Wolfenstein: The New Order - Test, Shooter, PC, Xbox One, PlayStation 4 - 4Players.de

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Wolfenstein: The New Order (Shooter) von Bethesda Softworks
Nieder mit dem Faschisten-Regime!
Fantasy-Shooter
Entwickler: MachineGames
Release:
20.05.2014
20.05.2014
20.05.2014
20.05.2014
20.05.2014
Spielinfo Bilder Videos

Eine alternative Zeitlinie nach dem Zweiten Weltkrieg? Mögliche Szenarien wurden unter anderem schon in Resistance: Fall of Man und dem grausigen Turning Point: Fall of Liberty durchexerziert. Bei Wolfenstein: The New Order gibt es aber weder Aliens noch Nazis. Naja, zumindest nicht in Deutschland und Österreich, wo statt der Hakenkreuz-Bande ein fiktives Faschisten-Regime sein Unwesen treibt, das sich aber nur hinsichtlich der verwendeten Symbolik von den offensichtlichen Vorbildern unterscheidet. Feiert der Oldschool-Shooter dank MachineGames eine Wiederauferstehung?



Die alte Schule

Hach, was war das früher schön. Ihr wisst schon...damals, als Shooter noch Shooter waren. Als man sich nicht in einer Ecke verkrochen hat und wie durch ein Wunder wieder gesund wurde, sondern jeder Verbandskasten als kostbares Gut geschätzt wurde, mit dem die Gesundheitsleiste auch mal über die 100 Prozent gepuscht werden konnte. Das war die Zeit, in der Granaten und Munition noch kreuz und quer verteilt waren anstatt fein säuberlich sortiert in einer Nachschubkiste auf mich zu warten. Ein Krieg Mensch gegen Maschine, dem noch nicht auf Teufel komm raus ein Onlinemodus aufgezwungen wurde. Mächtige Fantasie-Wummen, die ihr Dasein der Kreativität ihrer Erfinder verdanken und nicht nur einfach nachgebaut werden. Ja, so war das früher. Und es war gut. Mit Wolfenstein: The New Order versuchen Bethesda und MachineGames, diesen Geist vergangener Tage wieder aufleben zu lassen – ein Vorhaben, das in vielen Bereichen gelingt, in anderen dagegen in die Hose geht.

Eine neue Realität


Der amerikanische Soldat B.J. Blazkowicz lässt es auch in der alternativen Zeitleiste ordentlich krachen, in dem das düstere Regime mit seinem Hauptsitz in Berlin den Zweiten Weltkrieg dank einem erschreckenden technologischen Vorsprung für sich entscheiden und selbst die mächtigen USA in die Knie zwingen konnte. Dabei hätte alles

Ballern, was das Zeug hält: Mit Wolfenstein: The New Order versuchen Bethesda und MachineGames, diesen Geist vergangener Tage wieder aufleben zu lassen.
Ballern, was das Zeug hält: Mit Wolfenstein: The New Order versuchen Bethesda und MachineGames, diesen Geist vergangener Tage wieder aufleben zu lassen.
anders kommen können, hätten er und seine Kameraden im Prolog nicht versagt und es geschafft, den deutschen General Totenkopf zu liquidieren. So aber wird man am Ende der Einführung nicht nur dazu gezwungen, ganz im Stil von Spec Ops: The Line eine harte Entscheidung zu treffen, die sich sogar leicht auf den weiteren Spiel- und Geschichtsverlauf auswirkt. Sondern man muss auch mit ansehen, wie Blazkowicz im Wachkoma über zehn Jahre vor sich hin vegetiert, dann aber genau zum richtigen Zeitpunkt erwacht und mit den schockierenden Auswirkungen der neuen Weltordnung konfrontiert wird.

Schleichen oder Ballern?

Akzeptieren will er sie nicht: Also greift er zu Waffen vom einfachen Messer über Maschinen- und Scharfschützengewehre bis hin zur Pumpgun und futuristischen Strahlenwaffen, um der kleinen Widerstandsbewegung neuen Auftrieb zu verleihen. Wer es gerne rabiat mag und über gute Reflexe verfügt, führt die Wummen einfach beidhändig im Akimbo-Style und richtet zusätzlich mit Granaten und Geschützen ein blutiges Massaker an. Verfassungswidrige Symbole mögen in der hiesigen Fassung zwar fehlen, doch wenn die fiesen Schergen in kleine Bröckchen zerlegt werden, sich die Leichen stapeln und blutverspritzte Wände das Ausmaß der Schrot- und Bleikur zeigen, wird schnell klar, dass man hinsichtlich der Gewaltdarstellung die Schere in der Schublade gelassen hat.

 

Kommentare

Ferengi_Quark schrieb am
Damals auf dem C64 war Wolfenstein was Neues. Die Spielmechanik heute ist zwar anders (kein Schleich-Shooter), dafür aber die Story durchaus interessant. Ich muss mir mal Man in the high castle angucken ...
der_geraet schrieb am
Ich spiele es gerade, trotz kleiner Schnitzer einfach herrlich. 68% ist ne Troll-Wertung. Lasst da doch mal Leute ran die auch Bock drauf haben..
Temeter  schrieb am
G34RWH33L hat geschrieben:PS. Ein Kumpel von mir hat sich das Game auch geholt und er hat tatsächlich Probleme mit dem Sound und den Stimmen, ich hingegen hatte das Problem überhaupt nicht.

Ich bin mir auch nicht sicher, was genau an dem Sound nicht stimmen soll. Bei mir (ordentliches 5.1 System) haben z.B. die dualen Sturmgewehre eine Menge Lärm gemacht und die Stimmen waren ok. Die Kritik kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Die Waffen sind im Gegensatz zu Battlefield&Co viel weniger basslastig und die Lautstärke musste ein bischen höher gestellt werden werden, aber klingen tat das ganze ordentlich.
crewmate hat geschrieben:Und trotzdem nimmt sich das Spiel nicht SO ernst, als das man nicht eine Runde Nazis auf dem Mond erschießen kann.

TNO ist einfach eine schöne Erinnerung daran, dass selbst eine absurde Welt in sich stimmig und atmosphärisch sein kann.
The13thMachine schrieb am
Habs mir im Deal für 15 geholt. Habe es nicht bereut. Ein echt sauberer Shooter. Bugs gab es bei mir keinen einzigen. Bin einige male draufgegangen (4. Schwierigkeitsgrad), was aber schön angspornt hat. Story und Welt hat mir gut gefallen und in sich schön stimmig. Das fehlende "Amerika ist Wunderbar" war sehr angenehm. Mein Shooter des Jahres 2014 :-P
PS. Ein Kumpel von mir hat sich das Game auch geholt und er hat tatsächlich Probleme mit dem Sound und den Stimmen, ich hingegen hatte das Problem überhaupt nicht.
von "mir" klare Kaufempfehlung. ;-)
crewmate schrieb am
Und trotzdem nimmt sich das Spiel nicht SO ernst, als das man nicht eine Runde Nazis auf dem Mond erschießen kann.
schrieb am

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