Im Rhythmus von Tetris

Video: Chime wurde für die PS3 um fünf neue Level und zwei Mehrspielermodi ergänzt - deshalb heißt es "Chime Super Deluxe".
Das fängt schon damit an, dass keine Formen von oben in ein Feld fallen, sondern dass man sie einzeln und überall nach eigenen Wünschen platzieren kann. Die sollten sich nach quadratischen Flächen richten: Nur wer Treppchen, Geraden, Rechtecke, Kanten, Klemmen und all die anderen Körper so mit den Schultertasten dreht und arrangiert, dass sie mindestens ein Viereck der Größe drei mal drei bilden, wird erfolgreich innerhalb der drei Zeitlimits von drei, sechs oder neun Minuten spielen.
| Über wie viele Quader wird die Tonspur singen? Je mehr man eineckt und abdeckt, desto besser! Für 8,99 Euro kann man loslegen. |
Die Macht der Quader
Das akustisch Besondere an Chime: Eine Tonspur läuft langsam über das Feld und sorgt nicht nur für das Einfärben der von ihr berührten Quaderflächen, sondern lässt auch Musik erklingen, wenn sie auf eine Figur trifft. Je nach Form und Perfektion können das ganz andere Akkorde aus dem aktuellen Thema sein, die sich bei verstreuten Fragmenten wie kleine Störungen und bei großen Quaderformen wie akustische Belohnungen anhören. Man bekommt je nach der Geometrie im Feld also eine andere musikalische Resonanz und je perfekter man baut, desto näher kommt man auch der musikalischen Harmonie des laufenden Stücks. Die reichen von Moby, Markus Schulz und Philip Glass bis Sabrehouse - es gibt fünf neue Musikstücke und damit Level.
Was angenehm beginnt und im freien Modus natürlich ganz entspannt im Stile des Zen-Gaming genossen werden kann, entwickelt in der Kampagne durchaus fordernde Situationen - vor allem, wenn man das Zeitlimit auf drei Minuten setzt und den Ehrgeiz besitzt, sowohl alle Level freizuschalten als auch die eigene und evtl. internationale Highscores zu knacken, was
| Neu auf PlayStation 3 gegenüber 360 und Steam: Lokale Mehrspielermodi für Koop und Kampf mit bis zu vier Leuten - online geht es leider nicht zur Sache. |
Auf der PlayStation geht es leider nicht online, aber dafür offline mit mehreren Leuten weiter: Nicht nur in Ranglisten, sondern in exklusiven Spielmodi. Man kann lokal mit oder gegen bis zu vier Leute antreten. Gerade der kooperative Modus bereichert das Erlebnis, denn jetzt kann man sich das Ausfüllen der Fläche und Aufbauen von Quadern clever einteilen, so dass (bei guter Absprache) ganz neue Team-Highscores möglich sind. Auch der kompetitive Modus ist interessant, denn hier kämpft man nicht nur mit den alten Regeln um das Feld, sondern kann als Neuerung auch bereits abgedeckte Bereiche des Gegners erobern, indem man mehr als die Hälfte seiner Fläche löscht bzw. selbst einfärbt.