Uncharted 4: A Thief's End - Test, Action, PlayStation 4 - 4Players.de

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Uncharted 4: A Thief's End (Action) von Sony
Eine Brudergeschichte
Action-Adventure
Entwickler: Naughty Dog
Publisher: Sony
Release:
10.05.2016
Spielinfo Bilder Videos

Nachdem Dark Souls jetzt offiziell beendet wurde, schließt sich dieses Jahr für eine weitere prominente Reihe der Kreis: Uncharted 4: A Thief's End ist das letzte Spiel mit Nathan Drake. Der Haudegen konnte einer Lara Croft seit 2007 überzeugend nacheifern und sie über drei Auftritte hinweg nicht nur technisch überflügeln: Seine Abenteuer setzten Maßstäbe hinsichtlich der Inszenierung von Action und Akrobatik. Kann dieser moderne Indiana Jones auch auf PlayStation 4 begeistern? Und gelingt Naughty Dog inhaltlich ein würdiger Abschluss? Mehr dazu im Test.



Butch Drake und Sundance Sam

Der Colt kracht, der Schurke fällt, ab in Deckung! Irgendwo im schottischen Hochland erleben Nathan und Sam Drake gerade ihren eigenen Western. Vor den Überresten einer mittelalterlichen Kathedrale jagen den beiden Brüdern die Projektile und Granaten nur so um die Ohren. Und weil da keine keltischen Hillbillys, sondern südafrikanische Söldner mit reichlich Berufserfahrung aus allen Rohren feuern, muss man Acht geben, dass man nicht flankiert oder umzingelt wird. Also huscht man von Mauer zu Mauer, erklimmt Anhöhen oder rollt elegant aus der Schusslinie.

Auf dem dritten der fünf Schwierigkeitsgrade wird man in diesem Uncharted 4: A Thief's End bereits angenehm gefordert - vor allem, wenn man Zielhilfen & Co abschaltet. Erfahrene Shooterspieler sollten aber unbedingt die vierte Stufe wählen. Keine Bange: Man hat es nicht mit Gegnerwellen zu tun, sondern mit koordinierten Angriffen kleiner Trupps, die sich verschanzen, Stellungen wechseln und von Scharfschützen unterstützt werden. Wer zu lange an einem Punkt verharrt, der verliert sein Leben sehr schnell in dieser verschneiten Idylle. Und warum das alles?

Kleiner und großer Bruder

Sam und Nathan Drake jagen dem Schatz von Henry Avery nach - und sie hinterlassen Spuren.
Sam und Nathan Drake jagen dem Schatz von Henry Avery nach - und sie hinterlassen Spuren von Europa bis Afrika.

Weil die beiden Waisen seit Kindertagen ein verschworenes Paar sind, das Schätzen und Gefahren einfach nicht widerstehen kann - schon im Prolog kann man selbst erleben, wie der kleine Nathan dem großen Sam nacheifert. Es ist rührend, wenn der Junge vor einem gefährlichen Sprung zögert, bevor ihm der Bruder Mut zuspricht; oder wie er mit großen Augen dessen Motorrad bewundert. Dieser stimmungsvolle Einstieg zeigt die ersten Facetten einer Beziehung, die als interessantes Leitmotiv die folgenden Stunden prägt. Und Naughty Dog gelingt das Entscheidende: Man kann sich mit beiden identifizieren, obwohl sie - natürlich - ganz unterschiedliche Charaktere sind, die auch mal heftig aneinander geraten.

Allerdings entwickelt sich trotz dieser lobenswerten erzählerischen Ansätze natürlich kein Familiendrama, sondern weiterhin ein actionreiches Abenteuer. Man kann sich in Konfliktsituationen nicht entscheiden und es gibt die eine oder andere Schwachstelle in der Glaubwürdigkeit. Den Widerspruch zwischen dem hohen Bodycount einerseits und den eigentlich "guten" Halunken, die selbst in gefährlichsten Szenen keine Mörder sein wollen, wird die Story auch in diesem vierten Teil nicht überwinden. Es sei denn, man spielt komplett ohne Kämpfe im Erkundungsmodus. Aber das Drehbuch liefert zumindest genug Einblicke, um nicht nur die Brüder, sondern auch ihre schussgewaltige Schicksalsgemeinschaft zu verstehen. Außerdem krachen die Colts wirklich gut. Und Indiana Jones war ja auch nicht gerade zimperlich...

Auf der Spur legendärer Piraten

In Italien müssen Nathan, Sam und Sully schnell und clever vorgehen, um ein Artefakt aus einer laufenden Auktion zu stibitzen.
In Italien müssen Nathan, Sam und Sully schnell und clever vorgehen, um ein Artefakt aus einer laufenden Auktion zu stibitzen.

Naughty Dog inszeniert weiterhin einen Abenteuerfilm mit viel Krawumm. Aber die Regie ist viel reifer, lässt auch abseits der Dialoge tiefer in die Charaktere blicken und erzählt über Erkundung im Stillen. Es gibt so viele gute Szenen ohne Action. Wenn man mit Nathan und Sam in einem famos inszenierten Rückblick durch ein mehrstöckiges Herrenhaus voller Masken, Vasen, Rüstungen, Münzen, Landkarten und Waffen aller Zeitalter stromert, kann man die kindliche Faszination an Entdeckungen ebenso nachvollziehen wie die brüderliche Beziehung - die beiden haben nur sich, dazu die Erinnerungen an ihre verstorbene Mutter. Es ist schön, dass nicht nur die Biographie und der Charakter des Helden hier ergänzt werden, sondern dass auch seine Familie in diesem Finale greifbarer wird; zumal auch einige offene Fragen zur Herkunft geklärt werden.

Spätestens in Schottland geht es allerdings nicht mehr um einen Einbruch von Jugendlichen, sondern um Leben und Tod: Der hunderte Millionen Dollar schwere Schatz des legendären Piraten Henry Avery lockt eben auch skrupellose Jäger an. Und die verfolgen die Brüder über knapp zwanzig Stunden in einer Tour de Force von Europa bis Madagaskar, inklusive halsbrecherischer Karambolagen und Rallye-Einlagen in Innenstädten. Selbst wenn einige Antagonisten im Laufe des Abenteuers an Präsenz verlieren oder ihr Potenzial nicht ausspielen, fühlt man sich in den ersten Stunden von vielen Fragen und mächtigen Gegnern umzingelt. Wo genau ist der Schatz eigentlich? Nein, man darf ihn nicht frei auf einer Weltkarte voller Orte suchen, sondern wird linear von Schauplatz zu Schauplatz geführt. Nicht nur Söldner sind einem bei der Recherche auf der Spur: Der ältere Bruder Sam saß viele Jahre in Panama im Knast und wird jetzt von einem skrupellosen Bandenchef erpresst, dem er für seinen Ausbruch die Hälfte des nicht mal georteten Schatzes versprechen musste - und das bitte in drei Monaten. Und so trifft die akute Lebensgefahr des einen auf den beschaulichen Alltag des anderen.

Kommentare

johndoe1703458 schrieb am
Hab es nun auch hinter mir und bin gar nicht mal so begeistert.
Das Spiel wirkt in einigen Bereichen irgendwie fast schon rudimentär. Größere Areale sind schön und gut, nur sollten diese auch dementsprechend gefüllt werden, was hier leider überhaupt nicht geschieht. Naughty Dog macht hier keinerlei Anstalten sein veraltetes "Schatz"-System zu überarbeiten und wirft, wie gewohnt ein paar Schätze in diese und jene Ecke und erwartet von dem Spieler sich damit zufrieden zu geben.
Das ist ja wohl mal qualitativ unterstes Niveau... es ist nicht einmal als Hyperbel gemeint. Nein, das ist wirklich qualitativ unterstes Niveau.
Alles andere war in gewohnter Qualität, aber gerade in diesem Punkt muss sich Naughty Dog steigern.
Schöne Szenerien alleine langen mir bei weitem nicht als Grund aus mich in dem Level umzusehen. Der Inhalt ist mindestens mal genauso wichtig.
Gegen Ende habe ich das auch eingesehen, weshalb ich mich einfach stumpf auf den Pfad konzentriert habe, den Naughty Dog mir für die Story vorgibt, was den Spielspaß letztlich auch massiv steigerte. Da hätten sie sich die größeren Level auch sparen können.
ChrisJumper schrieb am
Xuscha es kommt ja auch immer auf die Erwartungshaltung an und auch zum Beispiel ob man zuerst Horizon und dann Uncharted 4 spielt etc.. also in der Zeit zurück sind manche Punkte zwar besser aber das Gesamtpaket, besonders die Grafik sind in der Zukunft immer besser weil die Optimierung der Engines und Entwickler-Werkzeuge ja auch in der Regel voranschreitet.
Mich hat Uncharted 4 umgehauen und das macht es immer noch komplett Losgeöst von den vielen Video-Sequenzen die in der Regel vorberechnet wurden. ND schafft es halt immer so ein tolles Gesamt-Paket zu schnüren.
UC4 ist halt ein Schlauchlevel-Schooter der hin und wieder Pausen mit suchen und größeren Arealen einbindet. Generell hat UC4 aber viele Punkte zu den vorherigen Teilen verbessert was das Spieldesign und vor allem die Animationen betrifft. Wenn jetzt ein LOU2 mit den Qualitäten eines UC4 kommt, wird es erst auffallen wie stark es sich von LOU1 unterscheidet (was ja noch für die PS3 war). HZD ist ja auch zudem noch ein Pro-Titel, der wenn man ihn dort in 4K und mit HDR gespielt hat gleich in Zweifacher Sicht optimiert wurde.
UC4 ist kein Open World Titel, will es auch nicht sein, aber der Multiplayer ist solide, das Single Player ist grandios und sucht immer noch seines gleichen. Toll fand ich halt die ganzen kleinen Animations-Details die einem eben nicht direkt auffallen wenn man nicht direkt drauf achtet.
Wegen Audioprobleme: Bei den Sony-Pseudo-Sourround Kopfhöhrern hatte ich bisher bei keinem Spiel (außer Dishornored 2) Probleme mit der Soundqualität. Für Exclusive Titel wie Uncharted Colletion oder Uncharted 4 gibt es sogar speziell angepasste Sound-Optionen die man sich auf die Höhrmuschel laden kann. Für kleines Geld 100 Euro, ist das ein gutes Pseudo-Raumklnag-Erlebnis.
sourcOr schrieb am
Ich hätt jetzt behauptet dass diese Audioprobleme dann auch eher daran liegen, dass ihr mit Fernsehlautsprechern zockt. Man kann das aber wie ich grad sehe auch recht gut einstellen, von daher kann ich mir net vorstellen, dass das unlösbar ist:
Bild
adventureFAN schrieb am
ChrisJumper hat geschrieben: ?
26.03.2017 19:35
Leaks hat geschrieben: ?
26.03.2017 18:35
In Uncharted verlaufen muss man erstmal hinbekommen. Das ist doch eigentlich unmöglich. Die Begleiter helfen doch für Doofies auch mit.
Ich denke er meint den Level mit dem Boot auf der Insel wo man halt anhand von Sichthinweisen und dann diesen Pfeil-Steinen welche sich erhoben haben und manch mal auch unter Wasser liegen können. Den Weg geweist bekommt.
In dem Level gibt es aber auch noch optionale Geheimnisse, Statuen und Klettereinlagen. Das Areal ist verhältnismäßig groß und verlaufen kann man sich schon mal wenn man einen Pfeil wegen einer Welle oder Sonneneinstrahlung (Kamera!) übersieht.
Gerade wenn man das mit den Pfeilen Anfangs noch nicht verstanden hat.. aber in der Regel läuft man ja auch früher oder Später wieder an dem Pfeil vorbei oder kehrt zurück zu den ersten Rätselpunkten und der Statue.
Ja klar, nimmt den Spieler wieder komplett an die Hand.
Naughty Dog haben mit diesen Abschnitten (Africa auch) sich nur der Kritik der Spieler angenommen, aber da sieht man es ja wieder: Man kann es niemanden recht machen.
Und seine differenzierte Meinung zu der Grafik verschiedener Spiele ist ja mal ein Witz.
Von ihm würde ich mir kein Spiel empfehlen lassen.
VincentValentine schrieb am
Xuscha hat geschrieben: ?
27.03.2017 00:22
Also das zweifelsfrei bestaussehendste Konsolen Spiel bis jetzt ist ja wohl Horizon.
Nö - Uncharted und Horizon sind beide auf einem ähnlichen Nivau und sind technisch die beeindruckendsten Spiele auf der Ps4. (wenn man die grafischen Elemente vergleicht)
Und einen Knick in der Optik hab ich auch nicht, zocke schon seit super mario bros. für den Nes.
Die Tatsache das du behauptest TLOU oder Witcher 3 würden besser aussehen als Uncharted 4, zeigt eigentlich schon das du nicht wirklich weißt wovon du redest und einen Knick in der Optik hast
Ich sagte nur das die Bewertung einfach fehl am platz ist. 91% Platin? Niemals. 85% ja würde ich auch geben. Wie gesagt 91er Wertung kann überhaupt nicht hinkommen.
Weil du das so sagst?- du würdest dem Spiel eine 85 geben, Jörg hat dem Spiel eine 91% geben wie andere Reviewer eben auch (9-10er Bereich)
Vlt solltest du lernen die Meinungen anderer zu akzeptieren.
Einfach deswegen, weil sich naughty dog von der last gen nicht verbessert hat.
Hast du wirklich UC4 gezockt? oder die Teile davor?
schrieb am

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