Journey - Special, Action, PlayStation 3 PSN - 4Players.de

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Journey (Action) von Sony
Ein Soundtrack voller Leben
Action-Adventure
Entwickler: ThatGameCompany
Publisher: Sony
Release:
14.03.2012
21.07.2015
Spielinfo Bilder Videos
Ein Abenteuer voller Leben, voller Geschichte, voller Gefühle: Austin Wintory musste nicht nur ein Spiel vertonen - er sollte einem der emotionalsten Erlebnisse dieses Jahres in musikalische Worte fassen. Wie begleitet er ein Abenteuer, in dem nicht das Spiel, sondern die Emotionen die Hauptrolle spielen?

Einzeln stark

Wie viele Spielekomponisten fühlt Austin Wintory überall dort vor, wo er für Orchester arrangieren kann: Musik zu flOw und The Banner Saga gehört ebenso in Portfolio wie
Soundtracks zu Kinofilmen oder Konzertarbeiten. Gerade Letzteres bleibt den meisten seiner Kollegen allerdings verwehrt - Wintory hingegen scheint sich im Umgang mit den Instrumenten pudelwohl zu fühlen. Sein Journey zeigt jedenfalls, wie gut er für Solisten und Orchester komponieren kann!

Ein einzelnes Cello führt über weite Strecken des Soundtracks; seine starke Präsenz erinnert ein wenig an Williams' Sieben Jahre in Tibet. Bezeichnend ist das schwermütige, aber ständige Voranschreiten in "Atonement". Unterstützt wird es nicht nur dort von einer in der Spielemusik viel zu seltenen Flöte, die in "Threshold" wie ein quirliges Kind neugierig tanzt - ein wundervoller Akzent. Verspielt lässt er in "The Road of Trials" die Harfe mit den anderen Instrumenten tanzen.

Wie auf Schwingen

Und natürlich fährt auch Wintory das ganze Orchester auf, wenn er in "Nadir" den finalen Gipfel besteigt. Geheimnisvoll zittern die Bässe, Instrumente werden laut, versacken, kommen plötzlich bedrohlich zurück. Wie Donner kracht das Schlagwerk auf den letzten Metern, die Melodie des einsamen Cello geht im Getöse sinnbildlich unter. Mit "Apotheosis" führt er das zentrale Thema schließlich in einen emotionalen Höhepunkt. Von
Verfügbarkeit
Journey ist auf iTunes für knapp vier Euro und im PlayStation Network für knapp fünf Euro erhältlich.
schwungvollen Streichern und schließlich dem ganzen Orchester wird es wie auf Schwingen getragen - der lebendige, befreiende Abschluss einer fantastischen Reise!

Die weite Fläche, auf der die Gedanken ihrer Fantasie freien Lauf lassen können, ist der Wirkung von Jessica Currys Dear Esther sehr ähnlich: Journey entführt in eine Welt, die nicht nur spielerisch, sondern auch musikalisch außergewöhnliche Wege geht. Manchmal fehlt Austin Wintorys Melodien zwar der Nachdruck, mit dem stimmungsvolle Momente zu großen Augenblicken werden könnten. Dennoch sind seine gefühlvolle Musik und vor allem seine filigrane Fingerfertigkeit mit einzelnen Instrumenten eine seltene und wichtige Bereicherung für moderne Spieleorchester!

Einschätzung: sehr gut

Kommentare

Tante Inferno schrieb am
Der Song, der die Vorschau im PSN untermalt, ist auch grandios. Alleine deshalb schaue resp. höre ich mir die manchmal mehrere Male nacheinander an. :D
4P|Benjamin schrieb am
Da es von Sony kommt, wird wohl auch eine Petition keinen Erfolg haben. ;]
Mhairin schrieb am
Wer ist dafür, ne Petition für einen PC-Release zu starten? Ich muss dieses Kunstwerk einfach spielen!
Broco schrieb am
Hammer, ich les Journey:Special und denke "haben die schon wieder ein neues Album draußen"?
Klicke drauf und merke, es geht gar nicht um die Band -.-
SithlordDK schrieb am
*Kritik unterschreib* Mich hat das Cello und die Melodie ja eher an John Williams' Memoirs of a Geisha erinnert, aber was solls... Soundtrack und Spiel in perfekter Harmonie!
schrieb am

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