Shinobido 2: Revenge of Zen (Action) von Namco Bandai
Shinobido 2: Revenge of Zen
Shinobido 2: Revenge of Zen
Action-Adventure
Entwickler: Aquire
Publisher: Namco Bandai
Release:
22.02.2012
Spielinfo Bilder Videos

Der Tokioter Entwickler Aquire scheint in der Vergangenheit festzustecken. Zumindest die hierzulande veröffentlichten Schleichspiele bedienen sich immer wieder beim Vermächtnis der japanischen Geschichte - und der eigenen. Für die Xbox 360 wurde Tenchu recycelt; die PSP bekam einen Ableger der Shinobido-Serie, welche jetzt auf der Vita fortgesetzt wird.



Flashback

Video
Der Launch-Trailer gewährt einen kleinen Einblick in den Alltag des lautlosen Killers.
Schon die ersten Minuten erinnern an längst vergangene 32-Bit-Zeiten: Die Farbpalette beschränkt sich auf graubraune Töne und in den verschachtelten Menüs muss ich sogar mehrmals bestätigen, dass ich auch wirklich eine neuen Spielstand anlegen möchte. Die spärlich animierten Story-Sequenzen wirken ebenfalls nicht zeitgemäß. Trotz der trockenen Präsentation hat die Rahmenhandlung auf Anhieb mein Interesse geweckt: Protagonist Zen will sich an seinen Verrätern rächen und findet im Dörfchen des Ninja-Meisters Zaji Unterschlupf. Durch Trainingseinheiten und Aufträge stählt Zen seine Fähigkeiten als lautloser Dieb und Killer. Nach und nach lernt er neue Angriffe, levelt seine Fähigkeiten hoch und stattet sich mit todbringendem Technik-Schnickschnack aus.

So weit, so bekannt. Interessant wird es, wenn die ersten Aufträge eintrudeln. Im fiktionalen Landstrich Utakata schwelt der Bürgerkrieg: Drei Großgrundbesitzer und ihre Krieger kämpfen um die Vorherrschaft. Da die Armeen gleich stark sind, traut sich niemand sich einen erfolgreichen Feldzug zu. An dieser Stelle kommen Zen und seine Ninja-Dienstleistungen ins Spiel: Durch verdeckte Morde und Sabotage-Akte schwäche ich die Fraktionen, welche ich am wenigsten leiden kann und leite die Machtverhältnisse in die gewünschten Bahnen. Zwischendurch wird die Geschichte um Zen, seinen Erzfeind und einen magischen Spiegel in kurzen Zwischensequenzen weitererzählt.

Die Macht der Sabotage

Dank voller Auflösung ist alles knackig scharf. Details und Animationen lassen aber zu wünschen übrig.
Dank voller Auflösung ist alles knackig scharf. Details und Animationen lassen aber zu wünschen übrig.

Obwohl die Dialoge recht hölzern klingen, hat mir die Rahmenhandlung deutlich mehr Lust aufs Spiel gemacht als im Vorgänger. Die Vielfalt der Auftrage passt prima ins Konzept: Mal erledige ich gezielt einen unliebsamen Händler, später befreie ich entführte Mädchen aus der Gewalt der Amurita-Sekte. Oder ich stibitze die Reisvorräte aus dem Lager, um die Kämpfer in späteren Missionen zu schwächen. Natürlich komme ich ein zweites mal wieder und entwende ungesehen noch ein dickes Reispaket, bevor ich nach dem Missionsabschluss eine perfekte Wertung einstreiche. Vor dem nächsten Auftrag kaufe ich meinem Krieger jede Menge fieser Ninja-Gadgets, packe kleine Fallen ins Inventar, braue Heiltränke oder koche ein vergiftetes Sushi-Gericht für hungrige Wachen.

 

So spannend das Drumherum klingt, so enttäuschend präsentiert sich das Einschleichen selbst. Während sich mein Schattenkrieger in seiner Lauf-Animation steif nach vorne lehnt, bekomme ich die Tücken der nervösen Kamera zu spüren: Ein Sprung auf ein Dach und schon dreht sich die Sicht urplötzlich zur Seite – und damit weg von der Wache. Auch als ich am anderen Ende der Ziegel ankomme, spielt die Kamera wieder verrückt. Ich verliere den Überblick und stürze direkt vor die Füße meines Widersachers. Zum Glück erweist sich der KI-Scherge als so dämlich, dass er mich nicht entdeckt, obwohl ich ein paar Sekunden direkt vor seiner Nase herumspaziert bin. Später agieren die Gegner etwas cleverer, aber trotzdem nicht gerade glaubwürdig.

Kommentare

  • eldar schrieb:
    Mal fernab von jedem Bashversuch] Bin selbst höchst zufriedener Vita-Besitzer,
     [...]
    eldar schrieb:
    Mal fernab von jedem Bashversuch] Bin selbst höchst zufriedener Vita-Besitzer, aber auf die Frage kann ich trotzdem nur mit einem Ja antworten (Uncharted eventuell, aber das kommt zumindest mir so vor wie das Straight-To-DVD-Sequel zum Kinoblockbuster). Wipeout find ich zwar richtig gut, aber die enormen Ladezeiten und die Optionsarmut (besonders im Multi-Player) setzen der Sache dann doch einen ziemlichen Dämpfer auf. Persönlich bin ich glücklich mit Rayman, Blazblue, Stardust Delta und Motorstorm RC, aber die bekommt man natürlich alle auch für die PS3. Der erste richtige Kracher dürfte wohl Gravity Rush werden. In Asien ist der Titel bereits erhältlich. Wir müssen leider noch bis Mitte Juni warten. (oder japanisch können bzw. damit leben, dass wir nichts von der Geschichte mitbekommen)
  • Also ich würde den Titel ja in Richtung "gut", und nicht ausreichend setzen Aber ich mache mir gerne immer ein eigenes Bild von spielen  [...] Also ich würde den Titel ja in Richtung "gut", und nicht ausreichend setzen Aber ich mache mir gerne immer ein eigenes Bild von spielen
  • cHL
    Saray schrieb:
    Von anderen Berichten geht dieser Titel gar nicht so schlecht weg?
    keine ahnung. wenn man nur den test liest würde man auch nie drauf kommen, dass die wertung dann so schlecht ist. der test klingt eher nach 70. mir gefällt das spiel eigentlich  [...]
    Saray schrieb:
    Von anderen Berichten geht dieser Titel gar nicht so schlecht weg?
    keine ahnung. wenn man nur den test liest würde man auch nie drauf kommen, dass die wertung dann so schlecht ist. der test klingt eher nach 70. mir gefällt das spiel eigentlich ganz gut kein kracher aber auch kein wirklicher reinfall.

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