Spaßbremse Technik
Als ich mich einigermaßen an das technische Trauerspiel gewöhnt hatte, konnte ich endlich die spielerischen Stärken genießen. Dank mehr Eingabemöglichkeiten geht die Steuerung besser von der Hand als auf der PSP und auch das vielschichtige Turbo- System überzeugt: Schutzschild und Nitro bedienen sich aus der gleichen Leiste. Aktionen wie Drifts, Drehungen im Sprung, Windschattenfahrten und Rammattacken laden die Energie auf. Die Waffen wie Raketen, Blitze oder die neue Schneekugel sind nicht all zu einfallsreich, lassen sich im Gegensatz zum PSP-Vorgänger aber wieder aufrüsten. Wenn ich eine Wumme gerade nicht gebrauchen kann, darf ich sie außerdem in Energie umwandeln. Die kleinen aber effektiven Rempler werden übrigens mit dem rechten Analogstick gestartet.
Community-Schwergewicht
Leider sah ich abgeschossene Gegner oft recht schnell wieder. Das Gummiband hält
Das coolste Element ist sind nach wie vor der unheimlich mächtige Editor und die damit verknüpften Community-Features: Ähnlich wie auf der PS3 kann ich blitzschnell eigene Kurse basteln, mein Kart oder meine Figur optisch aufmotzen – und die Ergebnisse danach mit aller Welt tauschen. Die üppigen Möglichkeiten des Baukastens erinnern an die in LittleBigPlanet – allerdings sitze ich hier nicht Stunden sondern nur wenige Minuten an einer Kreation. Entweder zeichne ich einen groben Umriss auf den Touchscreen oder ich setze mich in die Planierraupe und fahre die gewünschte Strecke ab, bis ich wieder am Startpunkt bin.
Bastelstunde
Dann geht es an die Feinheiten: Mit Fingerstrichen auf Touchscreen und
Die sieben Themen-Sätze bieten eine gute Auswahl. Es dürfen Strecken in den Szenarien Großstadt, Fernost, Eiswelt, Küste, Dschungel, Wüste und Berge gebaut werden. Vorbildlich sind auch die Tausch-Funktionen geraten: Hochgeladene Strecken, Karts und Figuren lassen sich auf mannigfaltige Weise sortieren und bewerten. Weniger erfreulich ist, dass man seine aufgemotzen Schlitten nicht mehr in einem frei befahrbaren Online-Areal präsentieren darf wie auf der PS3. Auch das Streichen der Online-Rennen ist ein harter Einschnitt – schließlich bot bereits der PSP-Teil Internet-Wettkämpfe. Stattdessen gibt es nur die bereits erwähnten Geist-Rennen und lokale drahtlose Matches, bei denen jeder Teilnehmer das Spiel besitzen muss. Negativ ist mir auch die Musik aufgefallen: Euphorische klänge passen zwar zu einem Fun-Racer, trotzdem gingen mir die Bigbeat-Stücke mit dem überdreht rappenden Kinderchor ziemlich schnell auf den Wecker.



