Galaxy Trucker - Brettspiel-Test, Brettspiel, Spielkultur - 4Players.de

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Galaxy Trucker (Brettspiel) von Heidelberger Spielverlag
Galaxy Trucker
Wenn man als Videospieler an Emotionen oder Spannung denkt, kommen einem sicher Abenteuer der Marke Final Fantasy, Dragon Age oder Heavy Rain in den Sinn - da geht es um das große Drama im Kinostil. Aber was ist mit dem kleinen Drama? Die Erfahrung von Gier, Panik, Glück, Angst, Freude und vor allem Schadenfreude kann viel direkter sein. Und dafür braucht man weder einen HD-Fernseher noch Surroundsound oder Rechenpower. Es reicht auch ein Tisch mit Freunden.

Riskante Reise ins All

Galaxy Trucker erschien zunächst nur in Tschechien, wird aber komplett in deutscher Sprache seit 2008 vom Heidelberger Spielverlag herausgegeben: 2-4 Spieler, ab 10 Jahren, ca. 60 Minuten Spielzeit, knapp 30 Euro.
Galaxy Trucker erschien zunächst nur in Tschechien, wird aber komplett in deutscher Sprache seit 2008 vom Heidelberger Spielverlag herausgegeben: 2-4 Spieler, ab 10 Jahren, ca. 60 Minuten Spielzeit, knapp 30 Euro.
Man stelle sich vor, vier armselige Weltraumpiloten dürfen sich ein Raumschiff bauen, um möglichst weit und profitabel ins All vorzudringen. Sie haben mit einem interstellaren Konsortium einen Vertrag geschlossen, dass sie sich aus einem Wust an billigen Bauteilen bedienen und diese für die Reise mieten können. Alles, was sie nach drei Etappen sicher an Rohstoffen oder Credits ans Ziel bringen, gehört ihnen. Alles, was dabei beschädigt wird, müssen sie bezahlen. Hört sich riskant an? Ist es auch. Hört sich nach einem packenden Wettbewerb an? Ganz genau!

Noch bevor eine Düse zündet oder gar ein Planet um seine Schätze erleichtert werden kann, geht es in der ersten Runde ebenso hektisch wie spannend zur Sache - der Spieltisch wird für bis zu vier Abenteurer zum futuristischen Basar: Denn es öffnet sich eine riesige Lagerhalle mit allerlei Komponenten wie Motoren, Kanonen, Ladeflächen, Batterien, Verbindungsteilen, Kabinen und Schildgeneratoren - bunte Zeichnungen auf viereckigen Plättchen locken mit neongrünen Kapseln und violetten Lasern. Da kann man sich ja sein Traumschiff basteln! Denkste: Leider sind nicht alle Teile unbegrenzt vorhanden...

Der futuristische Basar

In der Box befinden sich neben der ausführlichen Anleitung: Ein Flugplan, acht Schiffspläne, 60 Flugkarten, 64 Credits, 144 Raumschiffsteile, vier Spielmarken, 40 graue Menschenfiguren, acht Aliens, acht Raumschifffiguren, 36 Energiesteine, 56 Warenwürfel, zwei W6-Würfel, eine Sanduhr sowie eine Regelkarte.
In der Box befinden sich neben der ausführlichen Anleitung: Ein Flugplan, acht Schiffspläne, 60 Flugkarten, 64 Credits, 144 Raumschiffsteile, vier Spielmarken, 40 graue Menschenfiguren, acht Aliens, acht Raumschifffiguren, 36 Energiesteine, 56 Warenwürfel, zwei W6-Würfel, eine Sanduhr sowie eine Regelkarte.
Sie sind zwar alle noch unter schwarzen Tüchern verdeckt, also zunächst umgedreht auf dem Tisch verteilt, aber die Spieler wissen genau, welche Bauteile dort lauern und in ihren Köpfen konstruieren sie bereits das ideale Raumschiff. Schon mit diesen Gedanken beginnt der taktische Teil: Will man ein möglichst schnelles Schiff bauen? Dann sollte man sich auf den Antrieb konzentrieren. Soll es viel Raum für Waren bieten? Dann sollte man an Ladeflächen denken. Oder Mannschaft? Dann braucht man Räume. Soll es Piraten besiegen und Meteore zerstören können? Dann sollte es viele Kanonen haben! Soll es viel zusätzlichen Schub, Feuerkraft und Schildpower liefern? Dann müssen Batterien vorhanden sein! Oder soll es komplett ausgeglichen sein? Dann muss das perfekte Design her!

Aber für gemütliche Konstruktionspläne bleibt keine Zeit. Denn plötzlich dreht jemand die Sanduhr um: Jetzt dürfen alle vier gleichzeitig ihr Raumschiff bauen, bis die Zeit abgelaufen ist! Und wer als Erster fertig wird, kann auch früher ins All starten und damit eher Planeten erkunden. Ein Hauch von panischem Schlussverkauf kommt auf, wenn Hände nach vorne schnellen und ehemals munter plappernde Mitspieler verbissen nach Teilen suchen. Die entspannte Runde ist ja eigentlich die Königin der Brettspiele, aber der tschechische Designer Vlaada Chvatil macht die hektische Echtzeit zum König seines Einstiegs: Jeder darf zulangen- und zwar wann und wo er will. Das sorgt sofort für angenehme Gier, erhöhten Puls und Spannung pur.

Kommentare

gracjanski schrieb am
komplex und epischt ist das Spiel aber nicht, oder? was ist mit den beiden Erweiterungen dazu gekommen?
Freakaseud schrieb am
Ich danke dir.
Warum steht das nicht auch so einfach in der Anleitung?
So dank deiner hilfe kann ich dann gleich mal losziehen, den Rest habe ich Verstanden.
Bûcheron schrieb am
Du musst unterscheiden zwischen deinem ersten Flug und dann den normalen Flügen:
Bei deinem ersten Flug werden nur die 8 Karten mit dem Stern verwendet (alle mit "I"-Rückseite)
Bei deinen normalen Flügen werden wie auf Seite 11 und der jeweiligen Regelkarte für die entsprechende Etappe beschrieben folgende Zusammenstellungen benutzt:
1. Etappe: 4 Stapel mit jeweils: 2 Karten I
2. Etappe: 4 Stapel mit jeweils: 2 Karten II + 1 Karte I
3. Etappe: 4 Stapel mit jeweils: 2 Karten III + 1 Karte II + 1 Karte I
Jeweils die ersten drei Stapel werden verdeckt an den Rand des Flugplans gelegt, diese können während des Baus angesehen werden. Nach dem Bau kommt noch der vierte Stapel hinzu und alle Karten der Etappe werden zusammen gemischt.
Du hast also vor dem Flug in der ersten Etappe 8 Karten, in der zweiten 12 und in der dritten 16.
Freakaseud schrieb am
So jetzt hab ich mir das Ding auch mal zugelegt.
War grad am Auspacken und steh beim ersten "Probespiel" vor nem Problem mit der Kartenverteilung.
In Etappe 1 hab ich insgesamt 8 Karten der Stufe 1.
In Etappe 2 dann nur 2 Karten aus Etappe 2 und 1 aus Etappe 1
In Etappe 3 dann 3Karten Stufe 3, 1 Stufe 2 und 1 Stufe 1 oder wie ist das zu Verstehen mit den 3 Stapeln?
Flummy schrieb am
Die Idee mit der Brettspielbewertung find ich verdammt gut... ansonsten findet man nämlich nur die bewertungen von amazon..
Und zum spiel... ist... supi.^^
schrieb am

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