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Sonstiges
Entwickler: Spielkultur
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Lust auf Architektur!

Ein Gastbeitrag von Dörte Küttler


Im Januar dieses Jahres gerieten durch eine Nachricht viele Architekten ins Träumen: Eine hessische Volkshochschullehrerin hatte innerhalb von nur zwei Jahren in einem Online-Spiel aus knapp 10 US-Dollar über 200.000 US-Dollar gemacht - allein
Im Gespräch mit Dörte Küttler
Über Shadow of the Colossus, Psychonauts und Kunst...


Lust auf mehr Architektur? Unser Thema:
durch die Gestaltung und Vermarktung virtueller Immobilien. Berichte in Spiegel-Online oder der Financial Times machten sie unter ihrem Ingame-Namen Anshe Chung berühmt.

Anshe Chung erwirbt Grundstücke innerhalb der Online-Welt von Second Life und gestaltet diese klischeehaft exotisch, mediterran, asiatisch oder arktisch. Es entstehen unterschiedliche Themenparks, die von anderen Second-Life-Spielern gegen eine Pachtgebühr passend bebaut und bewohnt werden dürfen. Das Geheimnis der hohen Nachfrage ist, dass Anshe Chung nur thematisch sortierte Architektur in den verschiedenen Gebieten zulässt. In "Dreamland Deutschland" stehen Schwarzwaldhäuschen und in "Dreamland Gothica" mittelalterliche Burgen.

Solche Festlegungen werden in der Realität Gestaltungssatzung genannt. Architekten sind häufig damit konfrontiert, dass in einem Baugebiet beispielsweise nur bestimmte Materialien für Dach und Fassade erlaubt sind. Auch ein Gegenstück zur Landesbauordnung gibt es für die Themenparks von Anshe Chung. In ländlichen Gegenden darf die Höhe der Wohngebäude höchstens das 1,5-fache des Abstandes zur Grundstückgrenze betragen. Diese Regelung ist in Second Life und der Realität etwa identisch. Eine Beschränkung der Flughöhe von schwebenden Gebäudestrukturen über dem Grundstück ist allerdings nur in der virtuellen Welt notwendig.

Natürlich entwirft sich nicht jeder Second-Life-Spieler sein eigenes Haus. Es entstand ein Bedarf an virtuellen Architekten. Inzwischen planen und bauen auch zahlreiche professionelle Architekturbüros in Online-Spielen und im Internet gibt es Architekturführer, die das Baugeschehen dokumentieren. Architekten finden so zum Spiel und manch ein Spieler sicherlich zur Architektur.

Auch in anderen Spielen kann man sein Interesse für Architektur entdecken. Ein besonderer Reiz ging schon immer von dem Gedanken aus, eine ganze Stadt zu erschaffen. Sim City und seine Nachfolger oder auch die neuen Vertreter von Stadtaufbausimulationen City Life und Tycoon City New York setzen darauf. Der Spieler handelt hier als Stadt- oder Regionalplaner, dem allerdings die Möglichkeit der Gestaltung seiner Stadt und der Gebäude stark eingeschränkt wurde. In Sim City trifft er seine Spielentscheidungen eher als Politiker, in City Life vor allem als Soziologe und in Tycoon City ausschließlich als Investor. Trotzdem greift die Faszination, die von einer sich entwickelnden, wachsenden Stadt ausgeht.
    

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