Rise of the Tomb Raider - Test, Action, PlayStation 4 - 4Players.de

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Rise of the Tomb Raider (Action) von Square Enix / Microsoft
Eine Abenteuer-Legende feiert Geburtstag
Action-Adventure
Release:
13.11.2015
28.01.2016
11.10.2016
13.11.2015
Spielinfo Bilder Videos
Das war eine lange Wartezeit: Fast ein Jahr mussten sich PS4-Besitzer aufgrund eines Exklusivabkommens gedulden, bis sie Lara Croft in Rise of the Tomb Raider ebenfalls auf ihrem neuen Abenteuer begleiten dürfen. Immerhin spendieren Square Enix und Crystal Dynamics als Entschädigung ein paar Extras für die neue Edition, mit der auch das Jubiläum der Reihe gefeiert wird. Hat sich das Warten also gelohnt?

Gelungene Umsetzung

Eine große Überraschung ist es nicht: Die PS4-Umsetzung steht der vormals exklusiven Xbox-Vorlage technisch in nichts nach. Rise of the Tomb Raider überzeugt also auch auf der Sony-Konsole mit einer potenten Engine, die traumhafte Kulissen sowie detaillierte Figuren auf den Bildschirm zaubert. Allerdings belässt man die Darstellung weiter bei 30 Bildern pro Sekunde - diverse Grafikoptionen für Kompromisse zwischen Bildqualität und Performance wird erst der Patch für die PlayStation 4 Pro mit sich bringen. Trotzdem sieht das Spiel schon auf dem Standard-Modell der PS4 fantastisch aus. In einem kleinen Bereich bleibt die One-Version jedoch überlegen: Mit dem Xbox-Controller fühlen sich vor allem die Kletterpartien dank der gelungenen Einbindung der Impulse Trigger einen Tick intensiver an als mit dem DualShock 4. Als kleine Entschädigung darf man optional den Lautsprecher aktvieren, über den vor allem die Soundeffekte bei Schüssen verstärkt werden. Inhaltlich bleibt mit der schönen Mischung aus
Zum 20. Geburtstag von Tomb Raider hat Square Enix ein attraktives Paket geschnürt.
Zum 20. Geburtstag von Tomb Raider hat Square Enix ein attraktives Paket geschnürt.
Baller- und Schleichaction, Kraxeln sowie kleinen Rätseleinlagen alles beim Alten. Das gilt leider auch für den übertriebenen und mitunter nervigen Sammelwahn für die Beschaffung von Crafting-Ressourcen. Mehr dazu in unserem ursprünglichen Test...

Gemeinsames Überleben


Hier soll es viel mehr um die Ergänzungen gehen, mit denen Square Enix das ursprüngliche Spiel zum 20. Geburtstag von Tomb Raider aufwerten möchte. Da wäre zunächst ein neuer Koop-Ansatz, bei dem man sich als Duo zusammen durch die sibirische Wildnis schlagen, wertvolle Artefakte finden und in der bedrohlichen Natur überleben muss. Ich war zunächst skeptisch bei dieser Idee, wurde aber eines Besseren belehrt: Es macht richtig Spaß, sich gegenseitig den Rücken frei zu halten, die Gegend zu erkunden und auf Schatzjagd zu gehen. Dabei hält eine Zeitleiste fest, was man an einem Tag erlebt und erreicht hat – und an welchen Punkt man scheiterte.

Im neuen DLC Blutsbande darf man das Croft-Anwesen erkunden - sogar in VR.
Im neuen DLC Blutsbande darf man das Croft-Anwesen erkunden - sogar in VR.
Gefahren warten genug, denn neben Fallen, den obligatorischen Gegnern wie Trinity-Truppen und wilden Tieren wie Wölfen oder Bären bedrohen auch Kälte und Hunger das Wohlbefinden. Abhilfe schaffen das Verweilen an Lagerfeuern oder anderen Wärmequellen und die Suche nach Nahrung, die man sowohl in Form von vegetarischen Gerichten wie Obst als auch bei der Jagd auf die sibirische Fauna findet. Wer glaubt, einfach den Weg zu den Fundstellen auswendig zu lernen, wird schnell eine böse Überraschung erleben, denn die Karte wird bei jedem neuen Anlauf prozedural generiert. Neben Gegnerpositionen variieren dadurch ebenso die Verstecke von Schätzen sowie anderen Objekten. Will man evakuiert werden, muss man zunächst große Signalfeuer entzünden, die selbstverständlich auch bei den feindlichen Kämpfern nicht unbemerkt bleiben und deshalb meist ein dramatisches Finale einleiten. Wie aus der Kampagne gewohnt, darf man auch hier die gesammelten Ressourcen und Erfahrungspunkte an gefundenen Camps in eine bessere Ausrüstung oder Fähigkeiten investieren. Kurzum: Im Koop macht der Ausdauer-Modus deutlich mehr Spaß als alleine in der sibirischen Wildnis ums Überleben zu kämpfen. 

Das volle DLC-Paket


In einem spielbaren Alptraum legt man sich mit Zombies und anderen fiesen Kreaturen an.
In einem spielbaren Alptraum legt man sich mit Zombies und anderen fiesen Kreaturen an.
Darüber hinaus sind bei der PS4-Edition bereits sämtliche DLC-Erweiterungen enthalten, die sich One-Besitzer noch separat oder in Form des Season Pass zulegen mussten. Dazu zählt „Kalte Finsternis erwacht“ (Überleben gegen immer stärkere Wellen infizierter Gegner) und der Story-DLC Baba Yaga: Der Tempel der Hexe, inklusive aller zusätzlichen Expeditionskarten und Outfits. Des Weiteren darf man sich im neuen Modus „Laras Albtraum“ mit Zombies anlegen und bei der letzten Erweiterung „Blutsbande“ (Blood Ties) nicht nur das Croft-Anwesen ganz in Ruhe erkunden, sondern dank zahlreicher Dokumente, Objekte sowie kleinen Rätseln in Laras Vergangenheit, ihre Familie und das besondere Verhältnis zu ihrem Vater abtauchen. Auf der PS4 darf man alternativ sogar in VR die Erkundung des Anwesens aus der Egoperspektive erleben. Gerade im direkten Vergleich zum TV-Bild fällt dabei zunächst auf, dass man gehörige Abstriche hinsichtlich der Bildqualität in Kauf nehmen muss, darunter ein starkes Kantenflimmern und abgespeckte Details bei der Umgebung. Auch das Tempo beim Gehen wurde in VR massiv gedrosselt, um möglicher Übelkeit entgegen zu wirken – eine Maßnahme, die meist von Erfolg gekrönt ist, auch wenn ich mich nach einiger Zeit ein bisschen unwohl gefühlt habe, weil ich weiter auf die normale Steuerung gesetzt und auf die alternative Beam-Mechanik verzichtet habe, bei der man sich – wie so oft in VR-Titeln – auf Knopfdruck an vorgegebene Stellen teleportieren darf. Faszinierend aber, wie schnell man die grafischen Einbußen ausblendet, wenn man erstmal „drin“ ist in der virtuellen Realität. Daher würde ich beim Blutsbande-DLC das VR-Erlebnis sogar vorziehen. Hinzu kommt, dass Kamera und Steuerung in der klassischen Variante mitunter etwas zickig reagieren.

Kommentare

ChrisJumper schrieb am
Ich habe jetzt übrigens auch das Anwesen gespielt (Bloodlines) und mich geärgert das ich es nicht direkt mit VR-Brille gespielt hatte. Dachte das wäre noch ein "Extrainhalt" den man sonst nicht spielen konnte. Das mit den Zombies muss ich später noch machen. Gefallen hat es mir auch sehr gut, aber ich liebe auch Adventures und hätte solche Elemente viel lieber in allen (anderen!) Spielen.
Die Qualität war auch sehr gut, aber das Anwesen ist bei weitem viel kleiner als in den TR 1 bis 3 oder Jahrzehnt-Edition. Also dem Remake von Teil 1. Wenn ich darüber nachdenke ist es eigentlich schade wie der 20 Jahrestag gefeiert wurde. Im Grunde gefällt mir das Reboot sehr sehr gut! Aber ich hätte lieber eine Art Collectors Edition-Überarbeitung aller Teile 1 bis 3 und qausi eine komplett neu Interpretation, also auch mit neuen Rätsel und Locations im aktuellen TR-Engine-Story-Sammel Layout.
Mir ist wieder bewusst geworden was Tomb Raider alles besser macht als zum Beispiel ein Last of Us. Last of Us ist mittlerweile auch sehr alt und beim ersten mal spielen hat es mir wahnsinnig gut gefallen. Aber beides sind mehr oder weniger Schlauchlevel-Spiele mit wenig offenen Bereichen. Gut LoU ist länger. Aber wenn man sich die Qualität der Spielwelten anschaut, von Tomb Raider und UC4, freue ich mich wenn einfach nur neue Titel in dem Style mit besserer Geschichte oder Motion-Capture Elementen auftauchen. Das Potential ist auf jeden Fall da..
ChrisJumper schrieb am
Miieep hat geschrieben:Oha, du hast nur ne halbe Stunde gebraucht? 8O Ich hab auf dem Schwierigkeitsgrad "Überlebender" ca. 3 Stunden dort verbracht. Hab halt alle Ecken abgesucht und jedes Relikt und Dokument gefunden.

Hmm. Vielleicht auch eine Stunde. Aber ich habe nur Schwierig gespielt und zuerst das Grab, als auch die Objekte links liegen lassen. Es sei denn sie sind mir direkt in die Hände Gefallen.
Spoiler: anzeigen
Zuerst macht man ja eine Mission bei dem Lager im Großen Tal. Wo die Questgeberin aus dem Schrank geholt wird. Dann läuft man zuerst zu der Hexe, bekommt die Droge...

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Miieep schrieb am
ChrisJumper hat geschrieben:Ob ich jetzt aber für den DLC zahlen würde ist eine schwierige Frage. Es waren vielleicht 30 Minuten Gameplay und natürlich auch Schlauch-Level plus ein ganz kleines Grab. Aber die Inszenierung war super, die Idee auch und selbst der Boss-Fight hat mir gut gefallen weil er ein abwechslungsreich war. Uncharted könnte sich davon ein Stück abschneiden. Überhaupt, es ist ja fast etwas wie ein kleiner Bossfight. Das könnte wenn es nach mir geht öfter in den Spielen auftauchen.

Oha, du hast nur ne halbe Stunde gebraucht? 8O Ich hab auf dem Schwierigkeitsgrad "Überlebender" ca. 3 Stunden dort verbracht. Hab halt alle Ecken abgesucht und jedes Relikt und Dokument gefunden.
Leon-x schrieb am
Baba Yaga mit der Hexe ist der extra DLC. Richtig. Aktiviert man nur jetzt im Game. Ist für PS4 Versions Besitzer natürlich nicht gleich zu erkennen da von Anfang an enthalten.
Bisschen Grusel und Überlebensfeeling bekommst ja noch mit den anderen Sachen.
Croft Anwesend ist ja nette Erzählung von Laras Vergangenheit mit einem kleinen Aha-Moment am Ende.
Insgesamt hätte ich mir auch noch den ein oder anderen Story-DLC gewünscht.
ChrisJumper schrieb am
Leon-x hat geschrieben:Hast du die DLCs wie Baba Yaga, Croft Anwesen und Laras Alptraum schon gezockt?
Wäre mal interessant wie sie dir gefallen.

Baba Yaga, ist das mit der Hexe? Ich dachte das gehört zum Spiel weil ich das relativ schnell im Großen Tal aktiviert und gespielt hatte, wie die "Missionen". Zu dem Zeitpunkt wusste ich das nicht, hatte bei der Hexe gleich mal zu wenig Heilkreute, aber die dort auftauchenden Gegner waren ja auch nicht so schwer zu bezwingen.
Alles in allem hatte mir dieser DLC sehr gut gefallen und die anderen beiden muss ich noch probieren. Bisschen enttäuschend fand ich nur das ich dachte es kommen mehr solcher Umfangreicheren Nebenquests und die würden zum regulären Spiel gehören. Denn das hätte mich wirklich umgehaut. Für mich sollte es natürlich erkennbar sein was Mission ist mit Nebenstrang und was Main-Story ist. GTA macht es ja ähnlich mit solchen Aufträgen die man so am Wegesrand findet, allerdings war die Qualität von Baba Yaga größer.
Das Anwesen probiere ich vielleicht heute Abend.
Ob ich jetzt aber für den DLC zahlen würde ist eine schwierige Frage. Es waren vielleicht 30 Minuten Gameplay und natürlich auch Schlauch-Level plus ein ganz kleines Grab. Aber die Inszenierung war super, die Idee auch und selbst der Boss-Fight hat mir gut gefallen weil er ein abwechslungsreich war. Uncharted könnte sich davon ein Stück abschneiden. Überhaupt, es ist ja fast etwas wie ein kleiner Bossfight. Das könnte wenn es nach mir geht öfter in den Spielen auftauchen.
schrieb am

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