Nintendo Labo: Toy-Con 01: Multi-Kit - Test, Hardware - 4Players.de

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Nintendo Labo: Toy-Con 01: Multi-Kit (Hardware) von Nintendo
Bastelstunde mit der Switch
Hardware
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Release:
27.04.2018
Spielinfo Bilder Videos

Mit Labo verwandelt sich die Switch in einen Baukasten – so das Versprechen. Ein Bastelparadies für Kreative oder ein wackliges Gadget, das schnell in der Ecke landet? Wir haben die ungewöhnliche Idee von Nintendo ausführlich getestet: Das „Multi-Kit“ genannte Set 01 kostet 69,99 Euro und enthält ein ganzes Bündel kleiner Gadgets aus Pappe.

 



Endlich ein Editor in der realen Welt!

 

In ein paar Minuten - oder auch Stunden - hat man die vorgestanzten Elemente aus den Bögen getrennt, zusammengefaltet und kann auf dem mittleren Bildschirm-Teil der Konsole eines der Minispiele starten. Enthalten sind fünf Spiele plus etwas Kleinkram und Zubehör: Ein kleines ferngesteuertes „Auto“, ein Motorradrennen, ein Angelspiel, ein virtuelles Haustier, um das man sich in kurzen Reaktionstests kümmert sowie ein Piano nebst einfachem Musik-Editor. Hat man genug gespielt, lässt sich das Konstrukt natürlich auch mit schrägen Dekorationen vollkleistern. Nintendo bietet z.B. ein entsprechendes Deko-Kit voller Kulleraugen und anderer Sticker an. Im Set 01 stecken lediglich das Spielmodul sowie allerlei Pappbögen und Kleinkram wie Schnüre, Ösen und Gummibänder. Das Wort lediglich ist eine Untertreibung, denn wir haben schon teure Brettspiele erlebt, in denen deutlich weniger Material steckte. Obwohl die Pappbögen vor den eigenen Augen viel dünner wirken als auf Bildern oder in Videos, sind sie in gefalteter Form erfreulich robust.

 

Wie jetzt - man kann auch außerhalb von Editoren basteln? Auf geht
Wie jetzt - man kann auch außerhalb von Editoren basteln?
Uns ist bislang auch nichts kaputtgegangen. Schlimmstenfalls hat sich mal eine Schnur verheddert oder eine Lasche ist herausgeflutscht. Selbst Knicke lassen sich nach einem Malheur schnell wieder zurechtbiegen – zumal es in der interaktiven Anleitung sogar eine Kategorie mit Tipps für die Rettung angeschlagener Toycons gibt.

 

Robust und ausführlich

 

Toycon heißen hier die einzelnen Pappspielchen, die sich dank der extrem ausführlichen Anleitung bestens zusammenbauen lassen. Jeder Schritt wird derart detailreich erläutert, dass es uns manchmal schon fast zu viel war. Nicht jeder hat Spaß daran, sich durch hunderte Seiten Chat mit Professor von Papp und seinen Schülern zu klicken, die wirklich jedes Detail mit einem albernen Spruch kommentieren müssen. Typisch Nintendo! Anderswo profitiert der Spieler aber von der ausführlichen Umsetzung und dem Qualitätsanspruch des Branchen-Oldies: Man kann die übersichtlichen Schritte im eigenen Tempo vor- oder zurückspulen.

 

4Players präsentiert den Mucker 3000!
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Die dreidimensionalen Modelle lassen sich sogar frei drehen und zoomen. Übersichtlicher geht es nun wirklich nicht! Da jegliche Schritte genau befolgt werden müssen, ist der Aufbau natürlich kein sonderlich kreativer Prozess. Vor allem bei umfangreicheren Modellen wie dem Klavier fühlt man sich schon mal wie am Fließband, wenn nach zweieinhalb Stunden Korpus- und Tastenfertigung noch immer kein fertiges Instrument auf dem Tisch steht. Anders interpretiert bekommt man hier aber viel für sein Geld: Gut acht Stunden kann man die Kinder allein mit dem Basteln aller Modelle beschäftigen – wenn man die Pausen mitzählt noch länger. In vielen Momenten macht es sogar richtig Spaß, Schritt für Schritt vor den eigenen Augen zu sehen, wie sich bestimmte Kurbeln, Schlaufen und Gewichte für mechanische Tricks nutzen lassen. Sogar die Funktionsweise der kleinen Joycon-Controller wird en detail erläutert: Sie lassen sich nach der Vollendung eines Bauwerks schnell darin verstauen oder wieder entfernen.

 

 

Kommentare

Levi  schrieb am
winkekatze hat geschrieben: ?
04.05.2018 14:26
Ich denke dass das Konzept vor allem Eltern ansprechen soll, die sich gemeinsam mit ihren Kindern vor die Switch hocken und basteln wollen.
Genau dies. Das ist kein: "man setzt das Kind davor und kümmert sich um sich selbst"-Produkt....
winkekatze schrieb am
Ich denke dass das Konzept vor allem Eltern ansprechen soll, die sich gemeinsam mit ihren Kindern vor die Switch hocken und basteln wollen.
ronny_83 schrieb am
Ich gehe auch nicht davon aus, dass Core Gamer die Zielgruppe sind, sondern Kinder, Jugendliche und Bastler. Nintendos Fehler wäre, sich auf Kinder zu versteifen, weil die anderen Zielgruppen um einiges größer sind. Allein schon der Kaufkraft wegen. Und weil es keine Kinder sind, die sich Gedanken darüber machen müssen, ob Videospiele in Jungen Jahren schon geeignet sind. Labo hat doch bestimmt auch irgendeine Mindestalterseinstufung.
yopparai schrieb am
Dass sie sich letztendlich verschätzt haben mag ja sein. Ändert aber nichts daran, dass das die primär angepeilte Gruppe ist.
ronny_83 schrieb am
yopparai hat geschrieben: ?
04.05.2018 14:10
Das Marketing im Vorfeld hat sich ganz eindeutig an Familien mit Kindern gerichtet. Dass sie keinen Altersnachweis <14 sehen wollen beim Kauf steht dem nicht entgegen.
Das ist nur ein Workshop gewesen und dem versucht wurde, die Zielgruppe einzubeziehen, die wohl am schwersten zu überzeugen sein wird. Trotzdem bezweifle ich, dass größtenteils Kinder im Visier sind. Sonst würde man nicht so absurd viele Kits ausliefern. In Japan wurden in der ersten Woche 300.000 Kits ausgeliefert, aber nur knapp über 100.000 verkauft. Sollten etwas 300.000 japanische Eltern ihren Kindern Nintendo-Konsolen samt Kit kaufen? Ich glaube nicht mal, dass überhaupt so viele Switch in japanischen Elektromärkten liegen.
schrieb am