Yakuza 4 - Vorschau, Action, PlayStation 3 - 4Players.de

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Action-Adventure
Entwickler: Sega
Publisher: Sega
Release:
18.03.2011
Spielinfo Bilder Videos
Wer ein Paradebeispiel für unterschiedliche Geschmäcker sucht, wird bei der japanischen Mafia fündig. Denn während sich in seinem Heimatland nur Final Fantasy XIII besser verkauft hat als Yakuza 3, konnte die Serie in westlichen Breiten kaum Fuß fassen. Eigentlich unverständlich, denn im schlimmsten Fall ist Yakuza ein fernöstliches GTA mit noch mehr Abwechslung und erstklassigen Filmszenen. Im besten Fall ist es gar ein modernes Shenmue. Wir haben inzwischen nicht nur die in Japan bereits erhältliche Version gespielt, sondern auch einen ersten Blick auf die lokalisierte Fassung geworfen.

Viermal Yakuza

Das ist mal wieder typisch: Ich bin schon etliche Stunden in Kamurocho, einer verblüffend lebensechten Nachbildung des realen Vergnügungsviertels Kabukicho, unterwegs und habe noch immer das Gefühl, ganz am Anfang zu stehen. In Segas (Unter)welt gibt es einmal mehr so viel zu tun, dass man kaum der Handlung folgen will. Natürlich könnte ich einfach der Markierung folgen und damit einen straffen roten Faden abklappern - der ist auf dem Papier immerhin bedeutend interessanter als zuvor.

Video. Noch einmal kehrt Kiryu Kazuma nach Kamurocho zurück. Doch diesmal muss er die Schwierigkeiten nicht im Alleingang lösen.
Schließlich spielt im vierten offiziellen Teil nicht Kiryu Kazuma, sondern spielen gleich vier Protagonisten die Hauptrolle. Einer davon ist der bewährte Haudegen, bei den anderen handelt es sich um gänzlich neue Gesichter. Deren Geschichten kommen dabei erst im letzten Akt zu einem gemeinsamen Abschluss - bis es so weit ist, erlebt man Stück für Stück, was die Figuren zusammenbringt.

Den Anfang macht Shun Akiyama. Erinnert sich jemand an die Explosion im Millenium Tower gegen Ende des ersten Yakuza? Akiyama war damals obdachlos. Als die Explosion aber zehn Milliarden Yen auf die Straßen Tokios regnen ließ, hatte er plötzlich genug Startkapital: Shun verleiht seither Geld, um den Einwohnern »seines« Kamurocho auszuhelfen. Das Stadtviertel steht einmal mehr nicht nur als Fassade, sondern auch als erzählerische Basis im Vordergrund - das gilt zumindest für die Geschichte um Akiyama. Welche Geschichten der aus dem Gefängnis ausgebrochene Taiga Saejima, der ehemalige Polizist Masayoshi Tanimura sowie Kazuma erleben, bleibt hingegen verborgen. Sega rollt die roten Faden nämlich nicht parallel, sondern  nacheinander auf.

Eins zeichnet sich schon jetzt ab: Harmonischer wäre die Erzählung, wenn die Perspektive zwischen den Figuren hin und her schalten würde. Bisher scheint es, als bestünde Yakuza 4 aus vier zum großen Teil unabhängigen Puzzlestücken. Ich würde lieber erst alle Versatzstücke kennenlernen, um mich dann in aller Ruhe im Spiel zu verlieren. Wie gewohnt wird die Handlung dafür in hervorragenden Filmszenen eingefangen, die noch einmal ein wichtiges Stück weiter gehen als im Vorgänger.
Während die großen Yakuza-Episoden auch in westlichen Breiten erscheinen, gibt es für die Ableger Kenzan! und Black Panther bislang keinen Termin. Wir haben uns das PSP-Spiel Black Panther deshalb ausführlich angesehen - unsere Vorschau unter diesem Link.
Die Mimik und Gestik der Charaktere wirkt etwa lebendiger und die Musik baut je nach Situation mehr Spannung auf oder unterstreicht emotionale Momente wirkungsvoller. Nur die erstklassige, aber recht starre Kameraarbeit begnügt sich noch immer mit recht angegrauten Stilmitteln.

Eine ganz neue Dimension?

Und auch technisch hat sich wenig getan. So sieht das neonfarbene Reklame-Meer Kamurocho weiterhin klasse aus und leuchtet diesmal sogar in der Dämmerung oder in den verschwommenen Pfützen kalter Regengüsse. Einen wichtigen Fortschritt haben nur die Gesichter gemacht: Die erzeugen endlich die glaubhafte Illusion menschlicher Haut, anstatt an Madame Tussauds Schöpfungen zu erinnern. Mir gefällt zudem, dass es endlich mehr als zwei Laufgeschwindigkeiten gibt und ich das Rennen durch Drücken einer Schultertaste unterbinden kann. Es fühlt sich nämlich nach wie vor richtig gut an, das Vergnügungsviertel in aller Ruhe zu erkunden!

Nicht zuletzt verpasst Sega dem Stadtteil eine ganz neue Dimension - zwei sogar, um genau zu sein. Denn in Yakuza 4 darf man erstmals durch die Tiefgarage sowie die unterirdischen Tunnel streifen, in denen es u.a. kleine Läden gibt. Und man darf sich über die Dächer bewegen, auf denen es naturgemäß weniger geschäftig zugeht. Amüsantes Detail: Irgendwo da oben wirbt eine Anzeige für den fünften Jahrestag eines nicht näher beschriebenen »Vanquish«...

Die technische Brillanz eines Assassin's Creed  erreicht Sega dabei nie, denn die Ortswechsel werden durch Ladezeiten verbunden und nur selten gibt das Spiel den Blick auf die ferne Straße frei. Zudem werden diesmal keine echten neuen Schauplätze eingeführt.
Neben Kiryu kämpft auch der flinke Akiyama gegen Yakuza und andere Gangster.
Schade: Mir hatten die Abstecher nach Osaka im zweiten und in das ruhige Okinawa im dritten Teil besser gefallen als dieses Mehr derselben Grautöne in Kamurocho.

Wer schlägt mich in Boxcelios 2?

Und dieses Mehr scheint symptomatisch für das vierte Yakuza. Denn wo Nummer zwei eine spürbare Erweiterung aller Elemente des Erstlings war und Nummer drei vor allem von dem Generationswechsel auf die PS3 profitierte, hat sich spielerisch diesmal recht wenig getan. Sega setzt nur die Feile an, wenn es endlich Online-Ranglisten für die Minispiele gibt - hervorragend! Man bessert außerdem nach, wenn die Menüführung in der Karaoke-Bar verbessert wurde. Die Entwickler erweitern nicht zuletzt die Verfolgungsjagden zu Fuß, weil man jetzt im Lauf Gegenstände auflesen und nach dem Verfolgten werfen darf. Dass die vier Charaktere unterschiedliche Angriffe beherrschen, ist außerdem eine zu erwartende Vergrößerung des Umfangs.

             

Kommentare

Pyoro-2 schrieb am
AbsoluteChris hat geschrieben:Bei Yakuza 3 gab es eine Stelle, wo der Hauptdarsteller Kazuma Kiryu wegen "Verlust" eines Kollegen (versuche Spoiler zu vermeiden) ein Szenario durchgespielt hat, wo selbst ich schlucken musste. Es kam absolut authentisch rüber!

...wobei imo Y2 storytechnisch 'ne Klasse besser ist, durchgehend.
Mal sehen, wie Y4 sich schlägt, ich bin doch etwas skeptisch was die wechselnden Hauptcharaktere angeht. Ich mag Kiryu, was will ich mit den anderen? ;)
Übrigens sollte man sich unbedingt die Y4 trailer ansehen. Sind einfach absolut witzig :lol:
Und im US PSN gibt's 'ne demo ^^
crewmate schrieb am
Im Grunde ist es Shenmue 6.
Das Gameplay gleicht sich fast 1:1,
das Kampfsystem ist weniger Virtua Fighter,
aber sonst absolut Shenmue6
AbsoluteChris schrieb am
@Thjan: kann man nícht vergleichen. Auch RDR hat seinen eigenen Flair. Das sind eigene Storys, eigene Charaktere, etc.
Bei Yakuza 3 gab es eine Stelle, wo der Hauptdarsteller Kazuma Kiryu wegen "Verlust" eines Kollegen (versuche Spoiler zu vermeiden) ein Szenario durchgespielt hat, wo selbst ich schlucken musste. Es kam absolut authentisch rüber! Es ist halt die Frage, ob man sich von der Story "fesseln" lassen will und ob man dafür "einbußen" in Kauf nimmt (Wobei ich das bei der Yakuza Reihe nicht sagen würde).
Z.b. finde ich FF13 die Story sehr gut, da kann ich getrost auf das langweilige Gameplay verzichten, während ich bei RDR das Gameplay grandios finde und die Story zwar gut durchs Spiel führt, aber nicht primär ausschlaggebend ist.
Thjan schrieb am
Klingt toll, quasi die Atmosphäre von Mafia 2 nochmal ne Ecke durchdachter?
crewmate schrieb am
Wenn die Welt in GTA ein Long Island Icetea ist, dann ist Yakuza ein Pinnchen Tequilla.
Die Welt ist um einiges Kleiner, dafür ist sogut wie jedes Geschäft betretbar, in jedem Restaurant kann gegessen werden und es passiert viel Nebenbei. Plötzlich sucht da eine Frau ihre Tochter, ein Ehepaar ein bestimmtes Objekt aus einem der Läden und jemand will von einer Brücke springen wegen seiner Schulden.
schrieb am

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