Dominant Species (Strategie) von Udo Grebe Gamedesign
Die Konkurrenz der Arten
Dominant Species
Runden-Strategie
Entwickler: Chad Jensen
Publisher: Udo Grebe Gamedesign
Release:
05.05.2012
11.08.2010
Spielinfo Bilder Videos
Wieso behaupten sich manche Lebewesen so erfolgreich über Jahrmillionen, während andere schon nach kurzer Zeit aussterben? Irgendwie scheint alles wichtig zu sein, von der Fortpflanzung über die Nahrung und das Klima bis hin zu äußeren Einflüssen wie Katastrophen. Keine Bange: In Dominant Species geht es nicht um Evolutionstheorie, sondern um die richtige Strategie im urzeitlichen Wettstreit der Arten. Und die zu finden, macht angesichts der vielen Möglichkeiten richtig Spaß!

90.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung

Dominant Species ist in deutscher Version bei Udo Grebe Design erschienen, für zwei bis sechs Spieler konzipiert und kostet knapp 60 Euro.
Dominant Species ist in deutscher Version bei Udo Grebe Design erschienen, für zwei bis sechs Spieler konzipiert und kostet knapp 60 Euro.
Ziel ist es, die nahende Eiszeit mit den meisten Siegpunkten für seine Spezies zu erreichen.  Zwei bis sechs Spieler haben die Wahl zwischen Säugetieren, Reptilien, Vögeln, Amphibien, Spinnen und Insekten. Über viele Runden muss man sie über clevere Aktionen zu dominanten Arten entwickeln, indem man sich in einer unberechenbaren Welt auf einer wunderbar großen Faltkarte ausbreitet und optimal anpasst. Denn obwohl man auch mit Masse punkten kann, sorgt nur die Klasse für die wichtige Dominanz, die einem Zusatzaktionen gewährt.

Was heißt das? Dominant ist jenes Tier, das auf einem Feld die meiste Nahrung findet. Aber das ist gar nicht so einfach, denn das Angebot an Gras, Larven, Fleisch, Samen, Sonne und Wasser verändert sich im Laufe der Zeit. Und das nicht nur durch Zufall, sondern über Aktionen der anderen Spieler: Man kann sich quasi das Futter stehlen oder es gezielt auslegen. Und wenn eine Spezies auf einem Feld gar nichts mehr zu beißen findet? Dann ist sie dort vom Aussterben bedroht – so kann man auf einen Schlag viele kostbare, weil numerisch begrenzte Arten verlieren! Da gilt es also schleunigst weiter zu wandern oder den Nahrungsbedarf seiner Spezies anzupassen.

Auf der Suche nach Nahrung

Und das ist der Clou: Zwar starten alle Tierarten mit vorgegebenen Nahrungstypen – die Schlangen brauchen z.B. Sonne, die Amphibien benötigen Wasser. Aber danach hat man die Wahl, ob man die Schlangen weiter nur mit Sonne versorgt oder sie z.B. auf den Geschmack von Gras oder Larven bringt. Bevor man sich für eine solche Entwicklung entscheidet, sollte man ein Auge auf die Weltkarte werfen: Gibt es da überhaupt genug Regionen, die diese Nahrung anbieten? Und wenn man Pech hat, wird eine fruchtbare Zone vielleicht vergletschert und bringt nur noch wenig Siegpunkte. Das Schöne an diesem
Die sehr gut illustrierte Faltkarte verlangt einen großen Tisch. Optimal spielt es sich zu viert oder mehr. Darunter muss man mehrere der sechs Spezies gleichzeitig verwalten - zu zweit also drei.
Die sehr gut illustrierte Faltkarte verlangt einen großen Tisch. Optimal spielt es sich zu viert oder mehr. Darunter muss man mehrere der sechs Spezies gleichzeitig verwalten - zu zweit also drei.
Brettspiel ist gerade diese dynamische Veränderung der Welt.

Am Anfang ist noch alles gerecht verteilt: Auf fünf Hexfeldern teilen sich Amphibien, Vögel, Spinnen & Co sowohl Land als auch Nahrung. Aber schon bald wächst die Welt, denn man kann Felder anlegen – darunter Wüsten, Wälder, Meere, Sümpfe und Gebirge. Je nach Terrain ergeben sich bei den regelmäßigen Wertungen unterschiedliche Siegpunkte: Wer das Meer beherrscht, bekommt satte neun; wer das Gebirge beherrscht lediglich zwei. Aber auch die dahinter Platzierten bekommen noch Punkte. Hier ist zwar die Anzahl der eigenen Tiere entscheidend, aber nur das dominante Tier darf auch eine der mächtigen fünf Karten einsetzen.

Dominanz und Ereignisse


Diese Karten gewähren umgehend Zusatzaktionen wie in Form von kleinen Ereignisse wie Winterschlaf, Evolution, Nachtaktiv, Immigranten oder Raubtier, die sehr nützlich sein können – da werden andere Tiere eliminiert, man darf frei wandern, ein Feld komplett leer räumen oder vergletschern. Aber im Zentrum der eigenen Strategie stehen die normalen Aktionen, die auf der großen Tafel auf der rechten Seite des Spielplans ausgeführt werden: Dort platziert man in der stetig wechselnden Reihenfolge seine Aktionsfiguren in zwölf Bereichen. Aber was ist gerade wichtig? Fortpflanzung, Bewegung, Vergletscherung oder Nahrungswechsel?

Das Besondere an Dominant Species ist nicht nur, dass es eine Fülle an Möglichkeiten gibt, seine Spezies auf die Siegerstraße zu bringen: Man muss sich auch immer an neue Situationen anpassen! Es kann sinnvoll sein, den Konkurrenzkampf zu suchen und andere Tiere im Kampf zu vernichten – dafür gibt es kein System, es werden einfach kleine Steinchen entfernt. Es kann sinnvoll sein, sich schnell fortzupflanzen oder mit wenigen Tieren ganz neue Regionen zu bevölkern, weil man dort die meiste Nahrung findet und deshalb dominant ist. Es kann sinnvoll sein, bestehende Regionen gezielt zu vergletschern oder die Welt über neues Terrain zu vergrößern.

Kommentare

  • Ja, da investiert man in ein richtig gutes Spiel - kann ich nur unterstützen!
  • Der Thread hier ist zwar schon recht alt, glaube aber dass immer noch viele Leute sich hier die Brettspieltests durchlesen. Und das Spiel ist einfach der Knaller. Da es nach wie vor auf deutsch nicht direkt erhältlich ist, hier zur Info: Der Publisher Udo Grebe Gamedesign überlegt derzeit es neu  [...] Der Thread hier ist zwar schon recht alt, glaube aber dass immer noch viele Leute sich hier die Brettspieltests durchlesen. Und das Spiel ist einfach der Knaller. Da es nach wie vor auf deutsch nicht direkt erhältlich ist, hier zur Info: Der Publisher Udo Grebe Gamedesign überlegt derzeit es neu auflegen zu lassen. Damit sich das finanziell rentiert warten sie aber bis 500 Leute das Spiel vorbestellen. (Nennt sich bei denen Projekt P500) Das kann man hier machen: http://ugg2nd.de/Preorder-ugg/Dominant-Species-Deutsch-Reprint.html Beachten muss man allerdings, dass man mit der Vorbestellung das Spiel schon kauft. Wenn es erscheint, muss man zahlen, wirds nix mit den 500 Vorbestellern, wird auch nix abgebucht. Zur näheren Info über das Projekt P500 auf der Website hier oben auf Project P500 klicken: http://ugg.de Hoffe ich konnte ein paar Leuten weiterhelfen!
  • Ich schließe mich meinem Vorredner an, scheint ein super Spiel zu sein, aber kein großer Shop besitzt es, einen kleinen hab ich gefunden, der es im Sortiment hat, aber da ist es vergriffen einfach mal bei http://www.brettspielsuche.de suchen. Da sind ganz gute Onlineshops gelistet. Generell ist  [...] Ich schließe mich meinem Vorredner an, scheint ein super Spiel zu sein, aber kein großer Shop besitzt es, einen kleinen hab ich gefunden, der es im Sortiment hat, aber da ist es vergriffen einfach mal bei http://www.brettspielsuche.de suchen. Da sind ganz gute Onlineshops gelistet. Generell ist das Spiel bei den Brettspielern recht begehrt und existiert daher, obwohl es erst 2 Jahre am Markt ist, bereits in der 3. Auflage. Von daher kann es sein, dass es mal zwischendurch immerwieder zu Engpässen kommen kann. Von GMT wird das Spiel aber permanent neu aufgelegt. Man muss jedoch aufpassen: Hingegen man zu zweit noch ganz gut planen kann wird das Spiel mit mehreren Personen immer "chaotischer". Wenn man das also nicht mag, dann lieber Finger weg von. Ansonsten ist das Spiel mE ein tolles Spiel für Vielspieler.

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