Burnout Paradise
USK: 12

Test: Burnout Paradise

So testet 4Players
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Autor:
Mathias Oertel

"Burnout in einer offenen Welt ist für mich kein Burnout mehr..." So oder ähnlich haben viele Fans reagiert, als Criterion das Konzept für den neuen Teil der Serie verkündete. Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet und die Skepsis wich einer gesunden Portion Neugier. Kann Burnout Paradise trotz enormer Freiheiten für die Bleifuß-Fraktion das geliebte Geschwindigkeitsgefühl auf den Bildschirm zaubern? Ab zur Testfahrt durch Paradise City...

Rennspiel-Evolution?

Jedes Mal, wenn eine alt gediente Serie einen neuen Weg beschreitet, ist erst einmal Skepsis angesagt - selbst wenn das verantwortliche Team sich nicht ändert. Fragen begleiten den markenbewussten Fan: Schaffen es die Entwickler, all das, was ich mit der Serie verbinde, auch im neuen Konzept unterzubringen? Wieso mussten die überhaupt etwas ändern? Alles hat doch wunderbar funktioniert! Aus Skepsis kann schnell ein Scheuklappendenken werden. Denn da werden ja alte Zöpfe abgeschnitten und neue Haarteile eingepflanzt. Und jedes Mal ist die Gruppe der Neinschreier und Dagegenrufer da, die vehement ihre Meinung zu Gehör bringen, dass doch früher alles sowieso besser gewesen sei. Wenn es danach geht, hätte man eigentlich auf den Bäumen bleiben und die Greiffähigkeit seiner Hände beklatschen sollen. Natürlich ist ein gewisses Maß an Skepsis berechtigt, wenn man die Grundvoraussetzung betrachtet, mit der Criterion den neuesten Teil der Kultserie

Willkommen in Paradise City, eine Stadt voll Adrenalin, Hochgeschwindigkeit und mher Blech auf den Straßen, als einem lieb ist... (PS3)
entwickelt hat: Weg von einem halbwegs vorgegebenen Spielverlauf, hin zu einer offenen Welt, in der es an euch und nur an euch liegt, wie und wann ihr die Aufgaben angeht, die sowohl off- als auch vor allem online auf euch warten...

Burnout-Essenz

Die essenzielle Frage, die alle Fans beschäftigen dürfte, wollen wir auch gleich beantworten: Das Konzept geht auf. Es ist insgesamt zwar noch nicht ganz so rund und perfektioniert wie in Burnout Revenge, doch mit all dem, was Burnout Paradise (BP) bietet, ist der Grundstein für eine gelungene Neuausrichtung der Serie gelegt.
Und das Wichtigste: Das, was die Serie seit ihren Anfängen bei Acclaim über alle Teile hinweg ausgezeichnet hat, ist nach wie vor mehr als deutlich zu spüren: Gnadenlose Geschwindigkeit, haarsträubend realistisch inszenierte Crash-Sequenzen sowie eine Fahrzeug-Kontrolle, die so direkt die Pad-Eingaben auf den Schirm transportiert, dass man nach minimaler Eingewöhnungszeit das Gefühl hat, sein Leben lang nichts anderes gemacht zu haben.

Alt, neu und gnadenlos schnell

Beim "Was" ist es also fast beim Alten geblieben. Das "Wie" jedoch hat sich von Grund auf geändert. Statt vorgegebener Routen und Aufgaben, die nach erfolgreicher Bewältigung neue Missionen freischalten, gebt ihr in BP auf über 400 Kilometer Asphalt Vollgas in einer offenen Welt, die Entdecker-Drang nicht nur fordert, sondern fördert.
Denn insgesamt warten in Paradise City 120 Rennen in verschiedenen Variationen auf euch. Dazu gehören die klassischen "Start-Ziel-Auseinandersetzungen" ebenso wie Road Rage, bei dem ihr eine bestimmte Anzahl an Gegnern per "Takedown" ausschalten müsst. Neu sind die so genannten "Marked Man"-Rennen. Hier seid ihr quasi das Kaninchen und müsst so schnell wie nur irgend möglich zum Ziel kommen, während eine Meute zu allem bereiter CPU-Fahrer darauf aus ist, euren Wagen zu Schrott zu verarbeiten und so eine Zieldurchfahrt zu verhindern.
Ebenfalls neu sind die Stuntrennen, bei denen ihr versuchen müsst, innerhalb eines Zeitlimits eine bestimmte Anzahl an Stuntpunkten zu sammeln, die ihr über Sprünge (je höher, je besser), Slides und Speed-Boosts als Verknüpfungselemente akkumulieren könnt quasi die adrenalingepeitschte Burnout-Variante der Project Gotham´schen Kudos.
Schließlich gibt es noch die so genannte "Burning Route": Diese Herausforderungen sind fahrzeugspezifisch und fordern euch auf, mit Wagen X so schnell wie möglich von A nach B zu kommen und dabei die viel befahrenen Straßen von Paradise City möglichst unfallfrei zu durchqueren.

Lange wird dieser Wagen nicht ohne Kratzer bleiben... Geschwindigkeit und Schadensmodell sind des Namens Burnout mehr als würdig... (360)
An jeder Ampelkreuzung wartet eine dieser je nach Typ farblich markierten Aufgaben, die durch gleichzeitiges Drücken von Gas und Bremse gestartet werden - viel einfacher und ohne großartige Wartezeit kann man Hochgeschwindigkeits-Spaß nicht initiieren. Doch was bis hierhin ein Segen der offenen Welt ist, kann sich bei genauem Hinsehen auch als Fluch entpuppen. Denn stellte man bei den Vorgängern fest, dass man nahezu uneinholbar ins Hintertreffen geraten ist, pausiert man einfach und setzt alles wieder auf Anfang. Nach einer kurzen Neuladezeit konnte man nochmals starten und versuchen, alles besser zu machen.
Diese Möglichkeit hat man in Paradise City nicht mehr: Einmal gestartet, gibt es keine Möglichkeit mehr, das Rennen neuzustarten und gar abzubrechen - es gilt, bis zum bitteren Ende durchzufahren.
Das erfordert eine gewisse Umgewöhnung, wird aber inhaltlich sehr konsequent umgesetzt. Natürlich ist es etwas nervig, wenn man sich bei einer vermeintlichen Abkürzung vertan hat oder die helfende Richtungswechsel-Angabe am oberen Bildschirmrand zu spät gesehen hat, so dass man sich wundert, wieso die Entfernung zum Ziel zu- statt abnimmt und man sich dennoch zum Ziel durchbeißen muss.
Andererseits jedoch wurde die KI auf diese Verhältnisse abgestimmt. Das bedeutet, dass die CPU-Fahrer auch gelegentlich eine falsch scheinende Route nehmen und sowieso durch ihr Gummiband-Verhalten auffallen. Und was bei anderen Rennspielen fast sicher zu einer Abwertung führen würde, stört bei BP als Action-Funraserei überhaupt nicht - man hat immer eine faire Chance, einen Rückstand aufzuholen.

   

Kommentare

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  • Ich habe mich mal näher mit allen Burnout-Teilen befasst, die von der alten Xbox von Teil 1-4 und den neuen Teil Paradise und muss sagen, dass Paradise der schlechteste von allen Teilen ist. Sehr gut in Erinnerung geblieben ist der 2. Teil Point of Impact, das ist meiner Meinung nach der allerbeste  [...] Ich habe mich mal näher mit allen Burnout-Teilen befasst, die von der alten Xbox von Teil 1-4 und den neuen Teil Paradise und muss sagen, dass Paradise der schlechteste von allen Teilen ist. Sehr gut in Erinnerung geblieben ist der 2. Teil Point of Impact, das ist meiner Meinung nach der allerbeste Burnout und die Entwickler hätten besser nach dem 3. Teil aufgehört, der dritte war auch noch sehr gut besonders mit den Takedowns, aber ab 4 mit der doppelten Geschwindigkeit und mehr Hindernissen wurde das schon viel zu schwer das ganze. Paradise ist eigentlich nicht zu schaffen, das einzige was Spaß macht ist Showtime, die Rennen sind noch schneller als schon bei 4 Revenge und man muss ständig beim fahren auf die Karte schauen, das nervt, da man nicht zugleich fahren und schauen kann, wegen der Hindernisse. Mal echt Criterion schafft endlich wieder die Streckenbegrenzug für die Rennen an oder ich sehe schwarz für eure Zukunft, das das Wunderbar klappen kann beweist eindeutig Need for Speed Underground 2. Im Spiel eine freie Welt und im Rennen dann Begrenzungen so muss das sein und nicht anders. Außerdem fehlen Aftertouch, Crash-Modus, Impact-Time und Crash-Breaker und dann 86%??? Vergleicht man alle bisher erschienenen Burnout Teile, dann würde ich so verteilen: Burnout 6 Paradise würde von mir 1 Stern bekommen wegen der Orientierungprobleme aufgrund der freien Stadt, da es bei Rennen keine Streckenbegrenzugen mehr gibt, als einzig nennenswerten Modus kann man den Showtime nennen. An die Autos und Lizenzen komme ich erst gar nicht, da das ganze so Bockschwer ist, das jede Lust auf das Spiel schneller geht als die gekommen war. Hinzu kommt noch der fehlende Multiplayer-Modus, zu zweit macht es einfach viel mehr Spaß durch die Straßen zu Cruisen, stattdessen gibt es den öden Hot-Seat-Party-Modus. Nervig ist es vorallem, dass man keine getrennten Events mehr hat, wo man wählen kann ob man lieber Road Rage, oder Crash oder doch ein Rennen machen wollte, so ist die Hotspot-Absuche nach den geeigneten Events nur sehr mühsam, denn ein richtiges Hauptmenü fehlt leider gänzlich, da hätte ich lieber noch ein paar Monate gewartet und ein besseres Spiel in den Händen gehabt, so bleibt ein sehr fader Beigeschmack, ehe ich wieder zu einen Burnout greife, muss Criterion sich an den Anfang der Serie orientioeren, als es noch Spaß gemacht hat und noch mahcbar war, heute gilt ja leider schwer ist noch nicht schwer genug. Burnout 5 Dominator würde 4 Sterne bekommen, der Teil macht wenigstens richtigen Spaß und hätte deutlich mehr Prozente von euch verdient, um ehrlich zu sein würde ich die Wertungen von Paradise und Dominator tauschen, da dieser einfach das bessere Spiel darstellt. Maniac, Driften, Road Rage, Crash fehlt leider, aber das tut er ja auch in Paradise, die vorhandenen teilweise neuen Modis machen sehr viel Spaß und sieh mal es hat ja ein Hauptmenü oh toll. Burnout 4 Revenge würde von mir aufgrund des sehr unfairen Schwierigkeitsgrades 2 Sterne ergattern, die alte Xbox-Version würde 3 Sterne bekommen, da es technisch besser ist und mehr Spaß macht als das 360 Pendant. Bei Rennen ist es einfach viel zu schnell und unübersichtlich und Road Rage in 40 sekunden und 18 Fahrzeuge dann Bronze??? Wie soll das denn bitte gehen??? Burnout 3 Takedown war richtig Cool, weil es noch nicht zu schnell war (die richtige Mischung machts nämlich) und Takedowns (Road Rage) eingeführt wurden und bekommt von mir 4 Sterne. Es hatte auch einen richtig coolen DJ Crash FM, besser als die nervige Atomica, die immer alles besser weiß, wenn man die Events verloren hat, soll die doch mal son Rennen fahren:-0. Burnout 2 Point of Impact ist meiner Meinung nach der allerbeste und kultigste Teil von Burnout, daher vergebe ich 5 Sterne. Es bietet die besten Elemente des Erstlings und neue Elemente. Der Crash-Modus ist in diesem Teil der beste und man kann sich am Ende, wenn man die benötigte Punktzahl erreicht hat in einer Liste eintragen, dies wurde ab Teil 3 leider verworfen daher bekommt dieser einen Stern abzug. Burnout 1 ist zwar noch ziemlich altbacken, dennoch ok, es fehlen natürlich die Elemente, die in Teil 2 eingeführt wurden und diesen so erfolgreich gemacht haben (Der Crash-Modus und der Pursuit-Modus fehlen z.B.). Daher gibt es 3 Sterne von mir. Meistens ist das ältere Game einfach besser, wie Tekken Tag Tournament eindrucksvoll beweist. Wobei Tekken 6 keine Schnitte hat.
  • Ich habe gerade ein ziemliches Problem mit dem Spiel: Ich wollte heute mal wieder online Paradise City unsicher machen, aber immer, wenn ich einem Spiel beitreten will, kommt die Anzeige "$ONLINE_ALREADY_SIGNED_IN" und ich kann nur offline weiterspielen. Kann mir vielleicht jemand  [...] Ich habe gerade ein ziemliches Problem mit dem Spiel: Ich wollte heute mal wieder online Paradise City unsicher machen, aber immer, wenn ich einem Spiel beitreten will, kommt die Anzeige "$ONLINE_ALREADY_SIGNED_IN" und ich kann nur offline weiterspielen. Kann mir vielleicht jemand sagen, was das Problem ist? Das ist ziemlich ärgerlich...
  • saxxe schrieb:
    BP revenge war um längen besser. das mit der open world is ja alles gut und schön, aber wenn ich mit vollgas ne strasse runterbresche und dann noch auf den kompass oder die karte bzw das sinnlose geblinke vom auto achten soll, das geht ja mal gar nicht :roll: man
     [...]
    saxxe schrieb:
    BP revenge war um längen besser. das mit der open world is ja alles gut und schön, aber wenn ich mit vollgas ne strasse runterbresche und dann noch auf den kompass oder die karte bzw das sinnlose geblinke vom auto achten soll, das geht ja mal gar nicht :roll: man sollte die open world einschränken. selbst zu den rennen fahren oder sinnlos rumcruisen ist ja okay, andererseits wenn ich ein open world rennspiel haben will dann spiele ich midnightclub und nicht burnout. naja, wie auch immer, in den rennen selbst wäre es viel besser wenn die strecke fest vorgegeben wäre so wie bei den vorgängern. und hoffentlich kehren die crash kreuzungen zurück :cry: mfg saxxe
    Das kann ich nur fett unterstreichen. Das Burnout Paradise ist ohne Frage ein geiles Spiel, aber ohne diese Einschränkung viel zu schwer zu meistern, da man ständig abgelenkt ist, weil man immer wieder auf die Karte schauen muss. Eine Open-World bei der freien Fahrt würde schon ausreichen. Bei Rennen sollte man eine Streckenbegrenzung haben, wie bei den Vorgängern, das war viel geiler, danach wieder für die freie Fahrt die Open-World. Ich hoffe, dass da durch ein Update Abhilfe geschaffen wird als Burnout Paradise 2.0. Ansonsten sind alle Updates ihr Geld wert und werten das Spiel deutlich auf. Die Autos, Die Motorräder, die Insel, Tageszeitenwechsel, neue Grafiken, neue Events, eine Neustartfunktion für vergeigte Rennen und und und... .

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