4Players: Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Hideo Kojima: Das letzte Buch habe ich im Flugzeug gelesen. Der Autor heißt Keigo Higashino. Es geht um eine verbotene Liebesgeschichte, die derzeit ein Bestseller in Japan ist. Aber sie hat mich nicht wirklich begeistert. Im Hotel habe ich dann noch eines angefangen, das neue von Greg Rucka, da bin ich aber erst bei der Hälfte.
4Players: Sie haben die Story für Metal Gear Solid 4
(MGS4) geschrieben. Werden Sie auch von Literatur inspiriert?
Hideo Kojima: Ich lese sehr gerne, schaue aber auch Filme und treffe viele Leute. All das inspiriert mich, all das beeinflusst mich irgendwie und fließt in meine Spiele ein. Aber es gibt kein konkretes Buch oder diesen einen Film, der das schafft. In MGS4 stecken viele Ideen.
4Players: Bisher spielten Zwischensequenzen eine große Rolle in MGS. Wie ist das Verhältnis von aktivem Spiel und Filmelementen im vierten Teil?
Hideo Kojima: Ich habe in der Art der Präsentation meiner Spiele, also hinsichtlich der grafischen und akustischen Inszenierung, viel von Filmen gelernt. Aber die Zwischensequenzen sind nicht das Wichtigste im Spiel. Als ich MGS 1 gemacht habe, galt es noch als revolutionär, die Cutscenes und Filmelemente zu integrieren - denn sie erzählten die Story auf eine neue Art.
In MGS4 ist der Plot noch wichtiger als damals, denn es ist der Abschluss der Saga und ich will sehr viele kleine Geschichten erzählen, denn es kommen ja alle bekannten Figuren und alle Fraktionen vor. Allerdings würde es diesmal mit Cutscenes alleine zu lange dauern - deshalb gibt es eine Kombination aus interaktiven und filmischen Momenten. Die Story in MGS4 wird aber über viele Arten erzählt, natürlich auch mit vielen kleinen Filmszenen, die man aber jederzeit abbrechen kann.
4Players: In einem der letzten Trailer gab es diese rasanten Martial Arts-Szenen, die fast an ein Beat'em Up erinnerten. Kann der Spieler auf diese Weise kämpfen?
Hideo Kojima: Nein, man kann nicht wie in den Hollywood-Filmen kämpfen. Der Spieler kann aber erneut in den Close-Quarter-Combat (CQC) gehen, in den wir viele Elemente aus Judo, Karate und Aikido haben einfließen lassen; dazu stand uns ein Experte einer Spezialeinheit als Ratgeber zur Seite. Alles soll sich so authentisch wie möglich anfühlen.
4Players: Mit dem kleinen Roboter kann Snake das Gelände erkunden und Gegner betäuben. Was kann man sonst noch mit ihm anstellen?
Hideo Kojima: Er dient eigentlich nur der Erkundung, kann aber auch Türen öffnen oder sich in Computer hacken. Wir wollten z.B. nicht, dass er auch aktiv kämpfen kann - das hätte den Schleichaspekt ausgehebelt. Er kann sich dafür auch sehr gut verstecken und alles beobachten. Der Vorteil: Snake kann danach in das Gebiet eindringen und weiß, was auf ihn zukommt.
4Players: Fast weißes Haar, Falten im Gesicht - Snake ist kein junger Agent mehr. Spielt sein Alter eine Rolle bei den Bewegungen? Ist es irgendwo ein Nachteil?
Hideo Kojima: Snake bewegt sich immer noch sehr schnell und reagiert gut - es ist ja immer noch ein Actionspiel, das Reflexe verlangt. Aber wenn er zu viel kriecht, dann stöhnt er schon mal oder fasst sich an den Rücken. Und wenn er es übertreibt, z.B. versteckt in Tonnen Abhänge hinunter rollen, muss er sich auch schon mal übergeben.
4Players: Die "Beauty and the Beast"-Einheiten des Trailers sehen fantastisch aus. Können Sie uns ein Beispiel geben, wie sie kämpfen?
Hideo Kojima: Ich kann hier leider noch keine Details verraten, was die Kampftechniken angeht. Aber "Laughing Octopus" löst z.B. bestimmte Emotionen aus und hat Spezialbewegungen. Ähnlich wie Snake kann sie sich sehr gut tarnen, also muss man sie erstmal finden. Und "Raging Raven" kann sehr schnell fliegen - aber wie kann man einen Feind in der Luft besiegen? Und "Crying Wolf" kann wiederum sehr schnell rennen. Wenn man gegen diese Kreaturen gewinnen will, muss man auf diese Dinge achten und sich eine Strategie zurechtlegen.
4Players: Also wird man ihnen öfter begegnen?
Hideo Kojima: Das ist eigentlich noch ein Geheimnis...aber es ist gut möglich, dass man ihnen öfter begegnet.
Hideo Kojima: Das letzte Buch habe ich im Flugzeug gelesen. Der Autor heißt Keigo Higashino. Es geht um eine verbotene Liebesgeschichte, die derzeit ein Bestseller in Japan ist. Aber sie hat mich nicht wirklich begeistert. Im Hotel habe ich dann noch eines angefangen, das neue von Greg Rucka, da bin ich aber erst bei der Hälfte.
| Hideo Kojima, 1963 in Tokio geboren, wollte eigentlich Filmregisseur werden. Seit 1986 ist er als Entwickler bei Konami tätig. Der Durchbruch gelang im 1998 mit Metal Gear Solid für die PSone. Hier mit dem 4Players-Magazin auf der Games Convention. |
Hideo Kojima: Ich lese sehr gerne, schaue aber auch Filme und treffe viele Leute. All das inspiriert mich, all das beeinflusst mich irgendwie und fließt in meine Spiele ein. Aber es gibt kein konkretes Buch oder diesen einen Film, der das schafft. In MGS4 stecken viele Ideen.
4Players: Bisher spielten Zwischensequenzen eine große Rolle in MGS. Wie ist das Verhältnis von aktivem Spiel und Filmelementen im vierten Teil?
Hideo Kojima: Ich habe in der Art der Präsentation meiner Spiele, also hinsichtlich der grafischen und akustischen Inszenierung, viel von Filmen gelernt. Aber die Zwischensequenzen sind nicht das Wichtigste im Spiel. Als ich MGS 1 gemacht habe, galt es noch als revolutionär, die Cutscenes und Filmelemente zu integrieren - denn sie erzählten die Story auf eine neue Art.
In MGS4 ist der Plot noch wichtiger als damals, denn es ist der Abschluss der Saga und ich will sehr viele kleine Geschichten erzählen, denn es kommen ja alle bekannten Figuren und alle Fraktionen vor. Allerdings würde es diesmal mit Cutscenes alleine zu lange dauern - deshalb gibt es eine Kombination aus interaktiven und filmischen Momenten. Die Story in MGS4 wird aber über viele Arten erzählt, natürlich auch mit vielen kleinen Filmszenen, die man aber jederzeit abbrechen kann.
4Players: In einem der letzten Trailer gab es diese rasanten Martial Arts-Szenen, die fast an ein Beat'em Up erinnerten. Kann der Spieler auf diese Weise kämpfen?
Hideo Kojima: Nein, man kann nicht wie in den Hollywood-Filmen kämpfen. Der Spieler kann aber erneut in den Close-Quarter-Combat (CQC) gehen, in den wir viele Elemente aus Judo, Karate und Aikido haben einfließen lassen; dazu stand uns ein Experte einer Spezialeinheit als Ratgeber zur Seite. Alles soll sich so authentisch wie möglich anfühlen.
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| Ein Teil der "Beauty and the Beast"-Einheit: Laughing Octopus. Erstmals tauchen bizarre Kreaturen als Bosse auf - bildhübsche Frauen, die vom Krieg in Monstren verwandelt wurden. |
Hideo Kojima: Er dient eigentlich nur der Erkundung, kann aber auch Türen öffnen oder sich in Computer hacken. Wir wollten z.B. nicht, dass er auch aktiv kämpfen kann - das hätte den Schleichaspekt ausgehebelt. Er kann sich dafür auch sehr gut verstecken und alles beobachten. Der Vorteil: Snake kann danach in das Gebiet eindringen und weiß, was auf ihn zukommt.
4Players: Fast weißes Haar, Falten im Gesicht - Snake ist kein junger Agent mehr. Spielt sein Alter eine Rolle bei den Bewegungen? Ist es irgendwo ein Nachteil?
Hideo Kojima: Snake bewegt sich immer noch sehr schnell und reagiert gut - es ist ja immer noch ein Actionspiel, das Reflexe verlangt. Aber wenn er zu viel kriecht, dann stöhnt er schon mal oder fasst sich an den Rücken. Und wenn er es übertreibt, z.B. versteckt in Tonnen Abhänge hinunter rollen, muss er sich auch schon mal übergeben.
4Players: Die "Beauty and the Beast"-Einheiten des Trailers sehen fantastisch aus. Können Sie uns ein Beispiel geben, wie sie kämpfen?
Hideo Kojima: Ich kann hier leider noch keine Details verraten, was die Kampftechniken angeht. Aber "Laughing Octopus" löst z.B. bestimmte Emotionen aus und hat Spezialbewegungen. Ähnlich wie Snake kann sie sich sehr gut tarnen, also muss man sie erstmal finden. Und "Raging Raven" kann sehr schnell fliegen - aber wie kann man einen Feind in der Luft besiegen? Und "Crying Wolf" kann wiederum sehr schnell rennen. Wenn man gegen diese Kreaturen gewinnen will, muss man auf diese Dinge achten und sich eine Strategie zurechtlegen.
4Players: Also wird man ihnen öfter begegnen?
Hideo Kojima: Das ist eigentlich noch ein Geheimnis...aber es ist gut möglich, dass man ihnen öfter begegnet.
