Die Schlacht der Fünf Heere - Brettspiel-Test, Brettspiel, Spielkultur - 4Players.de

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Die Schlacht der Fünf Heere (Brettspiel) von Heidelberger Spieleverlag
Das Schicksal der freien Völker
Tabletop (Miniaturengefechte)
Entwickler: R. Di Meglio, M. Maggi, F. Nepitello
Release:
10.10.2014
Spielinfo Bilder Videos
Am 10. Dezember startet der dritte und letzte Teil von „Der Hobbit“ in deutschen Kinos. Wer „Die Schlacht der Fünf Heere“ mit Zwergen, Elben und Goblins selbst austragen will, kann das bereits am Tisch mit über 100 Miniaturen. Der Heidelberger Spieleverlag hat das gleichnamige Brettspiel für zwei Personen im Oktober veröffentlicht. Wir verraten euch, warum sich das Abenteuer für Fantasy-Taktiker lohnt.

Der Schatten breitet sich aus

Die Wehranlage bei den östlichen Ausläufern wurde geschliffen und die dortige Armee komplett von Orks vernichtet. Außerdem halten die Goblins das Lager südlich des Nebelgebirges und die Ruinen von Thal sind ebenfalls von Wargen und Orks besetzt. Ein Blick auf die Karte mit den vielen blutroten Miniaturen sowie etwas Mathematik sorgt für Unbehagen: Der Spieler des Schattens hat schon acht von zehn erforderlichen Siegpunkten - das Schicksal der freien Völker rund um Bilbo steht auf Messers Schneide. Unter der Führung seines einzigen Charakters Bolg kann der Schatten bereits in den nächsten Runden siegen. Das liegt daran, dass ich militärtaktisch einige Fehler gemacht habe.

 
Die Schlacht der Fünf Heere ist komplett auf Deutsch beim Heidelberger Spieleverlag erschienen. Es ist für zwei Spieler ausgelegt und kostet knapp 50 Euro.
Die Schlacht der Fünf Heere ist komplett auf Deutsch beim Heidelberger Spieleverlag erschienen. Es ist für zwei Spieler ausgelegt und kostet knapp 50 Euro.
Anstatt mich clever mit meinen Seemenschen aus dem Osten des Nebelgebirges zurückzuziehen, habe ich trotzig versucht die Festung dort zu halten – auch ein mutiger, aber letztlich dummer Gegenangriff mit einer Zwergenarmee aus dem Vordertor schlug fehl. Zwar konnte Gandalf noch mit seinen Blitzen aus der Distanz für Unruhe sorgen, aber dann tauchte Bolg mit seiner Fähigkeit Leibwache auf und absorbierte den Schaden gegen seine Orks. Warum hatte ich so wenig Elbenbogenschützen in Reichweite? Okay, ich hatte auch etwas Pech beim Aufdecken der Rekrutierungsmarker, die den Truppentyp darunter zunächst geheim halten – so gab es eben Speerkämpfer. Aber letztlich habe ich mich einfach nicht clever genug verhalten.

Eingekesselt von Bolg und seinen Orks

Wie auch immer: Jetzt stehen nur noch wenige blaue Miniaturen auf dem ansehnlich illustrierten Spielplan mit seinen vier großen Territorien. Das
Auch wenn man nur zu zweit spielt: Man braucht viel Platz, die Box ist üppig gefüllt.
Auch wenn man nur zu zweit spielt: Man braucht viel Platz, die Box ist üppig gefüllt.
„Zerklüftetet Land“ ganz rechts dient als Aufmarschgebiet der Orks, das „Tal“ ist das Zentrum der Seemenschen, das oben vom „Ostufer“ und unten vom „Südlichen Ausläufer“ begrenzt wird. Im Gegensatz zum Vorläufer „Der Ringkrieg“ spielt man also nicht in ganz Mittelerde, sondern in einer Region rund um das Nebelgebirge.

Und man fühlt sich als Spieler von Gandalf, Bilbo & Co von Beginn an eingekesselt, denn aus den Bergen links und oben können über zwei Pässe auch noch die Goblins eindringen – zwar nicht sofort, aber sobald sie dort fünf Truppen gesammelt haben. Ähnlich wie in „Der Ringkrieg“ gelingt es den Italienern, die militärischen Geschehnisse und plötzlichen Überraschungen aus dem Buch in das Spiel zu übertragen.

Die Zeit spielt also für den Schatten? Nicht ganz: Erreicht der
Egal ob Bilbo, Gandalf, Dáin oder Thranduil: Fast alle Charaktere aus "Der Hobbit" sind dabei.
Egal ob Bilbo, Gandalf, Dáin oder Thranduil: Fast alle Charaktere aus "Der Hobbit" sind dabei.
Schicksalsmarker das letzte fünfzehnte Feld, siegen die freien Völker. Und schon vorher ist diese Leiste ein Hoffnungsschimmer: Denn auf ihr steht der Marker kurz vor dem Fürsten der Adler und nicht weit von Beorn, dem mächtigen Gestaltwandler, der zumindest bei Tolkien mit seinem Wüten gegen Bolg für den Sieg sorgte. Auch auf dem Tisch bleibt die Hoffnung auf Rettung in letzter Sekunde lange wach. Erst wenn man ihre Positionen auf der Leiste erreicht, können die Miniaturen mit allen Fähigkeiten endlich in die Schlacht eingreifen: Auf der einen Seite z.B. die Adler, die jede Armee des Schattens mit drei Würfeln angreifen dürfen. Auf der anderen Seite Beorn, der mächtige Gestaltwandler, der wie eine Ein-Mann-Armee agieren und Schaden mit seiner Wut absorbieren kann. Ach ja: Hat der Schatten bei seiner Ankunft nur sechs Siegpunkte, gewinnen die freien Völker sofort! Aber danach sieht es nicht aus.

Kommentare

Blackshine schrieb am
Numrollen hat geschrieben:Das gleiche von AH gilt ja für Descent und 1-2 andere FFG Games ebenso. Die bekommen es einfach nicht hin komplexe Spiele auch spielbar zu halten. Deren Lösung ist nun seit Descent2: Gleicher Preis, weniger Inhalt und dafür abgespecktes und flüssigeres Spielen. Geht mir ziemlich auf den Sack weswegen ich FFG Games, obwohl ich ein richtiger Fan von epischen Spielen bin, erst einmal meide und nicht alles aufsauge was die raushauen. Auch das fehlende Nachproduzieren von Addons seitens Heidelbären ist eine Frechheit weswegen solche Brettspiele hier nur mit Vorsicht vorgestellt werden sollten.

Schade nur, dass dieses Spiel nicht von FFG ist :)
Numrollen schrieb am
Das gleiche von AH gilt ja für Descent und 1-2 andere FFG Games ebenso. Die bekommen es einfach nicht hin komplexe Spiele auch spielbar zu halten. Deren Lösung ist nun seit Descent2: Gleicher Preis, weniger Inhalt und dafür abgespecktes und flüssigeres Spielen. Geht mir ziemlich auf den Sack weswegen ich FFG Games, obwohl ich ein richtiger Fan von epischen Spielen bin, erst einmal meide und nicht alles aufsauge was die raushauen. Auch das fehlende Nachproduzieren von Addons seitens Heidelbären ist eine Frechheit weswegen solche Brettspiele hier nur mit Vorsicht vorgestellt werden sollten.
janusz schrieb am
Das ist doch vollkommener Quatsch.
Wenn sie auch Mechanismen gemeinsam haben, fühlen beide Spiele sich unterschiedlich genug an und komplementieren einander abseits ihrer Schnittmengen. Beide Spiele fangen den Geist ihrer Vorlagen sehr gut ein.
Dass du jetzt n Episch Fetisch hast, ist ja mal ne sehr dürftige Begründung um Bot5A das Existenzrecht abzusprechen.
Darüber hinaus ist Arkham Horror ein kaputtes und überladenes Spiel. Eldritch ist da in jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung.
HDScurox schrieb am
Das ist das gleiche Problem wie mit Eldritch Horror und Arkham Horror.
Es ist ein kleinerer Bruder, der meiner Meinung nach, neben dem großen Bruder keine Berechtigung hat, sofern man Menschen hat mit denen man den großen Bruder spielen kann.
Sorry, ich kämpfe lieber den ganzen Ringkrieg als die eine Schlacht aus dem Hobbit. Auch wenn da durchaus reizbare Mechanismen dabei sind, entfaltet es meiner Meinung nach nicht die Epik eines ganzen Ringkriegs.
janusz schrieb am
Das Spiel ist klasse. Einfach und mit einigen sehr netten Mechanismen, allen voran die zufälligen Befehlswürfel sorgen für Würfelspannung und animieren immer wieder umzudenken.
schrieb am

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