Dishonored: Die Maske des Zorns
USK: 18
Action (Stealth-Action)

E3-Eindruck: Dishonored: Die Maske des Zorns

So testet 4Players
Seite:  1  |  2 

Autor:
Benjamin Schmädig

Corvo Attano schleicht durch Dunwall - eine mittelalterliche Fiktion, in der mechanische, von Wal-Öl angetriebene Maschinen für technologischen Fortschritt stehen. Die wie mit Ölfarben gezeichnete Stadt sieht  fantastisch aus, aber das wussten wir schon. Was wir nicht wussten: Wie spielt sich die Mischung aus Stealth- und Taktik-Action?
Der Mann-Dieb

Als Attano soll ich einen Wissenschaftler namens Sokolov kidnappen und ich weiß, wo sich sein Appartement befindet. Doch wie komme ich dorthin und an den Wachen vorbei? Immerhin besitzt Corvo außergewöhnliche Fähigkeiten, u.a. kann
Video: Eine mit Öl gemalte Steampunk-Fantasy: Was steckt spielerisch drin?.
er sich buchstäblich in jedes beliebige Lebewesen hineinversetzen, um z.B. als Fisch durch ein enges Rohr zu schwimmen.

Ich schaue mich zunächst um - und verwandele mich in eine Ratte, um in einen verschlossenen Raum zu gelangen. Ich finde ein wenig Geld und ziehe weiter. Geld und wertvolle Gegenstände lässt Attano ähnlich wie Garrett mitgehen, um zwischen seinen Aufträgen als Dieb oder Attentäter seine Ausrüstung zu verbessern. Er trägt z.B. eine Armbrust mit verschiedener Munition, eine Pistole sowie Granaten mit sich.

Magie im Überfluss?

Fähigkeiten und Waffen kann ich jederzeit über ein Kreismenü wählen oder auf die vier Richtungen des Digikreuzes legen. Aktiviert wird die gewählte Aktion dann über die linke Schultertaste. Mit der rechten nutzt Corvo sein Messer, mit dem darüber liegenden Bumper wehrt er Angriffe ab. Eine Fähigkeit, über der ein großes Fragezeichen hin, ist das Teleportieren. Wie weit und wie oft kann ich mich blitzschnell an einen anderen Fleck bewegen? Und obwohl Corvos Fähigkeiten in der E3-Demo weiter entwickelt sind, als sie es zu diesem Zeitpunkt im fertigen Spiel wären, muss ich ganz schön aufpassen: Der Einsatz aller magischen Fähigkeiten - dazu zählt auch ein Windstoß, das Anhalten der Zeit, das Herbeirufen eines Rattenschwarms, das Besetzen eines anderen Körpers oder der Blick durch Wände -
Welchen Weg Corvo einschlägt, bleibt ihm selbst überlassen.
Welchen Weg Corvo in den großen Arealen einschlägt, bleibt ihm überlassen.
ist durch eine Energieleiste begrenzt und Nachschub ist knapp! Emsige Entdecker finden zum Glück Ampullen mit der magischen Ressource. Die Missionen folgen übrigens einer geradlinigen, vorgegebenen Reihenfolge. Allerdings wird Corvo auf dem Weg zum Ziel offenbar immer wieder um Hilfe gebeten, was aufmerksame Spieler zu Abstechern in die weitläufigen Kulissen führt.

Die Qual der Wahl

Wer sich fleißig umschaut, entdeckt außerdem Bücher oder Notizen, die nicht nur Hinweise enthalten, sondern ähnlich wie in Deus Ex auch die Geschichte Dunwalls erzählen. Und er findet zahlreiche Möglichkeiten, seine Umwelt zu beeinflussen.Gleich zu Beginn werden etwa zwei Gefangene hinter einem unsichtbaren Energiefeld festgehalten, Wachen patrouillieren vor der notdürftigen Zelle. Schon hier kann ich die Soldaten erschießen, mit der Klinge in den Nahkampf gehen oder mich von oben für einen Takedown auf sie stürzen. Ich könnte auch einen Rattenschwarm rufen, denn die Langschwänze gehen aggressiv auf Menschen los. Genauso gut könnte ich über die Dächer schleichen und die Energiezufuhr der Zelle, einen Tank voller Wal-Öl, entfernen. Falls mir danach ist, schmeiße ich den explosiven Tank dann noch in Richtung Feind.

Interessanterweise dauerten meine Kämpfe meist nicht lang: Die meisten Gegner fallen nach einem Messerstich schon um und laufen leider so stur dorthin, wo sie mich zuletzt gesehen haben, dass in engen Passagen gemütlich einen nach dem anderen ausschalten - entweder töten oder betäuben - konnte. Auf zwei Schwierigkeitsstufen über Normal sollen die Feinde immerhin mehr Treffer einstecken. Trotzdem bleibt auch nach der E3-Demo die Frage, ob der Weg der gnadenlosen Gewalt nicht zu einfach ist.

Kommentare

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  • Hypno schrieb:
    Oldholo schrieb:
    Dishonored sieht für mich wirklich einfach wie eine unglaublich komplexe Skyrim-Mod aus. Nicht, dass das unbedingt schlecht wäre, aber wenn ich das Spiel das erste Mal starte, werd' ich wohl erstmal gucken, ob die alten
     [...]
    Hypno schrieb:
    Oldholo schrieb:
    Dishonored sieht für mich wirklich einfach wie eine unglaublich komplexe Skyrim-Mod aus. Nicht, dass das unbedingt schlecht wäre, aber wenn ich das Spiel das erste Mal starte, werd' ich wohl erstmal gucken, ob die alten Morrowind-Konsolenbefehle wohl auch hier wieder klappen. Ansonsten scheint mir das Spiel interessant zu sein, aber nicht unbedingt spektakulär. Das verhält sich dann so wie New Vegas zu Fallout 3.
    Der Titel von Obsidian hat den von Betheda in allen Belangen geschlagen, außer in der Endzeitstimmung, was aber an der Örtlichkeit lag. Fallout 3 war ein Dungeoncrawler ohne Story, der das Fallout-Franchise zwar wiederbelebt hat, aber in so einer Weise, dass man nur noch weinen kann...
    Sehe ich genauso , NewVegas ist ein unglaublich gutes Spiel und auch deutlich besser als das ohnehin schon gute Fallout 3. Obsidians Story war der Hammer , die ganzen Verknüpfungen und allein das jeder Charakter im Spiel mit der Story zusammenhängt ist genial . Von Dishonored hab ich viel erwartet , Arkane war schon immer klasse und DarkMessiah ist sicherlich eines der besten Spiele allerzeiten aber im Moment bin ich ein wenig verunsichert , Kampfszenen mit Schwert schauen aus wie in Skyrim und auch das UI ist übel Irgendwie packt es mich auch nicht ganz so und ich hab viel mehr erwartet , mal gucken was noch so kommt vielleicht ändert sich das noch aber im Moment bin ich arg enttäuscht . Hoffentlich hat Bethesda nicht den letzten großen bzw. kleinen Entwickler, auf den man sich verlassen konnte ,zerstört !
  • superboss schrieb:
    die Vorschau macht ja richtig heiss aufs Spiel.
    War ich schon vor dieser Vorschau.^^ Und verdammt nochmal, es erinnert mich immer an Half Life 2, was das Setting, die Farbgebung etc. angeht.  [...]
    superboss schrieb:
    die Vorschau macht ja richtig heiss aufs Spiel.
    War ich schon vor dieser Vorschau.^^ Und verdammt nochmal, es erinnert mich immer an Half Life 2, was das Setting, die Farbgebung etc. angeht.
  • Hypno schrieb:
    das erste mal "hallo"
    Hallo! Hypno schrieb:
    Wobei sowieso New Vegas = Fallout 3 ist, da das Spiel von Bethesda nur
     [...]
    Hypno schrieb:
    das erste mal "hallo"
    Hallo! Hypno schrieb:
    Wobei sowieso New Vegas = Fallout 3 ist, da das Spiel von Bethesda nur "Oblivion with Guns" war.
    ..und Dishonored sieht wie "Skyrim with Guns (and Robots!)" aus. Anderes Setting, andere Skills, aber ansonsten identische Grafik(qualität) und offensichtlich auch ein fast identisches Gameplay. In den Szenen, in denen der Charakter in der First-Person mit gezücktem Dolch rumrennt, sieht es doch wirklich genau so aus. Hypno schrieb:
    Der Titel von Obsidian hat den von Betheda in allen Belangen geschlagen
    Wie gesagt: Es muss ja nichts Schlechtes sein, diese Ähnlichkeit. Aber sie ist eben auffällig, daher erwarte ich da rein spielerisch einfach keinen großen Aha-Effekt. Überhaupt hat mir der Spoiler keine besonderes Emotionen abverlangt. Aber irgendwas muss ja dran sein - in besagtem Skyrim hab' ich jedenfalls mittlerweile die 300-Stunden-Marke geknackt, in den älteren Bethesda-Spielen oft noch viel mehr.