Ein guter Tag zum Sterben?
Er hat seine Heimat schon früh verlassen, ist weit in die Welt hinaus gewandert und hat seiner Familie bereits einiges an Ruhm gebracht, weil er fremde Städte erkundet hat. Aber jetzt muss der Großvater wohl für immer Lebewohl sagen, denn der Zahn der Zeit fordert den Tod eines Verwandten der ersten Generation. Jetzt hat der Spieler allerdings die Wahl, wen es treffen soll - und hier sollte man genau hinschauen: Kann der Wanderer vielleicht noch mehr Ruhm erreichen als einer seiner ebenfalls alten Brüder, die Handwerker oder Ratsherren sind?
Ziel des Spiels ist es, eine fleißige Familie über mehrere Generationen möglichst ruhmvoll zu leiten, indem man die jüngsten Verwandten optimal ausbildet und die ältesten Verwandten möglichst clever sterben lässt – das erinnert ein wenig an Small World. Man kann zwar auch kurzfristig über Aktionen etwas Ruhm ergattern, aber das bedeutet, dass man langfristig anonyme Gräber vermeiden und lukrative Plätze in der Dorfchronik besetzen sollte. Je nach Beruf des Verstorbenen gibt es da fünf ehrenvolle Bestattungen für Ratsherren, Handwerker, Kirchenmänner, Bauern und Reisende. Aber Vorsicht: Die Anzahl ist begrenzt! Und die anderen Familien wollen auch in guter Erinnerung bleiben…
Fünf Berufe, begrenzte Ruhestätten
Nur wer am Ende mehr Verwandte in einem der fünf Bereiche bestattet hat, bekommt die Siegpunkte dafür. Deshalb muss der alte Wanderer jetzt dran glauben, denn es ist noch ein Platz frei und den Handwerker braucheich noch: Über ihn kann ich einen Pflug herstellen, den man wiederum zusammen mit dem Ochsen am Markt verkaufen kann, wofür es satte sechs Ruhmpunkte gibt. Oder aufsparen und ihn auf dem eigenen Hof einsetzen? Man könnte damit plus Pferd mehr Weizen ernten, um in der Kirchenhierarchie aufzusteigen oder es in der Mühle zu Gold zu machen. Man könnte auch im Rathaus aufsteigen oder Nachwuchs bekommen…
Allerdings sollte man nicht zu lange warten, denn die konkurrierenden Familien sind auch irgendwann am Zug - außerdem droht die Pest. Denn sobald man sich für eine Aktion entscheidet, nimmt man einen farbigen Stein vom enstprechenden Feld, auf dem eine zufällige und begrenzte Anzahl davon liegt, darunter evtl. auch schwarze Steine. Wer die nehmen muss, zahlt umgehend mit zwei Runden Lebenszeit. Das hört sich nach einer Strafe an, aber selbst diese Krankheit kann über den frühen Tod dafür sorgen, dass man den letzten Platz in der Dorfchronik ergattert.
Das Schöne an Village ist, dass es ähnlich wie in Agricola, mit dem es einiges gemein hat, sehr viele Möglichkeiten für die Entwicklung der eigenen Familie gibt. Und selbst wenn man schon zwei, drei Generationen an Figuren verteilt hat, darf man nur eine Aktion ausführen – da kann es schon darauf ankommen, wer als Erster zieht. Aber was ist jetzt gerade am Sinnvollsten? So ertappt man sich bei einem strategischen Grübeln, während man den idyllisch illustrierten, angenehm großen Dorfplan betrachtet. Das charmante Artdesign sorgt umgehend für Mittelalterflair, alles wirkt farbig markant und ist nach einem Probespiel selbsterklärend.
Village ist für zwei bis vier Spieler geeignet, erschien Ende 2011 bei Pegasus und kostet knapp 30 Euro.
Ziel des Spiels ist es, eine fleißige Familie über mehrere Generationen möglichst ruhmvoll zu leiten, indem man die jüngsten Verwandten optimal ausbildet und die ältesten Verwandten möglichst clever sterben lässt – das erinnert ein wenig an Small World. Man kann zwar auch kurzfristig über Aktionen etwas Ruhm ergattern, aber das bedeutet, dass man langfristig anonyme Gräber vermeiden und lukrative Plätze in der Dorfchronik besetzen sollte. Je nach Beruf des Verstorbenen gibt es da fünf ehrenvolle Bestattungen für Ratsherren, Handwerker, Kirchenmänner, Bauern und Reisende. Aber Vorsicht: Die Anzahl ist begrenzt! Und die anderen Familien wollen auch in guter Erinnerung bleiben…
Fünf Berufe, begrenzte Ruhestätten
Der mittelalterliche Dorfplan wurde klasse illustriert; es reicht ein normaler Tisch. Auf der Leiste am Rand werden die Ruhmpunkte gezählt.
Allerdings sollte man nicht zu lange warten, denn die konkurrierenden Familien sind auch irgendwann am Zug - außerdem droht die Pest. Denn sobald man sich für eine Aktion entscheidet, nimmt man einen farbigen Stein vom enstprechenden Feld, auf dem eine zufällige und begrenzte Anzahl davon liegt, darunter evtl. auch schwarze Steine. Wer die nehmen muss, zahlt umgehend mit zwei Runden Lebenszeit. Das hört sich nach einer Strafe an, aber selbst diese Krankheit kann über den frühen Tod dafür sorgen, dass man den letzten Platz in der Dorfchronik ergattert.
Das Schöne an Village ist, dass es ähnlich wie in Agricola, mit dem es einiges gemein hat, sehr viele Möglichkeiten für die Entwicklung der eigenen Familie gibt. Und selbst wenn man schon zwei, drei Generationen an Figuren verteilt hat, darf man nur eine Aktion ausführen – da kann es schon darauf ankommen, wer als Erster zieht. Aber was ist jetzt gerade am Sinnvollsten? So ertappt man sich bei einem strategischen Grübeln, während man den idyllisch illustrierten, angenehm großen Dorfplan betrachtet. Das charmante Artdesign sorgt umgehend für Mittelalterflair, alles wirkt farbig markant und ist nach einem Probespiel selbsterklärend.