Ein Hoch auf die Vielfalt
Unter der schicken Oberfläche steckt ein unterhaltsames Familienspiel, bei dem man auch taktisch vorgehen muss. Es reicht nämlich nicht, wie ein fernöstlicher Messie einfach alles wild zu bunkern. Man muss zum einen auf Vielfalt achten: Bei den Mahlzeiten darf man z.B. nicht zweimal dasselbe zu sich nehmen. Und bei den Panoramen darf man nur einmal mit einer der drei Landschaften starten. Hier ist verlockend, dass es Zusatzpunkte für denjenigen gibt, der so ein Set auch vervollständigen kann - der also alle fünf Teile der Küste vor sich auslegt. Auch bei den Souvenirs lohnt sich die Ordnung: Das erste Souvenir eines Typs bringt einen, das zweite drei, das dritte schon fünf und das vierte schon sieben Punkte - macht unterm Strich satte 15 Punkte!
Das ist viel ertragreicher als einfach alles zu kaufen. Apropos: Auch auf seine Finanzen muss man achten, denn fast alles kostet Geld - natürlich auch eine Mahlzeit in den Gasthäusern. Jeder Spieler wählt zu Beginn einen von sieben Charakteren mit unterschiedlichem Startgeld sowie einer Fähigkeit: Hirotada der Priester hat gleich acht Münzen und darf bei Tempeln eine aus der Bank opfern statt aus eigener Tasche; wer am Ende am fleißigsten den Göttern und Geistern huldigte, bekommt immerhin zehn Siegpunkte. Satsuki die Waise startet zwar nur mit zwei Münzen, darf allerdings bei jedem Besuch eines Gasthauses eine Mahlzeit blind ziehen und diese behalten, falls sie sie nicht
schon hatte - sehr nützlich.
Ausblick
Tolles Artdesign, einfaches Prinzip, sehr unterhaltsam - ideal auch für Familien! Tokaido inszeniert ein entspanntes, aber durchaus kompetitives Sammelerlebnis mit fernöstlichem Flair. Die Präsentation ist dank des markanten Comicstils ebenso fröhlich wie unbeschwert. Die Regeln sind auch in der bisher nur englischen Variante schnell erlernt und einen Weg von Edo nach Kyoto hat man in einer halben bis dreiviertel Stunde hinter sich. Auf dieser knackigen Reise entsteht ein spannender Wettlauf um Sets und Punkte, um Souvenirs und Köstlichkeiten. Das ist ein sehr leichtes, aber nichtsdestotrotz auch leicht taktisch geprägtes Erlebnis, denn man kann gezielt Schwerpunkte setzen, um am Ende vielleicht über die Boni zu gewinnen, die vollständige Sets ergeben. Falls es so etwas wie Zen-Gaming am Tisch gibt, dann kommt Fun Forge dem recht nahe.
Für alle, die eine Wertung vermissen: Wir werden hier nur unsere Highlights vorstellen. Natürlich gibt es auch in der Brettspielwelt einen bunten Mainstream und billigen Murks, aber wir haben keine Zeit für Verrisse. Das ist zunächst ein Angebot, das wir euch zusätzlich bieten. Deshalb konzentrieren wir uns auf die empfehlenswerten Vertreter und die kreativen Geheimtipps, die man vielleicht nicht in jedem Kaufhaus findet.
Weitere Brettspieltests im Archiv!
Man hat die Wahl unter sieben Charakteren mit unterschiedlichem Startgeld sowie einer Fähigkeit. Satsuki die Waise bekommt eine Mahlzeit gratis...
Das ist viel ertragreicher als einfach alles zu kaufen. Apropos: Auch auf seine Finanzen muss man achten, denn fast alles kostet Geld - natürlich auch eine Mahlzeit in den Gasthäusern. Jeder Spieler wählt zu Beginn einen von sieben Charakteren mit unterschiedlichem Startgeld sowie einer Fähigkeit: Hirotada der Priester hat gleich acht Münzen und darf bei Tempeln eine aus der Bank opfern statt aus eigener Tasche; wer am Ende am fleißigsten den Göttern und Geistern huldigte, bekommt immerhin zehn Siegpunkte. Satsuki die Waise startet zwar nur mit zwei Münzen, darf allerdings bei jedem Besuch eines Gasthauses eine Mahlzeit blind ziehen und diese behalten, falls sie sie nicht
Über 50 Stationen sind auf dem Spielplan abgebildet. Wer kann auf dem Weg zum Ziel die reichhaltigsten Erfahrungen machen?
Ausblick
Tolles Artdesign, einfaches Prinzip, sehr unterhaltsam - ideal auch für Familien! Tokaido inszeniert ein entspanntes, aber durchaus kompetitives Sammelerlebnis mit fernöstlichem Flair. Die Präsentation ist dank des markanten Comicstils ebenso fröhlich wie unbeschwert. Die Regeln sind auch in der bisher nur englischen Variante schnell erlernt und einen Weg von Edo nach Kyoto hat man in einer halben bis dreiviertel Stunde hinter sich. Auf dieser knackigen Reise entsteht ein spannender Wettlauf um Sets und Punkte, um Souvenirs und Köstlichkeiten. Das ist ein sehr leichtes, aber nichtsdestotrotz auch leicht taktisch geprägtes Erlebnis, denn man kann gezielt Schwerpunkte setzen, um am Ende vielleicht über die Boni zu gewinnen, die vollständige Sets ergeben. Falls es so etwas wie Zen-Gaming am Tisch gibt, dann kommt Fun Forge dem recht nahe.
Für alle, die eine Wertung vermissen: Wir werden hier nur unsere Highlights vorstellen. Natürlich gibt es auch in der Brettspielwelt einen bunten Mainstream und billigen Murks, aber wir haben keine Zeit für Verrisse. Das ist zunächst ein Angebot, das wir euch zusätzlich bieten. Deshalb konzentrieren wir uns auf die empfehlenswerten Vertreter und die kreativen Geheimtipps, die man vielleicht nicht in jedem Kaufhaus findet.
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