Zeitreise ins 18. Jahrhundert
Dass Englisch und nicht Französisch heute die dominierende westliche Weltsprache ist, hat viel damit zu tun, dass sich die Briten in den Wäldern Nordamerikas durchsetzen konnten. Dabei war der militärische Sieg über die Franzosen gar nicht sicher. Immerhin gründeten beide Nationen fast zeitgleich Anfang des 17. Jahrhunderts ihre ersten Kolonien an der Ostküste der Neuen Welt. Und die Franzosen dominierten bald nicht nur den kanadischen Norden sowie den Pelzhandel, sondern bildeten wichtige Allianzen mit den Indianern.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis diese europäischen Mächte auch in Amerika aneinander gerieten. Schon vor dem kontinentalen Siebenjährigen Krieg gab es ab 1754 viele Scharmützel und Überfälle. Als die Franzosen dann 1756 das britische Fort Oswego eroberten und mit ihrer Guerilla-Taktik immer wieder Nadelstiche setzten, sammelten die Briten im großen Stil Truppen. Ihr Vorteile: Die bessere städtische Infrastruktur, die personelle Überlegenheit sowie die starke Marine.
Authentische geostrategische Lage
Das Problem für beide waren Nachschub und Routenplanung in der Wildnis – oftmals wurden Überfälle und Lieferungen über Indianerpfade organisiert, deshalb waren beide auf die Ureinwohner als Verbündete angewiesen. Diese interessante Ausgangsposition bildet diese Mischung aus Karten- und Brettspiel ab. Die Idee dazu stammt von einem Militärhistoriker, die Umsetzung von einem Dominion-Kenner. Diese Kombination hat inhaltlich authentische sowie spielmechanisch dynamische Früchte getragen. Die Mischung aus Zugstapel, Ablage, Reservedeck sowie freien und zwei exklusiven Stapeln ist schnell verinnerlich, sorgt für Planungsoffenheit und überraschende Wendungen.
Die Karte wurde sehr gut illustriert, ist angenehm groß, bietet genug Platz und zeigt das Gebiet um den Golf von Maine bis hoch zum Huron-See. Schade ist allerdings, dass man diese großen Buchten und Gewässer nicht beschriftet hat: Der Golf von St. Lawrence etwa oder der Erie- und Ontario-See sind nur nackt zu sehen. Lediglich die vielen Siedlungen und Forts werden genannt. Ansonsten ist das Spielmaterial schlicht und gut: Plastikgold und -silber, dazu Holzsteine in verschiedenen Formen für Städte, Belagerungen & Co.
Blauröcke gegen Rotröcke
Sowohl die geostrategische Lage als auch der Aufbau der Decks spiegelt das Kräfteverhältnis der damaligen Zeit wider. Der britische Spieler hat zu Beginn mehr Geld, mehr Städte, mehr Häfen. Dafür hat er keine Garnisonen mehr am Ontariosee, so dass sich seine Grenzlinie auf die Bucht von Maine beschränkt. Die Franzosen sind hingegen weiter gestreut, von Montreal bis Louisburg. Außerdem haben sie die exklusive Möglichkeit der Piraterie, während die Briten ihre Siedlungen leichter zu Städten entwickeln können.
Wie kann man den Konflikt für sich entscheiden? Das Spielziel ist angenehm variabel und erlaubt sowohl defensive als auch offensive Taktiken: Man gewinnt zum einen, wenn man als Erster alle seine Scheiben oder Quader, die Dörfer oder Städte repräsentieren, platziert hat – wenn man sich also komplett entwickelt hat. Zum anderen gewinnt man mit zwölf Siegpunkten über eingenommene feindliche Dörfer oder Siedlungen. Außerdem hat man die Nase vorn, wenn man wichtige Städte erobert: Der Brite gewinnt mit Quebec, der Franzose mit Boston oder New York in seiner Gewalt.
A Few Acres of Snow ist dieses Jahr für knapp 35 Euro bei Asmodee erschienen. Es ist eine Mischung aus Brett- und Kartentaktik für zwei Personen. Und die Spielmechanik hält, was das tolle Artwork verspricht.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis diese europäischen Mächte auch in Amerika aneinander gerieten. Schon vor dem kontinentalen Siebenjährigen Krieg gab es ab 1754 viele Scharmützel und Überfälle. Als die Franzosen dann 1756 das britische Fort Oswego eroberten und mit ihrer Guerilla-Taktik immer wieder Nadelstiche setzten, sammelten die Briten im großen Stil Truppen. Ihr Vorteile: Die bessere städtische Infrastruktur, die personelle Überlegenheit sowie die starke Marine.
Authentische geostrategische Lage
Das Problem für beide waren Nachschub und Routenplanung in der Wildnis – oftmals wurden Überfälle und Lieferungen über Indianerpfade organisiert, deshalb waren beide auf die Ureinwohner als Verbündete angewiesen. Diese interessante Ausgangsposition bildet diese Mischung aus Karten- und Brettspiel ab. Die Idee dazu stammt von einem Militärhistoriker, die Umsetzung von einem Dominion-Kenner. Diese Kombination hat inhaltlich authentische sowie spielmechanisch dynamische Früchte getragen. Die Mischung aus Zugstapel, Ablage, Reservedeck sowie freien und zwei exklusiven Stapeln ist schnell verinnerlich, sorgt für Planungsoffenheit und überraschende Wendungen.
Die Karte wurde sehr gut illustriert, ist angenehm groß, bietet genug Platz und zeigt das Gebiet um den Golf von Maine bis hoch zum Huron-See. Schade ist allerdings, dass man diese großen Buchten und Gewässer nicht beschriftet hat: Der Golf von St. Lawrence etwa oder der Erie- und Ontario-See sind nur nackt zu sehen. Lediglich die vielen Siedlungen und Forts werden genannt. Ansonsten ist das Spielmaterial schlicht und gut: Plastikgold und -silber, dazu Holzsteine in verschiedenen Formen für Städte, Belagerungen & Co.
Blauröcke gegen Rotröcke
In der Box befinden sich Anleitungen auf Englisch, Französisch und Deutsch. Die englischen Kartentexte wurden nicht übersetzt, dafür werden ihre Funktionen auf den Spielhilfen deutsch erklärt.
Wie kann man den Konflikt für sich entscheiden? Das Spielziel ist angenehm variabel und erlaubt sowohl defensive als auch offensive Taktiken: Man gewinnt zum einen, wenn man als Erster alle seine Scheiben oder Quader, die Dörfer oder Städte repräsentieren, platziert hat – wenn man sich also komplett entwickelt hat. Zum anderen gewinnt man mit zwölf Siegpunkten über eingenommene feindliche Dörfer oder Siedlungen. Außerdem hat man die Nase vorn, wenn man wichtige Städte erobert: Der Brite gewinnt mit Quebec, der Franzose mit Boston oder New York in seiner Gewalt.