Freies Land für gierige Fürsten
Man kennt das ja: Kaum ist der König fort, wetzen die machthungrigen Lords ihre Messer. Wer kann in seiner Abwesenheit möglichst viel Land erobern?
Ziel ist es, als erster Fürst eine bestimmte Punktzahl auf der Siegleiste zu erreichen. Bis zu vier Spieler setzen zu Beginn abwechselnd je eine Burg plus Ritter auf die zwölf mal zwölf Felder große Karte. Da gibt es neben einfachen Wiesen z.B. Wälder, Dörfer und die lukrativen Minen für Kupfer, Eisen, Gold und Diamanten. Außerdem lockt der verwaiste Palast des ehemaligen Herrschers in der Mitte des Reiches.
Aber in dieser ersten Runde kann noch keiner der Kontrahenten irgendwelche Gebiete für sich beanspruchen - man hat lediglich Burgen und Ritter, aber es gibt noch keine Grenzen. Erst wenn man ein Gebiet schafft, indem man die Felder um seine Burg herum mit Grenzen einzäunt, wird gewertet: Für jeden Wald (= 1 Punkt), jedes Dorf (=3 Punkte) und evtl. die Königsburg (=5 Punkte) im eigenen Reich schreitet man dann mit seinem Wappen auf der Siegpunktleiste voran. Außerdem bekommt man für jedes Monopol an Minen jeweils fünf Punkte - dafür braucht man allerdings mind. drei Minen einer Sorte.
Jeder Befehl kostet Geld
Bis hierher hört sich das vielleicht ein wenig nach einem Legespiel à la Carcassonne an. Aber Löwenherz ist trotz seiner sehr einfachen Regeln wesentlich taktischer und grübelfreudiger.
Das liegt zum einen daran, dass man nicht einfach Ritter oder Grenzen frei setzen kann, sondern dass jede Aktion, selbst das Erobern von Gebieten, auch Geld kostet. Und wer an der Reihe ist, darf entweder eine seiner maximal drei Befehlskarten verkaufen oder eben einsetzen. Man muss also sehr gut überlegen, was man mit seinen Kupferstücken anfängt: Sparen? Ritter kaufen? Grenzen setzen? Gebiete erweitern? Zu Beginn hat man sieben, dann werden es immer weniger...
Sparen und damit quasi aussetzen, um eine Karte in Kupfer zu verwandeln, kann also sinnvoll sein - so macht man am schnellsten Kohle. In Löwenherz hat man nämlich erst dann regelmäßige Einnahmen, wenn man eine Mine in seinem Gebiet besitzt. Da es auf der ganzen Karte nur vier Rohstoffe gibt, kann man pro Runde auch höchstens vier Kupfer bekommen.
Die Minenfelder sind wiederum so gut auf der Karte verteilt, dass man clever expandieren muss, um wirklich das Maximum an Profit rauszuholen. Und natürlich wollen die anderen Spieler auch etwas von unter Tage in die eigene Kasse bekommen.
Grenzen schaffen, Gebiete erobern
Das Motivierende ist: Man kann auf mehrere Arten erfolgreich sein, es gibt nicht die eine Taktik. Ist es besser, sich auf ein großes oder mehrere kleine Gebiete zu konzentrieren? Soll man auf Punkte bringenden Monopole oder Geld bringende Vielfalt gehen? Das kommt darauf an! Und zwar darauf, wie sich die Gebiete der anderen entwickeln. Es kann sogar ein Vorteil sein, wenn man den Nachbarn eine Zeit lang fleißig Grenzen bauen lässt, denn so braucht man sie selbst nicht bezahlen - die schwarzen Plastikgrenzen gelten für beide Reiche!
| Löwenherz ist ein Strategiespiel für 1 bis 4 Teilnehmer ab zwölf Jahren. Für diesen Test haben wir die überarbeitete Neuauflage aus dem Jahr 2003 (Kosmos-Verlag) gespielt. |
Ziel ist es, als erster Fürst eine bestimmte Punktzahl auf der Siegleiste zu erreichen. Bis zu vier Spieler setzen zu Beginn abwechselnd je eine Burg plus Ritter auf die zwölf mal zwölf Felder große Karte. Da gibt es neben einfachen Wiesen z.B. Wälder, Dörfer und die lukrativen Minen für Kupfer, Eisen, Gold und Diamanten. Außerdem lockt der verwaiste Palast des ehemaligen Herrschers in der Mitte des Reiches.
Aber in dieser ersten Runde kann noch keiner der Kontrahenten irgendwelche Gebiete für sich beanspruchen - man hat lediglich Burgen und Ritter, aber es gibt noch keine Grenzen. Erst wenn man ein Gebiet schafft, indem man die Felder um seine Burg herum mit Grenzen einzäunt, wird gewertet: Für jeden Wald (= 1 Punkt), jedes Dorf (=3 Punkte) und evtl. die Königsburg (=5 Punkte) im eigenen Reich schreitet man dann mit seinem Wappen auf der Siegpunktleiste voran. Außerdem bekommt man für jedes Monopol an Minen jeweils fünf Punkte - dafür braucht man allerdings mind. drei Minen einer Sorte.
Jeder Befehl kostet Geld
| Eine freie Karte für vier Fürsten: Das Artdesign ist ansehnlich und man kann die neun Gebietsscheiben bei jedem Spiel anders legen. |
Das liegt zum einen daran, dass man nicht einfach Ritter oder Grenzen frei setzen kann, sondern dass jede Aktion, selbst das Erobern von Gebieten, auch Geld kostet. Und wer an der Reihe ist, darf entweder eine seiner maximal drei Befehlskarten verkaufen oder eben einsetzen. Man muss also sehr gut überlegen, was man mit seinen Kupferstücken anfängt: Sparen? Ritter kaufen? Grenzen setzen? Gebiete erweitern? Zu Beginn hat man sieben, dann werden es immer weniger...
Sparen und damit quasi aussetzen, um eine Karte in Kupfer zu verwandeln, kann also sinnvoll sein - so macht man am schnellsten Kohle. In Löwenherz hat man nämlich erst dann regelmäßige Einnahmen, wenn man eine Mine in seinem Gebiet besitzt. Da es auf der ganzen Karte nur vier Rohstoffe gibt, kann man pro Runde auch höchstens vier Kupfer bekommen.
| Burgen und Ritter bestehen aus gut modelliertem Kunststoff - die Ritter stehen fest und stabil. |
Die Minenfelder sind wiederum so gut auf der Karte verteilt, dass man clever expandieren muss, um wirklich das Maximum an Profit rauszuholen. Und natürlich wollen die anderen Spieler auch etwas von unter Tage in die eigene Kasse bekommen.
Grenzen schaffen, Gebiete erobern
Das Motivierende ist: Man kann auf mehrere Arten erfolgreich sein, es gibt nicht die eine Taktik. Ist es besser, sich auf ein großes oder mehrere kleine Gebiete zu konzentrieren? Soll man auf Punkte bringenden Monopole oder Geld bringende Vielfalt gehen? Das kommt darauf an! Und zwar darauf, wie sich die Gebiete der anderen entwickeln. Es kann sogar ein Vorteil sein, wenn man den Nachbarn eine Zeit lang fleißig Grenzen bauen lässt, denn so braucht man sie selbst nicht bezahlen - die schwarzen Plastikgrenzen gelten für beide Reiche!