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Superfrog HD (Geschicklichkeit) von Team17
Superfrog HD
Jump&Run
Entwickler: Team17
Publisher: Team17
Release:
31.07.2013
31.07.2013
Spielinfo Bilder Videos

Vor zwanzig Jahren versuchte die halbe Welt, Sonic zu kopieren. Vor allem britische Entwickler wollten endlich ein europäisches Gegenstück zu Segas erfolgreichem Renn-Igel etablieren. Neben Gremlins Zool war  Superfrog das bekannteste Exemplar - zum runden Geburtstag widmet Team 17 dem glitschigen Held eine Neuauflage für PS3 und Vita.



Ribbit!

Blauer Himmel, grüne Wiesen, knuffige Kopffüßer: Superfrog verströmt von Beginn an gute Laune.
Neben neuen und Original-Levels gibt es auch einen Endlos-Modus mit Online-Bestenlisten.

Mit Superfrog HD bringt Team 17 eine leicht überarbeitete Neuauflage des Amiga-Originals ins PSN. Der grüne Held sprintet durch 24 neue Levels, welche in den grafisch leicht aufgemotzen Original-Szenarien spielen. Ich rase idyllische grüne Hügel herunter, springe im Gruselschloss Fledermäusen auf den Kopf und  entdecke in mystischen Kerkern verzweigte Geheimgänge voller klingelnder Schätze. Auch die Original-Levels sind enthalten, werden aber erst im Laufe des Spiels freigeschaltet.

Rückblende ins Jahr 1993: Damals hat mich Superfrog positiv überrascht. Ein richtiges Jump-n-Run für den Amiga – inklusive griffiger Steuerung, knallbunter Welten und jeder Menge klingelnder Boni! Außerdem gab es sogar Musik und Soundeffekte gleichzeitig. Das mag aus heutiger Sicht seltsam klingen, doch bei Zool z.B. musste man sich für eins von beidem entscheiden. Der Amiga besaß schließlich nur einen vierstimmigen Soundchip. Trotzdem schrieb Allister Brimble einen derart eingängigen Soundtrack, dass ich die Stücke heute noch aus dem Gedächtnis nachkomponieren könnte. Ein Highlight war auch das Intro von Demo-Künstler Eric Schwartz: Ein Vorspann, der aussah wie ein echter Zeichentrickfilm! Auch das klingt heute vermutlich lächerlich, war damals aber nicht alltäglich.

Rosarote Retro-Brille


Wer die Vita als Controller für die PS3-Version benutzt, kann zusätzliche Schätze entdecken.
Wer die Vita als Controller für die PS3-Version benutzt, kann zusätzliche Schätze entdecken.
Als ich erfuhr, dass Superfrog eine Neuauflage bekommt, war ich also hellauf begeistert. Doch selbst mit meiner rosa gefärbten Nostalgie-Brille bemerkte ich schnell, wie schlecht das Spiel gealtert ist. Kamera und Steuerung z.B. sind für heutige Verhältnisse zu nervös. Auch andere Details wirken verstaubt: Die Geschichte um die entführte Prinzessin ist komplett belanglos, die knallgrüne Froschkugel lässt sich z.B. nur im Stehen abfeuern und es gibt bei weitem nicht so viel Abwechslung wie bei Mario, Earthworm Jim & Co.

Trotz grafischer Themen wie Wald-, Eis- oder Technikwelt ähnelt sich der Aufbau der Levels stark. Der Bosskampf gegen die Hexe wird sogar in sämtlichen sechs Welten recycelt. Auch die Neuerungen wurden nur halbherzig umgesetzt: Die grinsenden Kopffüßer und Bienen sehen auch im neuen Design knuffig aus, im Vergleich zu Rayman Origins erinnern sie aber eher an ein schlichtes Flash-Spiel. Schade auch, dass sich die pixelige Original-Grafik nicht freischalten lässt. Außerdem klingen die neuen Musik-Stücke deutlich fader. Zum Glück sind auch die Originale von Allister Brimble enthalten, allerdings nur in den alten Levels.

Massenhaft Erkundungsreize


Ganz so schnell wie Sonic ist Superfrog nicht - mit einem Extra düst er Abhänge trotzdem erfreulich flott hinunter.
Ganz so schnell wie Sonic ist Superfrog nicht - mit einem Boost-Extra düst er Abhänge trotzdem erfreulich flott hinunter.
Trotz aller Mankos hatte ich erstaunlich viel Spaß an der Neuauflage. In einem Punkt kommt dem Spiel sein althergebrachtes Design nämlich zu Gute: Ähnlich wie in Turrican sind die Levels herrlich verzweigt aufgebaut. In jedem Abschnitt warten dutzende geschickt versteckter Geheimgänge. Es lohnt sich, auch den letzten Winkel zu untersuchen und sich an gefährlichen Kanonen vorbei zu mogeln. Dahinter warten oft versteckte Grotten, welche sich mit einem befriedigenden Rumpeln öffnen und Unmengen glitzernder Schätze freigeben. Auch das praktische Cape liegt oft in geheimen Winkeln – mit ihm schwebe ich einfach über tödliche Stacheln hinweg. Die neuen Levels wurden sogar mit noch mehr Geheimnissen vollgestopft, außerdem sind die Sprungpassagen eine ganze Ecke besser ausbalanciert als früher.

Wer nach dem Spielen selbst kreativ werden möchte, kann sich an den simpel gestrickten Level-Editor wagen, der sich aber weitaus weniger intuitiv bedienen lässt als in LittleBigPlanet 2. Außerdem dürfen erstellte Levels nicht einmal online getauscht werden. Ein tolles Feature ist dagegen die Verbindung der beiden Versionen: Wer sich das Spiel auf PS3 kauft, bekommt die inhaltlich identische Vita-Version gratis dazu. Dank „Cross-Save“ lässt sich auch der Spielstand synchronisieren. Einfach den PS3-Spielstand hochladen, die Vita-Version synchronisieren und schon geht es unterwegs weiter. An weltweite Bestenlisten haben die Entwickler ebenfalls gedacht; weitere Community-Features wie Geister fehlen aber.  

 

Kommentare

  • Ich brauche ehrlich gestanden überhaupt keine Remakes, Fortsetzungen oder ähnliches von solchen Spielen. Da käme im Endeffekt wahrscheinlich nur eine Enttäuschung bei raus (siehe diesen Test). Superfrog hat mich aber auch früher schon nicht begeistern können. Noch ein paar Worte zum Amiga Joker:  [...] Ich brauche ehrlich gestanden überhaupt keine Remakes, Fortsetzungen oder ähnliches von solchen Spielen. Da käme im Endeffekt wahrscheinlich nur eine Enttäuschung bei raus (siehe diesen Test). Superfrog hat mich aber auch früher schon nicht begeistern können. Noch ein paar Worte zum Amiga Joker: Sämtliche Spiele von Software 2000 wurden von denen geradezu lächerlich hoch bewertet, selbst wenn die Spiele erst viel später erschienen. Jonathan anyone? http://www.kultboy.com/index.php?site=t&id=1137 Völlig überzogene 90% für ein bestenfalls mittelmäßiges Adventure, dass man erst ganze zwei Jahre nach dem Test kaufen konnte. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Nicht dass am Ende Software 2000 ein wichtiger Anzeigenkunde vom Jokerverlag war. Aber Gemach, gemessen an den britischen Magazinen aus der Zeit (ich hatte zwei Jahre lang ein Abo der CU Amiga) war der Joker ein Ausbund an Objektivität. Was die Briten damals alles mit Gold - und Silbersternen versehen haben, lässt manche Galaxie vor Neid erblassen.
  • TMC
    Ein Turrican-Remake oder -Reboot sollte sich an T2 orientieren. Das sollte nie kommen. Kann ja nur scheitern. Das wäre eh Ketzerei! Naja, wenn Manfred Trenz die Leitung der Entwicklung übernehmen würde, könnte da schon was draus werden. Wenn er das Action-Fach immer noch so drauf hat wie zu  [...] Ein Turrican-Remake oder -Reboot sollte sich an T2 orientieren. Das sollte nie kommen. Kann ja nur scheitern. Das wäre eh Ketzerei! Naja, wenn Manfred Trenz die Leitung der Entwicklung übernehmen würde, könnte da schon was draus werden. Wenn er das Action-Fach immer noch so drauf hat wie zu Katakis/Turrican-Zeiten wohlgemerkt, immerhin mußte er in den letzten Jahren eher zweifelhafte Geschichten wie Ponyhof- und ähnlichen Kram entwickeln. Factor5 alleine sollte man das aber nicht durchziehen lassen, sonst kommt womöglich sowas wie "Super Turrican 2" damals auf den SNES raus ... Ansonsten, diese Clones wie Gunlord und Hurrican, ... gibt mir gar nichts. Dann noch lieber Jim Power, und das war schon kein Reisser.. Die Rechte besitzt Factor 5 und da kommt wohl nicht mehr viel nach der Pleite. Hast Du Gunlord überhaupt schon mal gezockt ? Ist vom Spielgefühl schon verdammt nah an Turrican dran, und allein der geniale Soundtrack von Rafael Dyll ist schon den Kauf wert. Und die Namensrechte an Turrican liegen afaik wieder bei Manfred Trenz - es bleibt also Hoffnung ...
  • Ja, wenn man die Jump-n-Shoots mitzählt, ist der Amiga weit vorne mit dabei. Turrican 1 + 2 sind natürlich legendär (Teil 3 war mir viel zu leicht, das ließ sich ohne Probleme ersten Anlauf durchgezocken, sogar auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad). Sehe ich auch so, von Teil 3 war ich auch etwas  [...] Ja, wenn man die Jump-n-Shoots mitzählt, ist der Amiga weit vorne mit dabei. Turrican 1 + 2 sind natürlich legendär (Teil 3 war mir viel zu leicht, das ließ sich ohne Probleme ersten Anlauf durchgezocken, sogar auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad). Sehe ich auch so, von Teil 3 war ich auch etwas enttäuscht, auch der andere Grafikstil gefiel mir nie so gut, einzig die Musik von Chris Hülsbeck hat es wieder rausgerissen. Ja, alleine für den Soundtrack hat sich der Kauf trotzdem gelohnt. Leider funktioniert meine Diskette nicht mehr...und die gecrackte Version hat zwei Disks, weil ja die Cracker sich ja unbedingt mit einem intro verewigen mussten. Das hat mich schon beeindruckt: Solch ein grafisch aufwändiges Spiel auf nur einer Diskette mit einem halben Megabyte! Na ja, immerhin bietet Factor 5 den Besitzern des Originals noch das ROM zum Download an, ein feiner Zug: http://www.factor5.de/downloads_backups.shtml Ja, wenn man die Jump-n-Shoots mitzählt, ist der Amiga weit vorne mit dabei. Turrican 1 + 2 sind natürlich legendär (Teil 3 war mir viel zu leicht, das ließ sich ohne Probleme ersten Anlauf durchgezocken, sogar auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad). Recht hast Du, T1 und T2 waren der Hammer auf dem Amiga, Meisterwerke an die Manfred Trenz leider nicht mehr anknüpfen konnte (auch wenn Rendering Ranger ebenfalls nicht schlecht war, dem hat vor allem der besch... Soundtrack geschadet). Und T3 war eh viel zu linear, zu leicht und das Seil war spieltechnisch frustig und eher sinnlos. Ein Turrican-Remake oder -Reboot sollte sich an T2 orientieren. Auf jeden Fall! Dann aber bitte ein Nachfolger und kein Reboot.

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