Dark Souls - Test, Rollenspiel, PlayStation 3, Xbox 360 - 4Players.de

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Dark Souls (Rollenspiel) von Namco Bandai
Dark Souls
Action-Rollenspiel
Entwickler: From Software
Publisher: Namco Bandai
Release:
07.10.2011
24.08.2012
24.08.2012
Spielinfo Bilder Videos
Wann bin ich das letzte Mal für ein Spiel nachts aufgestanden? Das muss irgendwann für Bard’s Tale auf dem Amiga gewesen sein – ich hatte tatsächlich im Traum eine (unheimlich blöde) Idee, wie ich aus einer Sackgasse kommen könnte. Dieses Rollenspiel der 80er vermittelte einem das Gefühl, in eine unbekannte Welt vorzudringen. Das war rätselhafte und gefährliche Fantasy. Über zwanzig Jahre später hallt Dark Souls wie ein mächtiges Echo längst vergessener Spielezeiten. Und es macht genau so schlaflos.

Das Tor im Keller

Video
Der Prolog gibt einen Vorgeschmack auf den düsteren Fantasystil.
Irgendwann spät nachts in einem Keller. Es brennt noch Licht und jemand sitzt wie ein Gargoyle auf der Couch: Der Blick starr geradeaus, der Kopf nach vorne gereckt, die Haltung leicht verkrampft. Er murmelt Sätze wie „Nur nicht ungeduldig werden!“ oder „Immer schön langsam, immer schön den Schild hoch…“ in seinen Bart. Manchmal klackert und knarzt es zwischen seinen Händen, während es gleichzeitig aus den Boxen scheppert, weil Axt, Schwert oder Speer auf einen Schild treffen. Ab und zu folgt ein schmatzendes Geräusch mit gurgelnden Lauten, wenn sich eine Klinge durch Leder frisst. Danach geht eine dieser verunstalteten Fratzen zu Boden, haucht dabei ihre blauen Seelen aus. Der Held saugt sie gierig in sich auf. Er braucht sie so dringend. Er kann nicht ohne sie.

In diesen Momenten entkrampft sich die Gestalt mit dem gekrümmten Rücken etwas vor dem Bildschirm, gönnt sich ein stolzes „Okay, geschafft, weiter geht’s…“, gefolgt von einem unsicher geraunten „Was wohl hinter der nächsten Ecke wartet?“ – da sitzt ein genügsamer, fast schon demütig ergriffener Spieler, der sich wie ein Kind freut, als er eine Kristallechse durch die Dunkelheit huschen sieht; wer sie erlegt, kann eine magische Waffen veredeln! Die vielen Tode und bösen Überraschungen haben ihn im Zeitalter der beheizten Level-up-Fahrstühle und Free-to-buy-Skills allerdings  geerdet. Für Jubelkombos und Haudraufhurra ist hier genau so wenig Platz wie für Auto-Mapping oder einen goldenen Pfad, der kleine Fabelprinzen sicher zum nächsten Schatz führt. Hier sorgt die schmerzhafte Erfahrung für leitende Wirkung. Nur wer sich ins Unbekannte wagt, kann es ergründen.

Die lauernde Gefahr

Neu sind die Lagerfeuer zum Speichern und Aufrüsten: Man kann sie weiter entfachen, um mehr heitränke zu bekommen.
Neu sind die Lagerfeuer zum Speichern und Aufrüsten: Man kann sie auch weiter entfachen, um mehr Heitränke zu bekommen.
Als er sich weiter voran wagt in dieser herrlich verwinkelten Burg, als er an einem der offenen Turmfenster erst das Rauschen des Windes und nach weiteren Schritten auf diesen schmalen Sims hinaus ein tiefkehliges Fauchen hört, dreht er sich allerdings wie ein Feigling um und zischt ein wenig Episches „Ach du Scheiße!“ in den Keller. Er dreht die Lautstärke auf und lauscht nochmal aus der sicheren Distanz. Schnauft da etwas? Dann geht er peinlich vorsichtig hinaus, indem er den Analogstick sanft nach vorne drückt, erkennt den zuckenden Schatten auf der Brücke und riskiert endlich einen Blick hinauf. Da hockt ein Drache. Ein verdammt großer Drache. Und auf der Couch sitzt ein Nervenbündel namens Held. Die Angst hat sich dazu gesellt und grinst ihn an. Auch das Adrenalin ist schon da und pumpt ihn auf.

Abseits der uralten Frage „Mann oder Memme?“ bieten sich im Angesicht der schuppenbewehrten Sagengestalt mit den Langschwertzähnen auch andere, weniger gefährliche Alternativen an: Er könnte sich den Drachen (natürlich aus strategischer Sicht) aufsparen und später wieder kehren, denn in der offenen Welt von Dark Souls gibt es immer so viel Interessantes zu tun. Man arbeitet kein Quest-Tagebuch ab wie ein Fantasy-Beamter in gewöhnlichen Rollenspielen, sondern entscheidet sich frei zwischen Routen in einer Terra incognita, die sich in ihrer Gefährlichkeit unterscheiden – man kann den sofortigen oder den verzögerten Tod wählen. Wer in Dark Souls lange lebt und viel sieht, darf stolz auf sich sein.

Kommentare

Sarkasmus schrieb am
Almalexian hat geschrieben:
Sarkasmus hat geschrieben:Ich weiß ist OT, aber Skyrim ungemoddet ist vllt vieles aber mit Sicherheit kein "gutes" und auch kein "sehr gutes" RPG. Dafür macht es in Sachen Quest und "Dungeons" viel zu viel falsch.

Was denn zb.? Über Sehr gut kann man streiten denke ich, aber den Titel gutes Rollenspiel hat es sicher weg, mMn.
Skyrim habe ich etwa 30 Stunden damit verbracht Mods zu installieren, weitere 50 Stunden um mit den Mods rumzualbern und letzendlich 10 Stunden eigentliches Gameplay.

Da habe ich eine Empfehlung, sowohl ganz generell für Spiele als auch für Skyrim per se: Lasst die Mods erstmal weg und probiert das Hauptspiel. Es ist bei weitem nicht so fehlerbehaftet wie zb. Stalker Clear Sky dass allein wegen der Stabilität eine Mod notwendig machte, sondern lässt sich wie die meisten ungemoddeten Spiele gut spielen. Wenn man das Spiel liebgewonnen hat kann man das Thema dann für mehr und besser nochmal angehen.

Damit es nicht zu OT wird, werd ich dir im Skyrim Thread antworten. ;)
Obscura_Nox schrieb am
Naja, auch wenn es totales Off-Topic ist: Einer der Nachteile ist zum Beispiel dieses horrende Kampfsystem. Und dafür gibt es ein paar Mods - Gerade was die Magie angeht gibt es etliche Sachen die den Spielspaß deutlich erhöhen. Ich bin zwar der Meinung dass Mods den Spielspaß deutlich erhöhen und mittlerweile als Feature der Serie gelten, aber ich würde es nicht unbedingt als schlechtes RPG bezeichnen. Es bei Elder Scrolls aber für mich schon immer so gewesen dass ich die Story komplett ignoriert habe. Für mich ist TES/Skyrim ein GTA im Fantasy Stil. Die Story ist mir egal, ich will einfach nur quer durch die Welt latschen, Mist bauen und andere Sachen die ich mir im echten Leben nicht erlauben dürfte.
Almalexian schrieb am
Sarkasmus hat geschrieben:Ich weiß ist OT, aber Skyrim ungemoddet ist vllt vieles aber mit Sicherheit kein "gutes" und auch kein "sehr gutes" RPG. Dafür macht es in Sachen Quest und "Dungeons" viel zu viel falsch.

Was denn zb.? Über Sehr gut kann man streiten denke ich, aber den Titel gutes Rollenspiel hat es sicher weg, mMn.
Skyrim habe ich etwa 30 Stunden damit verbracht Mods zu installieren, weitere 50 Stunden um mit den Mods rumzualbern und letzendlich 10 Stunden eigentliches Gameplay.

Da habe ich eine Empfehlung, sowohl ganz generell für Spiele als auch für Skyrim per se: Lasst die Mods erstmal weg und probiert das Hauptspiel. Es ist bei weitem nicht so fehlerbehaftet wie zb. Stalker Clear Sky dass allein wegen der Stabilität eine Mod notwendig machte, sondern lässt sich wie die meisten ungemoddeten Spiele gut spielen. Wenn man das Spiel liebgewonnen hat kann man das Thema dann für mehr und besser nochmal angehen.
Obscura_Nox schrieb am
Skyrim habe ich etwa 30 Stunden damit verbracht Mods zu installieren, weitere 50 Stunden um mit den Mods rumzualbern und letzendlich 10 Stunden eigentliches Gameplay.
Ocvist schrieb am
Sarkasmus hat geschrieben:Ich weiß ist OT, aber Skyrim ungemoddet ist vllt vieles aber mit Sicherheit kein "gutes" und auch kein "sehr gutes" RPG. Dafür macht es in Sachen Quest und "Dungeons" viel zu viel falsch.

Das mag vielleicht deine Meinung sein. Für mich hingegen zählt Skyrim zu den besten Spielen die ich je gespielt habe und mit dem ich die meiste Zeit verbracht habe (ca. 370 Stunden).
Geschmäker halt... :wink:
schrieb am

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