Onimusha: Blade Warriors - Test, Action, PlayStation 2 - 4Players.de

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Lizenzen müssen ausgeschlachtet werden. Das gilt nicht nur für westliche Hersteller wie Electronic Arts, sondern auch für fernöstliche Vertreter wie Capcom. Mit Onimusha Blade Warriors versuchen die kampfspielerprobten Japaner das Flair der Action-Adventures in einen Retro-Prügler zu packen.

Prügeln ohne Sinn und Verstand

Die Grundvoraussetzung für Onimusha Blade Warriors ist interessant: Man nehme zahlreiche Charaktere aus dem Onimusha-Universum, setze sie in eine abgegrenzte Kampfumgebung mit mehreren Ebenen und lasse sie gegeneinander kämpfen.
Zwölf Figuren stehen anfänglich zur Verfügung, um sie im Einzelspieler-Modus über zehn Kapitel hinweg die Geschehnisse der ersten zwei Teile der Erfolgsserie nachempfinden zu lassen – wahlweise auch auf Seiten der Bösen.

Sieht nach echtem 3D aus, bleibt in punkto Kampfmechanik aber an der Oberfläche üblicher 2D-Action stecken.

Anstatt wie bei den Originalen eine halbwegs vernünftige Story und glaubhafte Charaktere einzubauen, bekommt ihr hier –meist in Spielgrafik- minimale Versatzstücke der bekannten Geschichte vorgeworfen, um die Geschehnisse und die Stages, ebenfalls angelehnt an Schauplätze der beiden ersten Onimushas, zu verbinden.
Stimmung kommt dadurch in keinem Fall auf. Doch mit einigen zugedrückten Augen könnte man darüber fast noch hinweg sehen, wenn der Titel in punkto Kampfmechanik etwas auf dem Kasten hätte.

Onimusha-Wurzeln

Capcom ist recht offenherzig mit der Verwertung aller aus Onimusha bekannten Elemente umgegangen und hat nahezu alles eingebaut, was man kennen und schätzen gelernt hat.        __NEWCOL__Man kann Seelen aufsammeln, um seine Fähigkeiten aufzupowern, es stehen Elementarfähigkeiten (vergleichbar mit einer Smartbomb) zur Verfügung und es gibt zahlreiche bekannte Waffen und Gegenstände – selbst der Phantom Realm fehlt nicht. Und da sich auch die einfache Steuerung an Onimusha orientiert, findet man sich schnell zurecht.

Doch trotzdem mag sich langfristig kein packender Spielspaß einstellen. Anfänglich macht es noch Spaß, seine Charaktere aufzupeppen und sich ggf. sogar an höheren Schwierigkeitsgraden zu versuchen, die eine größere Ausbeute an Seelen mit sich bringen. Doch hat man seine ersten zwei bis drei Figuren auf Maximalwerte gebracht, setzen starke Ermüdungserscheinungen ein. Das Gameplay wird zunehmend monoton, an der nicht gerade üppigen Gegnervielfalt hat man sich bis dahin satt gesehen und auch die Tatsache, dass jede Figur mit ein paar eigenen Stages aufwartet, hilft nicht mehr viel. Denn im Maximalfall dauert ein Durchlauf der zehn Abschnitte etwa 15 Minuten (plus eventuelle Continues).

Die Spezialeffekte sind nett, reichen aber nicht aus, um das Gesamtniveau der eher enttäuschenden Optik entscheidend anzuheben.

Schön, um ein schnelles Spielchen zwischendurch zu machen. Schlecht, um die Spieler langfristig ans Pad zu binden. Denn außer den etwa 100 Gegenständen wird wenig geboten, um auf Dauer zu unterhalten und Langzeitmotivation zu bieten.

      

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