The Last Guardian - Test, Action, PlayStation 4 - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


The Last Guardian (Action) von Sony
Mein Freund die Bestie
Mit ICO und Shadow of the Colossus hat Fumito Ueda kreative Spuren hinterlassen, die bis heute prägen. Seine Spiele unterscheiden sich nicht nur aufgrund ihres reduzierten Designs, sondern zeigen auch eine künstlerische Ausdruckskraft, die eindringliche Abenteuer in monumentalen Fantasywelten entstehen lässt. Man fühlt sich wie ein Teil einer uralten Sage. Nach einem Jahrzehnt des Wartens stellt sich die Frage, ob The Last Guardian diese faszinierende Tradition fortführen kann.

Gefangen im Kolosseum

Wie soll ich bloß aus diesem steinernen Kolosseum entkommen? Ich bin umgeben von steilen Felswänden. Aus ein paar hundert Metern dringen Lichtstrahlen durch ein Gitter von der Decke auf den Boden, bilden ein schachbrettartiges Muster im Staub. Aber ich erkenne keine Leiter, keinen Aufgang. Ich schaue mich in der Stille um. Alle Wächter sind tot, ihre Rüstungen liegen verstreut am Boden. Wie Golems erwachten sie plötzlich in ihren Nischen mit einem Glimmen in den Augen und verfolgten mich. Ob ich vielleicht wieder einen ihrer Helme einsetzen muss? Oder habe ich einen Hebel übersehen?

sdfds
Es war schon längst abgeschrieben, wartende Fans wurden nur noch müde belächelt, aber am 7. Dezember ist es so weit: The Last Guardian erscheint exklusiv auf der PlayStation 4.
Immerhin bin ich nicht allein, sonst hätten ich keine Chance in diesen uralten, für Riesen in den Fels geschlagenen Fluren und Hallen. Diesmal ist man nicht wie in Shadow of the Colossus der zu allem entschlossene Held mit dem Schwert, der ein Ungetüm nach dem anderen fällt. Oder der tapfere Beschützer eines Mädches wie in ICO. Diesmal ist man einfach nur ein unbewaffneter Junge, der eine Bestie und darin einen Freund findet, wie ihn die Spielewelt nie zuvor gesehen hat.

An einer Mauer schnüffelt Trico. Er sieht aus wie ein Fabelwesen aus einem mittelalterlichen Bestiarium. Er erinnert an Hyäne, Katze und Vogel, hat zwei gestutzte Flügel auf dem Rücken und trägt ein Federkleid. Mein Streicheln hat ihn nach dem Kampf wieder beruhigt. Er scheint diese Steinwächter regelrecht zu hassen, zerfetzt sie voller Wut, ist danach immer so aufgewühlt, dass ich kaum an ihn herankomme. Er
sdf
Ein Jahrzehnt nachdem Shadow of the Colossus auf der PlayStation 2 weltweit begeisterte und auch unser Spiel des Jahres wurde, wird die Handschrift von Fumito Ueda nochmal sichtbar. Schon in ICO wurde seine spezielle Art von Spieldesign deutlich (mehr dazu in diesem Special), das sich auf das Wesentliche beschränkt und in erster Linie das Visuelle erzählen lässt - daran knüpft er an.
ist Raubtier und Gefährte zugleich - selbst ich bin nicht vollkommen sicher. Irgendetwas in dieser Welt mit ihren seltsamen Symbolen und an Myst erinnerenden Apparaten kann ihn in eine Bestie verwandeln. Und vor allem vor diesen Buntglasaugen hat er so eine Angst, dass er sich fauchend zurückzieht.

Der Junge und das Monster

Wir sind eine ungleiche Schicksalsgemeinschaft, die ihre Fähigkeiten vereinen muss, um aus diesem Tal mit seinen labyrinthisch verwobenen Ruinen, Türmen und Burgen zu fliehen. Schon als ich Trico das erste Mal traf, war er furchterregend. Ich bin als kleiner Junge in einer Höhle erwacht, zunächst ohne Erinnerungen. Wie kam ich hierher? Warum war mein Körper voller Tätowierungen? Ich tapste auf Zehenspitzen umher, suchte nach Ausgängen, wollte nur in mein Dorf zurückkehren. Dann erwachte die von Speeren verwundete Bestie, ihre riesigen Augen fixierten mich und ich war froh, dass sie angekettet war. Dieser Respekt vor der Kreatur wurde umso größer, wenn sie wie ein Löwe brüllte.

sdf
Der Junge erwacht in einer Höhle mit der Bestie.
Eines war klar: Was da wie ein Berg aus Federn und Krallen in der Dunkelheit lauerte, war ein Menschen fressendes Fabelwesen namens Trico. Das erfuhr ich von der Stimme eines männlichen Erzählers, dem zum Mann gereiften Jungen, der sein eigenes Abenteuer rückblickend in einer indianisch klingenden Fantasiesprache mit deutschen Untertiteln kommentiert - so entsteht zwischendurch fast eine Art Lagerfeuerstimmung. Und diese Monologe sind zudem eine sehr elegante Methode, um dezente Hinweise sowie Hintergründe zur Spielwelt einzuflechten. Die Story bleibt bis zum Finale ähnlich mysteriös wie jene in ICO oder Shadow of the Colossus, aber gewinnt u.a. durch filmische Rückblicke klare Konturen, so dass viele Fragen beantwortet werden. Bis zum sehr guten Finale entsteht ein Bild von dieser archaischen Kultur.

Kommentare

Balmung schrieb am
Dann kauf dir ne PSX, hält dich Niemand von ab. :P
Es geht nicht um die Kamera Bewegung selbst, sondern darum das die Kamera in manche Situationen einfach auf schwarz schaltet, z.B. wenn der Charakter in einem engen Raum zwischen Wand und Trico ist. Da hatte ich dann auch mehrere Sekunden einen schwarzen Bildschirm ehe ich wieder ein Bild hatte, das ist nun mal nicht gerade schön. Mit der Kamera Bewegung an sich hab ich auch kein Problem.
Und wie gesagt, die Grafik passt, mich nervt nur das das Spiel auf der PS4 Pro an einem 4K TV in einer höheren Auflösung läuft, aber wenn die PS4 Pro nur an einem 1080p hängt, läuft auch das Spiel nur in 1080p und dann hat das Gras etc. ziemlich starkes Kantenflimmern weil keinerlei Kantenglättung. Würde es auf der PS4 Pro wie andere spiele intern mit einer höherer Auflösung berechnet und dann verkleinert auf 1080p ausgeben, wäre das Bild deutlich ruhiger. Aber hier waren die Entwickler stink faul dem Spieler irgendwelche Optionen zu geben wie es andere Spiele auch tun.
Xuscha schrieb am
Leute was habt ihr eigentlich für Probleme. Das Game hat nun mal eine andere Kamera Sensivität mit leichter Verzögerung. The Last Guardian ist aber auch kein Egoshooter wo ich schnell um eine Ecke rennen muss. Das Spiel ist darauf ausgelegt ruhig und mit Zeit zu spielen. War damals bei Shadow of the Colossus nicht anders, da war die Steuerung halt auch anders, als bei GTA 3.
Und was die Grafik angeht, klar ist es kein Horizon: Zero Dawn aber dennoch kann sich die Grafik sehen lassen. Wenn wir schon nur noch über Grafik reden, dann guckt euch mal Zelda: Breath of the Wild genau an. Diese Grafik ist nicht mehr Zeitgemäß. Und kommt jetzt nicht mit Open World (siehe Horizon, GTA V, Skyrim, Fallout etc.) Dafür punktet Zelda halt in anderen Dingen.
Zu meinem Teil kann ich nur sagen, dass sich The Last Guardian mit ein bisschen eingewöhnungszeit was die Steuerung angeht (10 minuten) sehr gut spielen lässt und ein grandioses Spiel ala Shadow of the Colossus ist.
Langsam gehen mir diese Grafiknörgler so auf den Nerv, dass ich mir wieder eine PSX wünsche :evil:
Balmung schrieb am
Da wird sich wohl tatsächlich nichts mehr tun. Aber ich fand es jetzt nicht so schlimm, aber gut, ich hab da ein dickeres Fell. ;)
Dennoch wäre es schön gewesen, wenn man an dem Spiel noch nachträglich etwas gefeilt hätte. So macht es den Eindruck das das Spiel primär released wurde weil die Entwicklung zu teuer wurde.
Echt schade, solche kostspieligen Spiele mit neuen Ansätzen bleiben leider zu oft die Ausnahme. Wenn es mal etwas neues in Videospielen gibt, dann sind das nur noch kleinere Details, weil die breite Masse leider kein Bock auf Experimente haben und so eben auch The Last Guardian sich nicht sonderlich gut verkauft hat. Lieber der 1000ste Shooter spielen...
Gibt sicherlich mehr als genug Spielekonzepte, die nie umgesetzt wurden, aber wegen dem lieben Geld geht man lieber auf Nummer sicher. Und alles ist halt auch nicht von Indies umsetzbar. Ein Indie Spiel mit dem Konzept von The Last Guardian hätte niemals funktioniert, dafür ist Tricos KI zu komplex, damit diese sich ohne grobe Fehler durch die Spielwelt bewegt und immer wie ein echtes Lebewesen wirkt, ansonsten würde die Illusion schnell in sich zusammen fallen.
Flojoe schrieb am
Balmung hat geschrieben: ?
17.06.2017 20:31
Spoilerfrei
Tjo, wie ich damals befürchtet habe... keine Minute Gestern gespielt und mich hat es bereits extrem gestört das die Entwickler diese selten dämliche Entscheidung gefällt haben, dass das Spiel auf der Pro unter 1080p auch nur 1080p rendert und nicht eine höhere Auflösung nutzt wie wenn die Pro auch in 4K ausgibt und dem Spieler auch keinerlei Wahl lässt. Resultat: schönes Kantenflimmern vor allem bei Gras was für mich die Grafik und Immersion deutlich mindert. Grmpf, hatte gehofft die hätten noch einen Patch gebracht bis heute, aber scheinbar nicht.
Das andere ärgerliche ist die unruhige Kamera, in manchen Situationen wird es derart heftig, dass ich leichte Motion Sickness verspüre. Zum Glück aber nicht so häufig, dennoch hab ich dann Gestern nach 2 Stunden erst mal genug gehabt.
Klingt jetzt aber nach heftiger Kritik als es gemeint ist, denn das Spiel an sich gefällt mir sehr gut und daher ist es um so ärgerlicher eben diese vermeidbaren Schnitzer, also kein Rundes Spiel, vor sich zu haben.
Aber vor allem Trico ist so gut umgesetzt wie erhofft und schnell wurde mir auch klar was für eine Leistung das von den Entwicklern ist ihn so umzusetzen, denn wenn man etwas Ahnung davon hat wird einem das schnell klar. Ein Wesen das sich derart frei verhält und das in unterschiedlichster Umgebung so zu programmieren, dass es einfach immer passt und es zu keinen auffälligen KI Aussetzern kommt (zumindest bis jetzt), das ist alles nur nicht leicht und erklärt auch wieso es nie auf PS3 kam, wäre auf dieser gar nicht machbar gewesen.
Die Rätsel sind bisher auch recht abwechslungsreich, allerdings waren sie bisher auch nie besonders...
Balmung schrieb am
Spoilerfrei
Tjo, wie ich damals befürchtet habe... keine Minute Gestern gespielt und mich hat es bereits extrem gestört das die Entwickler diese selten dämliche Entscheidung gefällt haben, dass das Spiel auf der Pro unter 1080p auch nur 1080p rendert und nicht eine höhere Auflösung nutzt wie wenn die Pro auch in 4K ausgibt und dem Spieler auch keinerlei Wahl lässt. Resultat: schönes Kantenflimmern vor allem bei Gras was für mich die Grafik und Immersion deutlich mindert. Grmpf, hatte gehofft die hätten noch einen Patch gebracht bis heute, aber scheinbar nicht.
Das andere ärgerliche ist die unruhige Kamera, in manchen Situationen wird es derart heftig, dass ich leichte Motion Sickness verspüre. Zum Glück aber nicht so häufig, dennoch hab ich dann Gestern nach 2 Stunden erst mal genug gehabt.
Klingt jetzt aber nach heftiger Kritik als es gemeint ist, denn das Spiel an sich gefällt mir sehr gut und daher ist es um so ärgerlicher eben diese vermeidbaren Schnitzer, also kein Rundes Spiel, vor sich zu haben.
Aber vor allem Trico ist so gut umgesetzt wie erhofft und schnell wurde mir auch klar was für eine Leistung das von den Entwicklern ist ihn so umzusetzen, denn wenn man etwas Ahnung davon hat wird einem das schnell klar. Ein Wesen das sich derart frei verhält und das in unterschiedlichster Umgebung so zu programmieren, dass es einfach immer passt und es zu keinen auffälligen KI Aussetzern kommt (zumindest bis jetzt), das ist alles nur nicht leicht und erklärt auch wieso es nie auf PS3 kam, wäre auf dieser gar nicht machbar gewesen.
Die Rätsel sind bisher auch recht abwechslungsreich, allerdings waren sie bisher auch nie besonders schwer.
Jetzt bin ich jedenfalls gespannt wie es weiter geht.
Edit: jetzt hab ich doch glatt die Nacht durchgesuchtet und bin durch. Schönes kleines Meisterwerk mit kleinen technischen Schwächen. Und die fehlende Kantenglättung ging mir bis zuletzt auf den Sack. XD
schrieb am

Facebook

Google+