Im Wandel der Zeiten: Das Würfelspiel - Bronzezeit - Brettspiel-Test - 4Players.de

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" von Vlaada Chvatil empfohlen. Ganz im Stile von Civilization kann man dort ein Volk mit politischen Führern und kulturellen Entwicklungen durch die Geschichte führen - allerdings braucht man dafür viel Zeit und muss ein komplexes Regelwerk verinnerlichen. Jetzt gibt es eine knackige Alternative für Würfelfreunde."/>

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Würfelspiel
Entwickler: Matt Leacock
Publisher: Pegasus Spiele
Release:
03.08.2008
Spielinfo Bilder Videos
Im November haben wir das große Strategiespiel "Im Wandel der Zeiten " von Vlaada Chvatil empfohlen. Ganz im Stile von Civilization kann man dort ein Volk mit politischen Führern und kulturellen Entwicklungen durch die Geschichte führen - allerdings braucht man dafür viel Zeit und muss ein komplexes Regelwerk verinnerlichen. Jetzt gibt es eine knackige Alternative für Würfelfreunde.

Die Würfelkatastrophe

"Im Wandel der Zeiten: das Würfelspiel - Bronzezeit" ist für knapp 20 Euro bei Pegasus Spiele erschienen. Man kann es solo oder mit bis zu vier Freunden spielen.
Was haben sich die Götter dabei gedacht? So eine Katastrophe! Die Würfel sind gefallen, für jede meiner vier Städte einer - und alle zeigen tatsächlich den schwarzen Totenkopf. Ärger hier, Gekicher auf der anderen Seite des Tisches. Denn das bedeutet leider, dass es eine Invasion gibt und auf meinem Wertungsbogen satte vier Minuspunkte notiert werden. Mist aber auch, denn ich hatte bisher eine lupenreine Weste positiver Errungenschaften und Monumente vorzuweisen.

Selbst Schuld: Ich hätte dieses Schicksal abwehren können, wenn ich die "Große Mauer" gebaut hätte, denn die schützt vor der Invasion. Habe ich aber nicht, weil ich ja unbedingt die lukrativere "Große Pyramide" errichten wollte, die mir am Ende satte zwölf Punkte bringt. Ob sich die Gier am Ende rächt? Schließlich gewinnt die Zivilisation mit dem höchsten Ergebnis. Allerdings sucht man sich hier kein Volk aus, sondern alle Spieler starten mit nichts als drei Städten (bis zu sieben kann man bauen) und würfeln knapp dreißig Minuten um den Fortschritt. man kann sich zwar nicht angreifen, aber in der Variante "Handelsspiel" darf man Waren und Nahrung tauschen.

Kniffel trifft Civilization

Dieses Steckbrett dient als Übersicht für Nahrungsverbrauch (grüne Leiste) und dir fünf Handelswaren. Außerdem ist ein Block mit Wertungsbögen enthalten.
 Also weiter im Spiel, schließlich ist nicht jeder Wurf ein Desaster und solange man keine Totenköpfe wirft, darf man bis zu zweimal frisch würfeln. Sprich: Wenn nur Nahrung angezeigt wird, ich aber lieber Handelsware für den Kauf einer Errungenschaft oder Arbeiter für den Bau einer weiteren Stadt oder eines Gebäudes hätte, kann ich beliebig viele Würfel auf die Hand zurück nehmen und neu ausrollen - so wird der Zufallsfaktor etwas eingeschränkt und ich kann eine Taktik verfolgen. Und genau das will ich jetzt: Mehr Arbeiter, denn mit vieren kann ich schon eine fünfte Stadt gründen!

Die Größe der Zivilisation wird von dieser Anzahl der Städte symbolisiert, denn sie bestimmen gleichzeitig die Würfelzahl. Und wer mehr werfen kann, kann natürlich auch mehr ernten - egal ob Arbeitskraft, Nahrung, Handelsware oder Münzen. Aber Vorsicht: Wer zu schnell wächst, kann es mit dem Hunger zu tun bekommen, denn das Volk muss ernährt werden. Ob ich da nicht besser die Landwirtschaft erforsche? Dann bekomme ich immer ein Nahrungssymbol zusätzlich! Dieser Kreislauf von Ernte und Versorgung wird sehr kompakt auf einem hölzernen Steckbrett visualisiert.

Strategie im Schnelldurchlauf

Die Würfel, die die Welt bedeuten: Nahrung, Arbeiter, Waren, Münzen und der Totenkopf. Zu viele sollte man nicht davon werfen...
Das Prinzip ist ganz einfach: Drei Städte verbrauchen drei Nahrung, alle Defizite werden in Minuspunkten notiert. Außerdem setzt man pro gewürfelter Handelsware einen farbigen Marker von unten nach oben einen Schritt nach vorne. So wird das Anwachsen der Wirtschaft sowie der Wert der Waren deutlich: Ganz unten ist das billige Holz, ganz oben das edle Metall. Und man kann hier nicht alles ewig horten, sondern wird ab sechs gelagerter Waren zum Verkauf gezwungen - was wiederum für ein rasantes Spiel von etwa dreißig Minuten sorgt.

Was kann man alles für Waren erwerben? Bis zu dreizehn Errungenschaften wie "Führungskraft", Religion" oder "Medizin" , die zwischen 10 und 60 Münzen kosten. Diese können sowohl direkte Siegpunkte als auch nützliche Auswirkungen wie den "Schutz vor Dürre" oder " Ein Bonuspunkt pro Stadt" mit sich bringen. Man hat also die Qual der Wahl, in welche Richtung man sich entwickeln möchte. Natürlich ist das kein offenes Strategiespiel für weise Planer, es gibt auch weder Angriffe noch Kooperationen oder Diplomatie, aber ein Hauch von Civilization weht auch hier, wenn bloß die Würfel fallen und der Bleistift Tempel und Obelisken errichtet.

Fazit

 Was passiert, wenn man Kniffel mit Civilization mischt? Genau das: Ein rasanter Würfelspaß mit historischem Flair, inklusive Tempel und Seuchen, Technologien und Invasionen. Diese knackige Variante des komplexen Strategievorbildes komprimiert die wesentlichen Elemente klassischer Aufbauspiele: Man erntet, sammelt, handelt, baut und entwickelt - und alles wird übersichtlich auf dem Steckbrett plus Wertungsbogen markiert. Natürlich ist das Glück hier entscheidender als die weise Planung. Aber in dem kurzen Zeitfenster des Spiels kann man auch taktische Entscheidungen treffen, um am Ende die Punktenase vorn zu haben. Wer kurzweilige Unterhaltung für die ganze Familie sucht, wird hier fündig!


Für alle, die eine Wertung vermissen: Wir werden hier nur unsere Highlights vorstellen. Natürlich gibt es auch in der Brettspielwelt einen bunten Mainstream und billigen Murks, aber wir haben keine Zeit für Verrisse. Das ist zunächst ein Angebot, das wir euch zusätzlich bieten. Deshalb konzentrieren wir uns auf die empfehlenswerten Vertreter und die kreativen Geheimtipps, die man vielleicht nicht in jedem Kaufhaus findet.

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Kommentare

ArcticAge schrieb am
Ist ein echt tolles spiel. Habs schon ab und an mal gespielt!
TDG schrieb am
Jetz auch auf Deutsch? Muss ich meinen Vater sagen, der kann kaum englisch.
Aber selbst wenn er die Engl. Version spielt, ist er einfach zu gut.
Das Spiel is eifnach genial^^
Nazarene schrieb am
ja das hört sich doch nach genau dem an, was ich brauche. Werde gleich mal in die Stadt schauen und hoffen, dass ich das auch erwerben kann. Danke für den Tipp.
schrieb am

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