Vorschau: Asterix & Obelix XXL 2

26.06.2005, Autor: Paul Kautz

Arcade-Action für PlayStation 2




Gut anderthalb Jahre nach dem ersten Auftritt des dynamischen Gallier-Duos in Asterix & Obelix XXL setzen die beiden Römerklopper ab Oktober ihr Abenteuer auf der PS2 fort. Das grundlegende Spielprinzip bleibt erhalten, das Drumherum wird verfeinert – wir haben einen ausführlichen Blick auf die Preview-Version geworfen.


Video: Asterix & Obelix XXL 2: Mission Las Vegum, PSP- & DS-Trailer



Klopper und Sammler

Das witzig animierte Renderintro verbreitet beunruhigende Kunde: Miraculix, Druide des berühmten gallischen Dorfes, soll ein Verräter im Dienste des Imperators sein, der seine Druidenfreunde dem römischen Despoten ans Messer liefert? Da kann doch nur eine cäsarbasierte Teufelei dahinter stecken! Klar, dass Asterix und Obelix (sowie Idefix) sofort in das römische Amüsierdorf »Lasvegum« aufbrechen, wo sich Miraculix aufhalten soll es muss Licht in diese mysteriöse Angelegenheit gebracht werden!

Asterix & Obelix XXL 2 folgt den Spuren seines Vorgängers: Noch immer steuert ihr Asterix und Obelix gleichzeitig, doch während ihr den einen direkt kontrolliert, trabt der andere treu neben euch her und batscht auf alle im Weg stehenden Römer ein. Ihr könnt und müsst den Spielcharakter immer wieder wechseln, denn bestimmte Aktionen erfordern gewisse Helden-Eigenschaften so kann z.B. nur Obelix Asterix in einem Gondelwagen durch die Gegend ziehen. Solche Teamaktionen sind das einzige Utnerscheidungsmerkmal der beiden, denn im Kampf nehmen sie sich bis auf unterschiedliche Schlagvarianten praktisch nichts. Und das ist auch der Aspekt, mit dem ihr die meiste Zeit verbringen werdet: Dutzende Römer fallen gleichzeitig über euch her, stetes Hämmern auf die Angriffsbuttons lichtet die Legionärsreihen ebenso schnell wie zuverlässig. Als Belohnung regnet es Helme in verschiedenen Größen und Werten, welche an speziellen Stationen gegen Bonusitems eingetauscht werden. Außerdem könnt ihr jetzt bei bestimmten Gegner Kombos schlagen, die dann mit einem extradicken Helm-Haufen belohnt werden. Meist trabt ihr von einem Kampfgebiet zum anderen, welches erst geöffnet wird, wenn ihr eine bestimmte Gegnerzahl zu Brei geklopft habt. All diese Details bekommt ihr im Tutorial vom römischen Überläufer Sam Schiffer gelehrt der nicht nur gelenkige Bewegungen draufhat, sondern auch drei grün leuchtende Röhren über dem Helm trägt

Willkommen in Lasvegum!

Auch der Humor kommt nicht zu kurz speziell die vielen kleinen versteckten Anspielungen auf Konkurrenzspiele zaubern dem Kenner ein Dauergrinsen ins Gesicht: Wenn Sam Schiffer beim Wandspagat fast abrutscht, eine aus Tetris-Steinen bestehende Wand mit einem Bomberman-förmigen Sprengkörper detoniert werden muss oder ein römischer Schnauzbartlegionär eine rote Kappe trägt sowie einen primitiven Wasserwerfer mit sich schleppt (und beim finalen Schlag ein jammervolles »Mamma Miaaaaa!« jault), dann ist die Freude groß. Ansonsten erinnert das Spiel im Großen und Ganzen über die 30 Levels stark an seinen Vorgänger: viel Gehaue, Speichern ist erneut nur an bestimmten Punkten erlaubt und bedauerlicherweise ist immer noch kein Mehrspielermodus integriert.

Der größte Arbeitsaufwand der französischen Entwickler Étranges Libellules ging in Richtung Grafik: Die Figuren sind detaillierter gestaltet und witzig animiert, die Levels abwechslungsreich und voller interessanter Bauten in einer Welt turnt ihr z.B. auf einem Holz-Vorgänger des Eiffelturms herum. Die nervende Kamera des Vorgängers gehört zwar bislang nicht völlig der Vergangenheit an, zeigt aber deutliche Verbesserungen: Schwenks werden zügig ausgeführt, es gibt kaum noch Orientierungsprobleme. Und bei den Effekten wird eine Extrakohle aufgelegt: spätestens beim Aufsammeln des Zaubertranks wackelt und blitzt der ganze Bildschirm!


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  Fazit