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Tomb Raider (Action) von Square Enix
Tomb Raider
Tomb Raider
Action-Adventure
Publisher: Square Enix
Release:
05.03.2013
05.03.2013
05.03.2013
31.01.2014
31.01.2014
Spielinfo Bilder Videos

Was hat Lara Croft eigentlich nach der Uni gemacht, als sie noch keiner kannte? Bevor sie Videospielikone und Sexsymbol wurde? Crystal Dynamics will die Antwort im Pazifik geben: Auf der Suche nach einer uralten japanischen Zivilisation verschlägt es Lara und ihre Crew in das berüchtigte Teufelsmeer. Statt Ausgrabungen in tropischer Sonne warten Schmerzen, Gefahren und Feuerproben auf eine blutjunge Abenteurerin.



Gestrandet im Teufelsmeer

Video
Die ersten zehn Minuten der deutschen Xbox 360-Version. Die PS3-Version sieht ähnlich gut aus, bietet aber neben der deutschen Sprachfassung zusätzlich die englische Originalversion.
Wie konnte das alles passieren? Wo ist der Rest der gestrandeten Crew? 22 Tage waren sie unterwegs und jetzt dieses Desaster! Ist das alles ihre Schuld? Lara sitzt wie ein Häufchen Elend vor einem mickrigen Feuer. Sie ist schmutzig, sie zittert und ist froh, dass sie nach all den Strapazen überhaupt lebt. Man nimmt ihr an dieser Stelle die Hilflosigkeit ab, denn man hat sie von der plötzlich tosenden See durch bizarre Höhlen mit Leichen bis hin zu diesem Lager begleitet.

Was sie noch nicht weiß: Dutzende dieser Ruhefeuer werden folgen, nicht nur im Dschungel, sondern in schummrigen Höhlen und verschneiten Gebirgen. Diese Insel scheint aber schon jetzt ein Alptraum zu sein. Denn Lara wurde am Strand bewusstlos geschlagen, kopfüber in eine Art Kokon gesteckt und von einem Irren verfolgt, der ihr "doch nur helfen" wollte. Sie konnte ihn in einem Reaktionstest abwehren, ist durch enge Nischen voller Schädel geflohen und hat über den cleveren Einsatz von Feuer und Gewichten endlich einen Ausgang aus der Höhle sowie einen Rucksack der Crew gefunden.

Gute Regie, gute Sprecher

Zu Beginn riecht alles nach einem knallharten Survival-Abenteuer: Lara kriecht, flucht, schreit und zittert.
Zu Beginn riecht alles nach einem knallharten Survival-Abenteuer: Lara kriecht, flucht, schreit und zittert.
Jetzt sitzt sie da und blickt zurück, indem sie in die Kamera ihrer Freundin Sam schaut. Gerade im Einstieg ist die Regie sehr gut. Der pazifische Schauplatz als auch die Story, die sowohl über Rückblicke, aktive Dialoge als auch gesprochenene Tagebücher erzählt wird, machen neugierig. Sehr schön ist, dass Lara über sie nicht nur unterschiedliche persönliche Sichtweisen sowie so manche heikle Privatsache, sondern auch historische Perspektiven auf die turbulente Geschichte der Insel entdeckt. Zeugnis davon geben auch Hinterlassenschaften wie spanische Helme, Bunker und Bomberwracks aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Schwächen der Erzählung werden erst später offenbar, denn das Drehbuch lässt sich zu wenig Zeit für glaubwürdige Entwicklungen und Auflösungen.

Dass man sich voller Vorfreude ins Abenteuer stürzt liegt auch an der gelungenen deutschen Lokalisierung: Man merkt Nora Tschirner an, dass sie Laras Szenen vor sich hatte; vor allem ihre Debatten mit dem eitlen Professor sowie ihre Gespräche mit Roth wirken angenehm authentisch. Auch der Rest kann sich trotz einiger Klischeerollen wie dem bebrillten Nerd oder dem rüstigen Kapitän hören und sehen lassen – gute Arbeit, Square Enix!

Teufelsmeer?

Das Bermuda-Dreieck kennt man. Aber das Drachen-Dreieck, auch Teufelsmeer genannt? Wo sich Inseln wie Toshima, Miyake oder Izu tummeln? Es gilt ebenfalls als mysteriöser Ort, um den sich zahlreiche Legenden ranken. Das Gebiet liegt südlich von Tokio im japanischen Meer, wo nicht nur Taifune und Vulkane für Nervenkitzel sorgen. Hinzu kommen UFO- und Geister-Sichtungen sowie verschollene Flugzeuge und Schiffe.
Eigentlich wollte Lara mit dieser Crew das sagenhafte altjapanische Reich von Yamatei finden, aber scheinbar ist sie auf eine mordende Sekte gestoßen. Und das alles ohne Waffen, ohne Vorräte und mit Verletzungen, die sie sich beim Sturz zugezogen hat. Was sie noch nicht weiß: Schon bald kann sie auf körperliche Mühsal pfeifen, aus dem Vollen ballern, von der Schrotladung bis zum Napalmpfeil mit einem Bodycount im gefühlten dreistelligen Bereich.

Sorgen, Hoffnungen & Enttäuschungen

Aber in diesen frühen Momenten hat Lara andere Sorgen. Und als Spieler kann man sich auch kaum vorstellen, dass eine junge Frau, die sich bei einem ausgeweideten Hirschen entschuldigte, innerhalb von wenigen Stunden zum Green Beret mutiert. Ihr hilft ja zu Beginn lediglich die Stimme ihres Mentors Roth, der scheinbar ihren Vater kannte und wie ein Ersatz für diesen einspringt - leider hakt die Story hier später nicht gut genug nach, denn man erfährt zu wenig über Mr. Croft. So gibt ihr sein Freund Roth ab und zu als Stimme im Hintergrund Tipps zum Überleben, zur Orientierung und scheint irgendwo auf dieser Insel zu stecken - immerhin eine Hoffnung!

Was hat es mit den Schädeln und Toten in dieser Höhle auf sich?
Was hat es mit den Schädeln und Toten in dieser Höhle auf sich?
Hinzu kommt leider noch eine andere, und zwar der grell blinkende Trost freigeschalteter Kostüme oder Galerien, was Crystal Dynamics überflüssiger Weise selbst in wichtigen Situationen in Pop-up-Manier unten rechts einblendet; genauso wie XP, Höhlenfunde & Co. Leider kann man diesen Klimbim nicht optional abschalten. Warum mich das so ärgert? Warum ich überhaupt so weit aushole und auf Laras Befindlichkeiten eingehe? Weil da so viel drin war in diesem Spiel und in dieser Figur! Weil die Entwickler in Ansätzen so viel hinsichtlich der Dramaturgie richtig macht, aber dann einfach nicht konsequent weiter macht. Sinnbildlich dafür ist eine Szene, in der sich das zitternde Küken in eine Shooterlady verwandelt, obwohl der Übergang hier sanfter ist als etwa in Far Cry 3.

Kommentare

  • Das Gameplay ist so automatisiert dass ich ohne Kaffee gar nicht erst knappe zwei Stunden geschafft hätte. So sind leider die modernen Action Adventure von heute Sei es AC,Uncharted und co. Nur das die beiden von dir genannten nach meiner Ansicht andere Stärken haben während TR für mich ein  [...] Das Gameplay ist so automatisiert dass ich ohne Kaffee gar nicht erst knappe zwei Stunden geschafft hätte. So sind leider die modernen Action Adventure von heute Sei es AC,Uncharted und co. Nur das die beiden von dir genannten nach meiner Ansicht andere Stärken haben während TR für mich ein absoluter Griff ins Klo war.
  • Das Gameplay ist so automatisiert dass ich ohne Kaffee gar nicht erst knappe zwei Stunden geschafft hätte. So sind leider die modernen Action Adventure von heute Sei es AC,Uncharted und co.
  • Habe mir das Game im Steamdeal für einen Apfel und Ei gegönnt und nun mal ordentlich angespielt. Ich muss leider sagen nach 2 Stunden absoluter Langeweile war die ohnehin geringe Spannung komplett raus. Rätsel, falls man das so nennen darf sind banal, das ganze Game fühlt sich wie ein panorama  [...] Habe mir das Game im Steamdeal für einen Apfel und Ei gegönnt und nun mal ordentlich angespielt. Ich muss leider sagen nach 2 Stunden absoluter Langeweile war die ohnehin geringe Spannung komplett raus. Rätsel, falls man das so nennen darf sind banal, das ganze Game fühlt sich wie ein panorama Schlauch mit Null Anspruch an. Gleich zu Beginn balanciert Lara über einen Baumstamm was total gefährlich aussieht und ich drücke komplett gelangweilt einfach den Stick nach vorne. QTE sind so schlicht und schlecht dass man nur aus Müdigkeit vergisst rechtzeitig zu drücken was immer mit ID endet statt einen dynamischen Verlauf zu nehmen (Müsste man sich ja Arbeit machen). Man findet ein Werkzeug was man 5 Minuten später bereits für die zweite Verwendung upgraden muss. Man tötet mit dem Bogen einige Piraten was Lara kaum interessiert aber bei dem Typ mit der Knarre 10 Minuten später heult Sie sich einen ab weil Sie ihn weggeblasen hat. Ducken und Deckung funktionieren nur automatisiert und die Spungeinlagen sind so Anspruchslos und offensichtlich wie der Baumstamm zu beginn. Lara´s Haare haben eine eigene Engine, das Gras ist aber statisch. Bäume wiegen im Wind, aber das Windspiel das dran hängt bewegt sich nicht etc. etc. etc. etc. Das Game ist nur ein Blender mit absolut miesem Inhalt und inkonsequenz an allen Ecken und Enden. Das Gameplay ist so automatisiert dass ich ohne Kaffee gar nicht erst knappe zwei Stunden geschafft hätte. Das die Entwickler von Deus Ex 3 (welches ich liebe) solchen Schund abliefern schockt mich dann doch sehr. Kann ich höchstens als einschlafzock im Bett empfehlen. Anschalten, 10 Minuten langweilen und turboratzen.

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