wo sich biestige "Velociraptoren" neben Riesenechsen mit tropfenden Eckzähnen "Gute Nacht" wünschen. Dass die Monster keine echten Dinosaurier darstellen, ist Nebensache; die Fauna wirkt umwerfend lebendig, wenn sie am Wasser grast, in finsteren Höhlen ihre Brut bewacht oder durch neblige Sümpfe wütet. Erfahrene Jäger kennen ihre Welt schon aus dem Vorgänger, denn das neue Pokke-Dorf ist offenbar nur einen Katzensprung vom alten Kokoto entfernt. Es liegt allerdings höher als ihre letzte Heimat, so dass sie neben vielen bekannten Jagdgründen erst einmal die neue Gebirgswelt genießen. Sind sie dort unterwegs, müssen sie an warme Kleidung denken und sollten eins der Hausmittel einpacken, damit die Konstitution nicht unter der klirrenden Kälte leidet. Wie es sich für ein Add-On, Verzeihung: eine Fortsetzung gehört, spendiert Capcom nicht nur einige neue Schauplätze, sondern stockt vor allem die Anzahl an Gegenständen, Tränken und Waffen auf - einiges davon braucht ihr, damit in den Bergen weder Ausdauer noch Gesundheit leiden. ![]()
Augenscheinlichstes Merkmal des neuen Monster Hunter Freedom sind schneebedeckte Gipfel.
Stressige Freizeit
Anderes nutzt ihr, um eure Waffen zu stärken, denn wer nicht nur die vielen Materialen für einen zweiten Speer, Bogen oder Hammer sammeln will, kann seine Ausrüstung diesmal schrittweise verbessern. Wie?
Indem er oder sie Upgrades in die dafür vorgesehenen Slots einbaut. Dafür müsst ihr nach wie vor den Waffenhändler besuchen. Beim Kaufmann für Lebensmittel erhaltet ihr hingegen Nahrung und Tränke, während ihr diese auch selbst herstellen könnt. Denn ihr bewirtschaftet erneut die örtliche Farm, wo ihr Erz abbaut, Fische angelt, Käfer fangt oder Saat anbaut. Inzwischen erhaltet ihr dort auch Honig und könnt eure Erzeugnisse direkt vor Ort verstauen. Ähnlich wenig hat sich in eurer Küche verändert, wo ihr die katzenähnlichen Felyne anheuert, damit sie euch mit nahrhaften Speisen versorgen. Nahrhaft deshalb, weil euch die richtigen Menüs für die Dauer des nächsten Auftrags mehr Ausdauer, Gesundheit oder Schlagkraft verleihen. Allerdings dürft ihr die drolligen Fellknäuel diesmal in ein Kostüm eurer Wahl stecken. Am Ausgang eurer Farm, eures Hauses und der Versammlungshalle könnt ihr übrigens wählen, wohin im Dorf ihr reisen wollt, was die Laufwege im Vergleich zum Vorgänger angenehm kurz hält. ![]()
Die Laufwege durch's Dorf hat Capcom verkürzt.