PlayStation All-Stars: Battle Royale (Action) von Sony
PlayStation All-Stars: Battle Royale
PlayStation All-Stars: Battle Royale
Beat-em up
Publisher: Sony
Release:
23.11.2012
23.11.2012
Spielinfo Bilder Videos
Was Super Smash Bros. auf Nintendo-Systemen darstellt, soll PlayStation All-Stars: Battle Royale für PS3- und Vita-Besitzer werden: Also schart Sony Helden und Figuren diverser Serien von Ape Escape über Metal Gear bis hin zu Uncharted um sich, um sie anschließend in Kampfarenen aufeinander zu hetzen. Ring frei!

Jeder gegen jeden

Video
Für die Prügelei hat Sony viel Prominenz verpflichtet.
Wer hätte gedacht, dass ein gestählter Kriegsgott wie Kratos sich mal von dem Cel-Shading-Rapper Parappa windelweich geprügelt wird? Oder dass der knuffige Sackboy auch eine andere Seite hat und es sogar mit Dante aus Devil May Cry oder dem psychopathischen Clown Sweet Tooth aus Twisted Metal aufnimmt? Der Battle Royale der PlayStation All-Stars macht es möglich! Sony hat fast alle Berühmtheiten in den Arena-Brawler gepackt, der auf den eigenen Systemen Rang und Namen hat. In erster Linie kommen natürlich die Hausmarken zum Zug: Da sind zum einen die Hüpfhelden Jak & Daxter sowie Ratchet (und Clank); Abenteurer Nathan Drake lässt sich die Chance für die Prügelei genauso wenig entgehen wie Meisterdieb Sly Cooper und inFamous-Protagonist Cole MacGrath (sowie dessen böses Ebenbild). Selbst die „Fette Prinzessin“ mischt mit, gefolgt von Äffchenjäger Spike und dem wiederauferstandenen Sir Daniel (aus Medievil). Nach ihrem gelungenen Einstand zum PS3-Start ist es zwar etwas ruhig um die Heavenly-Sword-Amazone Nariko geworden, doch meldet sie sich hier genauso aus der Versenkung zurück wie der Helghast-Bösewicht Radec.

Sweet Tooth lässt wieder den mordgeilen Psycho raushängen.
Sweet Tooth lässt wieder den mordgeilen Psycho raushängen.
Doch nicht nur exklusives Personal wurde verpflichtet, auch Ikonen von Drittherstellern sind mit von der Partie: Da stampft der mächtige Big Daddy durch die Arena und die beiden flinken Schwertkünstler Raiden (Metal Gear-Serie) und Dante (Devil May Cry) liefern sich packende Duelle auf Augenhöhe. Abgerundet wird das Aufgebot vom Katzen-Maskottchen Toro und Tekken-VIP Heihachi. Allerdings hat Sony bei der Lokalisierung geschlampt: Dass nicht immer die Synchronsprecher der großen Vorbilder ans Mikrofon gezerrt wurden, lässt sich verschmerzen. Aber wenn einige Charaktere auf Deutsch sprechen und andere beim englischen Original bleiben, ist das schon nervig – vor allem in den wenigen und eigentlich überflüssigen Story-Zwischensequenzen wirken Dialoge zwischen deutschen und englischen Kämpfern bizarr. Immerhin lassen sich deutsche Untertitel zuschalten, bei denen allerdings nicht alles erfasst wird.

Kombo-Manie

Die Arenen sind an PlayStation-Spiele angelehnt.
Die Arenen sind an PlayStation-Spiele angelehnt.
Neben den Standardangriffen über die drei Action-Knöpfe verfügt jede Figur über eine überschaubare Anzahl individueller Kombos, die man sich in den langweilig gestalteten Tutorials aneignen kann. Zum Glück legt die Präsentation in den Kampfarenen deutlich zu: Hier duelliert man sich z.B. in kunterbunten Comic-Kulissen aus Parappa the Rapper, LittleBigPlanet oder Patapon, doch düstere Schauplätze aus Resistance, Killzone oder God of War liefern einen prima Kontrast. Hinzu kommt, dass sich die Arenen dynamisch verändern, indem neue Plattformen oder Hindernisse erscheinen. Es kann sogar passieren, dass die Comic-Kulisse im Hintergrund von einem mächtigen Metal Gear eingerissen wird, der  anschließend im Hintergrund wütet und mit seinen Attacken sogar Einfluss auf den Spielverlauf nimmt – ein toller Effekt! Schön auch, dass sich z.B. Ape Escape-Affen im Killzone-Szenario tummeln oder die niedlichen Rhythmusmännchen aus Patapon dem gereizten Hades wie lästige Fliegen um den Kopf herum schwirren. Klasse auch der plötzliche Umbau der Arena ins Buzz-Studio, bei dem der Moderator eine Frage stellt und die Spieler anschließend zur richtige Antwort laufen müssen. Die Arenen wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet und dabei mit passender Musik unterlegt. Meist handelt es sich um Original-Arrangements aus den Vorlagen oder leichte Variationen der Soundtracks.

Problematisch wird es, sobald sich die maximal vier Recken durch die Gegend jagen: Hier wird so stark aus dem Geschehen heraus gezoomt, dass man auf dem Vita-Bildschirm kaum noch etwas von der eigentlichen Action erkennen kann. Der chaotische und mitunter effektüberladene Spielablauf trägt seinen Teil dazu bei, dass man zwischendurch den Durchblick verliert und gar nicht mehr weiß, wo sich die eigene Figur in diesem Getümmel befindet. Zudem fällt es schwer, die zufällig verteilten Extrawaffen per Touch aufzunehmen, denn zum einen sind die Objekte oft ziemlich klein und zum anderen hat man schon alle Hände voll mit den Tasten-Angriffen, Springen, Blocken und Ausweichen zu tun.

Keine Lebensleiste & Superangriffe

Bei vier Kämpfern geht die Übersicht oft verloren.
Bei vier Kämpfern geht die Übersicht oft verloren.
Im Gegensatz zu Smash Bros. muss man seine Konkurrenten nicht aus der Arena schubsen, sondern Punkte machen und die anderen Spieler im Idealfall so oft wie möglich auslöschen. Eigentlich kein schlechter Ansatz, doch gibt es gleich mehrere Ungereimtheiten: Zum einen fehlt eine Anzeige für alle gesammelten Punkte, die man für erfolgreiche Attacken bekommt. Eine genaue Abrechnung folgt erst nach dem Kampf. Dadurch hat man keine Ahnung, wer in der laufenden Partie eigentlich gerade in Führung liegt. Klar, das kann am Ende für eine positive (oder negative) Überraschung sorgen, doch hätte ich mir mehr Orientierung gewünscht. So weiß ich dagegen nie, wie ich im Gegensatz zu anderen Spielern da stehe und wer gerade den Ton angibt.

Zum anderen gibt es keine Lebensleiste – ich weiß also auch nicht, wie es gerade um meine Gesundheit oder die der anderen bestellt ist. Stattdessen füllt man eine dreistufige Leiste für fatale Super-Angriffe, die eigentlich die einzige Möglichkeit für Kills darstellen. Und hier wartet schon das nächste Problem: Zwar hat man theoretisch die Chance, solche „Über-Attacken“ mit gutem Timing zu blocken, doch ist man ihnen meist hilflos ausgesetzt. Hinzu kommt, dass die Superkräfte mancher Charaktere die der anderen bei Weitem übertreffen – eine gute Balance sieht anders aus.

Kommentare

  • All Stars ist ein richtig gutes Spiel. Wie ich gehört habe sollen die neuen Chars alle als kostenloser DLC freigegeben werden. Was ich sehr interessant finde , bin mal gespannt was noch so alles raus kommt. Und bitte sagt mir welches Spiel nicht leicht unübersichtlich ist wenn 4 Leute aufeinander  [...] All Stars ist ein richtig gutes Spiel. Wie ich gehört habe sollen die neuen Chars alle als kostenloser DLC freigegeben werden. Was ich sehr interessant finde , bin mal gespannt was noch so alles raus kommt. Und bitte sagt mir welches Spiel nicht leicht unübersichtlich ist wenn 4 Leute aufeinander Prügeln. Das ist bei SSBM/SSBB genau der gleiche Fall. Also hört auf All Stars so schlecht zu machen. Peace and Out Friends.
  • Sich ausgerechnet hier über ein Plagiat aufzuregen, ist doch Müll. Sega macht zum Beispiel seit Jahren das gleiche. Capcom ebenfalls. Außerdem hatte Sony die Idee vor Nintendo. Ehrgeiz habe ich auf der PSX gerne gespielt. Ich weiß nicht mehr ob es wirklich gut war, aber man konnte Cloud spielen. Das  [...] Sich ausgerechnet hier über ein Plagiat aufzuregen, ist doch Müll. Sega macht zum Beispiel seit Jahren das gleiche. Capcom ebenfalls. Außerdem hatte Sony die Idee vor Nintendo. Ehrgeiz habe ich auf der PSX gerne gespielt. Ich weiß nicht mehr ob es wirklich gut war, aber man konnte Cloud spielen. Das fand ich schon nett damals. Was ich wirklich dreist finde im Vergleich, ist sowas wie Little Big Planet Kart. Das ist in meinen Augen ein Plagiat. Meinetwege ein All-Star-Fun-Racer, aber warum in Karts? Das ist nicht das einzige Gefährt auch nicht bei Comicfiguren. Warum nimmt man es? Weil man Mario Kart kopiert.
  • Also mir gefällts sehr gut, werde es mir auch definitiv für den dicken Kasten besorgen. Dann bei Bier und Musik Freunde vermöbeln, hachja ...

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