TV-Bilder des Grauens
In Japan ab dieser Woche erhältlich, muss man sich hierzulande wohl noch etwas gedulden, bis eine lokalisierte Fassung von Michigan erscheint. Nichtsdestotrotz wollen wir euch schon mal die wichtigsten Features des voyeuristisch angehauchten Survival-Horrors von Grasshopper Manufacture näher bringen. So habt ihr zunächst die Wahl zwischen drei von insgesamt fünf aufreizenden Journalistinnen, die jeweils zusammen mit einem Kameramann und Tontechniker live über eine mysteriöse Zombie-Invasion und Evakuierung Chicagos berichten sollen. Dabei mimt ihr den Kameramann und habt die Möglichkeit potenziellen Opfern zu helfen oder aber mit der Kamera gnadenlos drauf zu halten, während diese um ihr Leben kämpfen oder sich den Gnadenschuss geben. Moralisches Handeln oder skrupellose Quotengeilheit - ihr entscheidet.
"Hallo, mein Name ist Yuki Sakamoto und ich berichte live aus Chicago. Wenn Sie dran bleiben, dürfen Sie mir später vielleicht auch in den Ausschnitt schauen..."
Sex sells
Ziel des Spiels ist es jedenfalls, in jedem Spielabschnitt die Ursachen für bestimmte Ereignisse zu enthüllen, bevor das Videoband zur Neige geht. Dazu lenkt ihr die Aufmerksamkeit der übrigen Crew auf euch wichtig erscheinende Personen, Objekte oder Vorkommnisse, während ihr alles live und in Farbe mitschneidet. Je schockierender die Szenen, desto höher die Einschaltquoten. Ihr könnt sogar manche Szenen stellen oder mit erotischen Zwischenaufnahmen für Quoten sorgen. Macht ihr eure Reporterin beispielsweise auf einen unter einem Tisch liegenden Schlüssel oder eine Leiter aufmerksam, habt ihr die Möglichkeit, auf ihren Allerwertesten zu zoomen, um dramaturgische Leerlaufphasen zu überbrücken...
Ausblick
Michigan bietet einen sehr originellen Spielansatz, der genau so verführerisch wie abstoßend daher kommt. Doch immerhin ist es euch freigestellt, den politisch korrekten Samariter oder das skrupellose Quotenschwein zu spielen. Euer Handeln bzw. Nicht-Handeln hat dabei direkte Auswirkungen auf den teils äußerst blutigen und makaberen Spielverlauf und sorgt für ein sehr individuelles Spielerlebnis sowie eine beklemmende Atmosphäre. Die erotischen Spielelemente wirken hingegen etwas aufgesetzt, aber da ihr mit eurer Kamera nicht wie in Project Zero zum übersinnlichen Geisterjäger avancieren könnt, müsst ihr euch halt konventionellerer Methoden bedienen, um die jeweiligen Spielabschnitte quotengerecht zu meistern...Gameplay:
- originelle Spielmechanik
- non-lineare Story
- Wahl zwischen fünf freizügigen Reporterinnen
- wechselbare Outfits
- Gastauftritt von JoyToy-Queen Yinling
- dreiköpfiges Fernsehteam
- morbides Ambiente und Monsterdesign
- moralische Entscheidungsfreiheit
- Aktionen beeinflussen den weiteren Spielverlauf
- gut getimte Schockmomente
- passive Aktionsaufforderungen via Sucher
- indirekte Verwendung von Schusswaffen
- eingestreute Objekt- und Rätselaufgaben
- erotisch-voyeuristische Spielanleihen
"Ähm, okay... Ich werde dir nicht mehr heimlich von hinten unter den Rock filmen, aber du solltest dich nun trotzdem schleunigst wieder umdrehen!"
Grafik/Sound:
- 3D-Echtzeit-Horror der Killer 7-Macher
- spielbar aus der Sicht eines Kameramanns
- frei zoom- und rotierbare Perspektive
- realistische Kameraeffekte
- Bouncing-Boobs-Funktion
- teils herbe Gore- und Splatter-Effekte
- stimmungsvolle (japanische) Sprachausgabe
- düsterer Soundtrack
|