Atelier Iris 2: The Azoth of Destiny - Test, Rollenspiel, PlayStation 2 - 4Players.de

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Ja, HD-Grafik sieht fein aus. Ja, Spielen mit Online-Features gehört vermutlich die Zukunft. Und ja, der Wii-Controller ermöglicht ein völlig neues Spielgefühl. Aber was ist mit den Spielen, die uns vor zehn Jahren ohne all diese Features Spaß bereitet haben? Gibt es dafür überhaupt noch einen Platz in unserer NextGen-hungrigen Spielelandschaft? THQ meint ja und veröffentlich mit Atelier Iris 2: The Azoth of Destiny ein weiteres Oldschool-Abenteuer, das in genau dieser Form auch schon auf dem guten alten SNES möglich gewesen wäre. Hoffnungsloser Nostalgietrip oder zeitloses Kleinod?

Altmodisch, aber charmant

Es stimmt schon: Wer einmal durch die prächtigen 3D-Landschaften eines Oblivion gestreift ist, dürfte beim Anblick von Atelier Iris 2 kopfschüttelnd das Weite suchen. Dennoch versprühen die in liebevoller Handarbeit gezeichneten 2D-Helden und -Hintergründe einen Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Zwei Protagonisten: Während Felt Abenteuer im fernen Belkhyde erlebt, bleibt Viese zu Hause am (Alchemie-)Herd und erledigt Botengänge. 
Vor allem, wenn man mit diesem noch von Clipping-Fehlern, Pop-Ups und anderen 3D-Krankheiten freien Grafikstil Anfang der Neunziger groß geworden ist. Allerdings muss man eingestehen, dass sich die Technik trotzdem ruhig hätte weiterentwickeln können. Mehr Details, eine höhere Auflösung, geschmeidigere Animationen sowie aufwändigere Effekte hätten sicher nicht geschadet, um die Vorzüge der zweiten Dimension auch heute noch schmackhaft zu machen.

Die Präsentation ist trotz offensichtlicher Alterserscheinungen in sich jedoch äußerst stimmig und die illustren Bitmap-Helden wachsen einem trotz Grobpixeligkeit und Mageranimationen schnell ans Herz. Dafür sorgt auch die abermals gelungene englische Synchro, wobei Puristen auch jederzeit den japanischen Originalton aktivieren können. Die durchaus charmante, aber unspektakuläre Soundkulisse erklingt außerdem in Dolby Pro Logic II und die seltenen Anime-Sequenzen sind sogar in Dolby Digital 5.1 abgemischt. Schade nur, dass es erneut nicht für zumindest deutsche Untertitel gereicht hat und nicht alle Dialoge mit Sprachausgabe versehen wurden. Aber dafür gehören dank 60Hz-Modus nun wenigstens die dicken PAL-Balken des Vorgängers der Vergangenheit an, sofern euer Fernseher mitmacht. Das lästige Interlace-Flimmern hat man aber leider nach wie vor nicht in den Griff bekommen, was besonders bei kleinformatigen Texten auf die Augen geht...

Ungleiches Heldendasein

Storytechnisch erwartet euch in The Azoth of Destiny ebenfalls eher traditionelle Kost. Zwar bietet Atelier Iris 2 ein duales Heldensystem, bei dem ihr einen Teil des Spiels als Felt Blanchimont im fremden Belkhyde und einen Teil als dessen Halbschwester Viese in der sich aufzulösen drohenden Heimatwelt Eden bestreitet. Aber in der Praxis seid ihr fast ausschließlich in der Rolle Felts unterwegs und wechselt immer nur zu Viese, wenn ihr spezielle Schlüsselgegenstände benötigt, die nur sie herstellen kann. Durch zwei magische Ringe steht ihr nämlich ständig miteinander in Kontakt, führt Briefwechsel, tauscht Items aus und helft einander bei der Beschaffung bestimmter Dinge, die es nur in der jeweils anderen Welt gibt. Euer Ziel dabei ist es den Zerfall Edens zu erforschen und möglichst rasch aufzuhalten, was scheinbar nur im durch ein Dimensionstor erreichbaren Belkhyde möglich ist.

Dort findet Felt auch schnell willige Mitstreiter, die ihm auf seinem Abenteuer zur Seite stehen und denen ihr ebenfalls bei diversen Anliegen aushelft.
Komm her du Wurzelsepp! - Die Gegner sind in der Regel wenig imposant und oftmals einfach direkt aus dem Vorgänger übernommen.
 So erkundet ihr Stück für Stück die in einzelne Abschnitte aufgeteilte und aus der Iso-Perspektive dargestellte Spielwelt, die ihr dieses Mal über eine symbolische Weltkarte schnell und komfortabel bereisen könnt. Eine Kartenfunktion in den einzelnen Arealen sucht ihr jedoch nach wie vor vergeblich, was angesichts der eher kompakten Areale zwar nur unwesentlich ins Gewicht fällt, aber doch einen gewissen Komfort vermissen lässt.

Am grundlegenden Spielverlauf hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht viel geändert, so dass sich Veteranen schnell zurecht finden, während Neueinsteiger anhand spielbegleitender Tutorials schrittweise mit allen Facetten des Gameplays vertraut gemacht werden. Vorkenntnisse aus Teil eins sind jedenfalls nicht nötig - eher sogar ein Nachteil, da eine Vielzahl der Gegner bereits in Eternal Mana ihr Unwesen trieb und dadurch der Beigeschmack von Recycling aufkommt. Aber auch sonst sind die meisten Kontrahenten wenig spektakulär. Lebendige Wurzeln, böse Feen und Schleimblasen in verschiedenen Farben und Formen hinterlassen keinen bleibenden Eindruck und verkommen schnell zu Kanonenfutter.          

Kommentare

SlainAndara schrieb am
Würde es deutsche Bildschirmtexte beinhalten hätte ich diesen und den ersten Teil schon längst bestellt. Die Grafik ist ja wohl total knuffig!
Englisch kann ich natürlich auch einwenig, aber für ein RPG reicht mein Schulenglisch bestimmt nicht aus, vieleicht ja doch aber mir vergeht einfach der Spass wenn ich einzelne Wörter nicht verstehe...
Echt traurig, ist nicht das erste Rollenspiel was ich nur wegen das fehlen der deutschen Texte nicht kaufe. (Disgaea1+2, PhantomBrave, Grandia2, Unlimited Saga...)
Naja wenn Sie mein Geld nicht wollen...
Balmung schrieb am
Stört mich weniger, ich mag jRPGs vorallem wegen der Story, die ist mir da wichtiger, dann das Grafikdesign und dann erst das Kampfsystem, wobei mir gerade das bei Tales of Symphonia sehr gut gefällt.
johndoe-freename-100264 schrieb am
Für leute die gerne anime-grafik mögen ist es auf jeden fall
interesant und ich kann zwar auch englisch aber auf deutsch
wärs mir auf jeden fall lieber gewesen.
Das einzige was mich stört ist das die gegner da nicht
besonders stark sind und auch die bossgegner
einem keine probleme bereiten.
Balmung schrieb am
Finde es schade, dass scheinbar immer mehr Publisher der Meinung sind das eine Lokalisierung von solchen jRPGs nicht nötig wäre. Kenne genug Spieler, die kein bischen englisch können und so auf solche Spiele verzichten müssen (ich kann zwar englisch, aber bei nem RPG wirds sehr sehr eng).
Spieler die englisch können, finden die Aussage zwar dumm, weil für sie ist es besser als gar nichts, aber für mich macht das einfach den Eindruck, das die Publisher mit einem solchen Titel nur mal eben nen schnellen Euro verdienen wollen, ja nicht zu viel Aufwand da hinein stecken.
Das Spiel selbst könnte mir gefallen, sieht doch eigentlich recht ordentlich aus.
schrieb am

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