Gears of War - Das Brettspiel - Brettspiel-Test, Brettspiel, Spielkultur - 4Players.de

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Gears of War - Das Brettspiel (Brettspiel) von Heidelberger Spielverlag
Die Kettensäge am Tisch
Rollenspiel (Dungeon-Gefechte)
Entwickler: Corey Konieczka
Release:
28.11.2011
Spielinfo Bilder Videos
Marcus Fenix bittet zu Tisch: Nicht mit dem Gamepad, sondern mit Würfeln und Rundentaktik geht es im Brettspiel zur Sache. Behält man die Übersicht, wenn die Locust aus ihren Löchern kriechen? Wer feuert aus der sicheren Deckung heraus? Wer heilt, wer sammelt und wer stürmt vor? Gears of War inszeniert packende Gefechte für bis zu vier Teamplayer.


Von der Xbox 360 in die Schachtel

Gears of War ist dieses Jahr für knapp 50 Euro komplett auf Deutsch beim Heidelberger Spielverlag erschienen. Es ist für einen bis vier Spieler ausgelegt.
Gears of War ist dieses Jahr für knapp 50 Euro komplett auf Deutsch beim Heidelberger Spielverlag erschienen. Es ist für einen bis vier Spieler ausgelegt.
Man wird als Spieletester so oft mit Lizenzmüll konfrontiert, dass einen große Namen in neuen Kleidern grundsätzlich misstrauisch machen. Ich muss zugeben, dass auch dieses Brettspiel zunächst für Skepsis sorgte, obwohl ich Doom als Paradebeispiel einer klasse Würfel-Umsetzung empfohlen  habe – und bis heute gerne spiele! Aber Gears of War? Will Fantasy Flight Games damit nicht bloß einen schnellen Dollar verdienen? Und wie will man die intensive Action vom Bildschirm überhaupt auf den Tisch übertragen? Am Ende wird das doch nur billiges Geschiebe mit austauschbarem Gewürfel...

…weit gefehlt: Denn Corey Koniezka gelingt tatsächlich ein Actiontrip mit Wiedererkennungswert. Egal ob Kettensägenkill, aktives Nachladen, Deckungssuche, Locustlöcher oder Verbluten – alles dabei. Zwar hat der fleißige Autor schon mit Descent: Reise ins Dunkel, Villen des Wahnsinns und Battlestar: Galactica gute bis sehr gute Brettspiele entwickelt, aber der Shooter von Epic ist doch ein anderes Kaliber. Denn die
Die Box enthält:

- 32 unbemalte Plastikfiguren
- knapp 200 Karten
- 17 doppelseitige Spielplanteile
- zwei Türmarker, zwei Schlossmarker
- zig Anzeigemarker für Mun & Co
- ein Sichtlineal
- eine Anleitung

Spielmodi:

- sechs Missionen für bis zu vier Spieler
- Kampagne auch gut alleine spielbar
- Horde-Modus für bis zu vier Spieler
situative Spannung der ebenso projektilreichen wie blutigen Gefechte mit ihren brachialen Manövern widerspricht eigentlich der ruhigen Runde. Aber weil die wesentlichen Elemente des Shooters auf dem Tisch wieder auftauchen, fühlt man sich als Konsolenspieler schnell heimisch.

Bekannte Charaktere, bekanntes Artdesign

Dazu tragen auf den ersten Blick die vier bekannten Charaktere mit ihren Spezialfähigkeiten bei: Augustus Cole darf immer absichern, Dominic Santiago darf sich weiter bewegen, Damon Baird muss bei der Aufnahme von Waffen keine Karte abwerfen und Marcus Fenix darf beim Einsatz der Kettensäge einen zusätzlichen Würfel rollen. Es gibt leider keine entwickelbaren Charakterwerte, aber dieses Quartett verfügt zu Beginn über eine leicht unterschiedliche Standardausrüstung aus  Pistole und Gewehr bzw. Schrotflinte sowie Frag-Granaten. Im Laufe des Spiels kann man bis zu vier Waffen tragen, darunter bekannte Kaliber wie der Boomshot-Granatwerfer,  die Gorgon-Pistole oder der
Links die detaillierten Figuren von Gears of War, rechts jene aus Doom.
Links die detaillierten Figuren von Gears of War, rechts jene aus Doom.
Arkon-Bogen; selbst der Hammer der Morgenröte ist dabei und wie am Bildschirm auch hier sehr wichtig gegen die Berserkerin.

Sehr schnell fällt zudem das erstklassige Artdesign ins Auge, das Doom deutlich übertrifft: Egal ob Spielplanteile, Marker oder Karten – sie sind nicht nur hochwertig designt und bedruckt, man fühlt sich auch umgehend auf die Xbox 360 versetzt, denn die Portraits von Figuren und Waffen, die Zeichnungen und düsteren Farben scheinen direkt aus Epics Grafikabteilung  auf den Tisch zu fließen. Und was besonders auffällt: Die 32 Plastikfiguren der Helden und Locust. Es ist zwar schade, dass die Helden in Rot etwas schwer zu unterscheiden sind und es gibt auch deutlich weniger Figuren als etwa in Doom (66 Figuren), aber dafür sind sie hier wesentlich detaillierter (siehe Vergleichsbild), dazu frei von Graten – man erkennt selbst kleine Schnallen und Verzierungen. Damit eignen sie sich hervorragend zum Bemalen. Auch die deutsche Lokalisierung ist erstklassig: Der Heidelberger Spielverlag hat das Material einwandfrei übersetzt und mal wieder ein anschauliches, leicht verständliches Regelwerk mit vielen Beispielen beigelegt.

Kommentare

Beckikaze schrieb am
Spiel ist top. Viel Spaß damit. :)
an_druid schrieb am
Hört sich nach nem bekanten Konzept an - Ich kenke für DSA oder D&D Veteranen eher nichts besonderes.Ich würd es begrüßen, wenn dieses Genre an Ansehen gewinnt. So ein geseligge Spielrunde kann auch was ganz besonderes werden und wekt so manche Errinerungen.
Frag mich nur wie das ist, wenn die Entwickler/Publisher des Bretspiels ja eig. nichts mit Epic und Microsoft zu tun haben, beziehen die dann (wegen Lizenzgründen)nicht auch Gewinn aus dem Verkauf ?
Beckikaze schrieb am
Das Spiel ist auch echt gut. Kaufen! :)
schrieb am

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