Super Bomberman R - Test, Geschicklichkeit, Nintendo Switch - 4Players.de

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Super Bomberman R (Geschicklichkeit) von Konami
Blindgänger im Switch-Lineup
Partygames
Entwickler: Konami
Publisher: Konami
Release:
03.03.2017
Spielinfo Bilder Videos
Es hätte so schön werden können: Nintendo will mit der Switch schließlich den Couch-Multiplayer wiederbeleben und Konami liefert mit Super Bomberman R den passenden Mehrspieler-Klassiker dazu. Was kann dabei schon schiefgehen? Einiges, wie unser Test offenbart.

Chance vertan!

Die Reflexe von Hudsons guten alten Bombermännern sind offenbar gehörig in die Jahre gekommen: Sie reagieren zumindest nur mit einer kurzen, aber deutlich spürbaren Verzögerung auf die Eingabebewegungen. So „pflanzt“ man immer mal wieder einen Sprengsatz ein Feld zu früh oder zu spät und baut sich selbst eine tödliche Falle. Oder man kann sich nicht schnell genug vor den Bomben der Gegner in Sicherheit bringen. Was man auch tut – es empfiehlt sich immer eine kleine Reaktionszeit vorauszukalkulieren, was bei diesem actionreichen Spielprinzip fatal ist. Schade, denn das Grundprinzip aus dem Jahr 1983 rockt auch heute noch: Bis zu acht Spieler wuseln aus der Draufsicht durch ein kleines Labyrinth und sprengen mit pulsierenden Zeitbomben poröse Wände und Gegner aus dem Weg. Aufgepeppt wird das herrlich hektische Getümmel von sammelbaren Extras und Fähigkeiten wie mehr Sprengkraft, dem Legen ganzer Bombenketten oder dem nicht ungefährlichen Kicken (und Stoppen) von Sprengsätzen in andere Bereiche. Wer ausgeschieden ist, darf seine Peiniger mit einem Fahrzeug vom Rand aus weiter ärgern, um vielleicht sogar ins Spiel zurückzukommen.

Bis zu acht Spieler mischen mit unterschiedlichen Verbindungs- und Eingabemöglichkeiten mit.
Bis zu acht Spieler mischen mit unterschiedlichen Verbindungs- und Eingabemöglichkeiten mit.
Dank der Switch-Möglichkeiten tritt man auf mannigfaltige Weise mit bis zu acht Personen gegeneinenander an, z.B. vorm TV mit Pro-Controllern und von der Konsole abgezogenen Mini-Controllern. Oder man baut maximal vier Konsolen auf einem Couchtisch auf, zieht die Joycons ab und legt mit bis zu acht Freunden los, löblich! Sitzt man auf einem Stuhl, lässt sich das Gewusel im spitzen Winkel auf den kleinen Bildschirmen allerdings etwas schlecht erkennen. Wir haben uns irgendwann lieber im Schneidersitz auf den Boden niedergelassen, um näher am Geschehen zu sein. Auch ein Online-Modus wird mitgeliefert, darin fetzen sich standardmäßig nur vier Teilnehmer. Wenn sich an einzelnen Konsolen je ein zweiter Spieler anmeldet, können aber sogar acht Personen mitmischen.

Bomberman auf Valium

Trotz all dieser Potenziale ist das von Konami und HexaDrive entwickelte Spiel aber ein Rückschritt. Im Laufe der Jahrzehnte gab es immer wieder gelungene Erweiterungen des Konzepts, z.B. für die PC Engine und den Amiga (DynaBlaster) oder den PC. Besonders cool war die furiose Saturn-Fassung, welche bereits 1996 einen Zehn-Spieler-Modus und einen Haufen wilder Extras mitbrachte. Super Bomberman R gehört leider nicht in diese würdevolle Ahnenreihe der Sprengmeister. Ganz so grottig wie in der eintönigen Xbox-360-Verwurstung Bomberman Act Zero wird es zwar nicht, trotzdem stören auch hier zahlreiche Schnitzer das Gemetzel. Das größte Manko ist die schon erwähnte schwammige Steuerung. Im Docking-Modus vorm TV fühlt sich die Eingabe-Verzögerung sogar noch einen Deut träger an. Aktiviert also möglichst den Game-Modus an eurer Anlage und dem Fernseher und deaktiviert alle unnötigen Bildfilter! Noch schwammiger wird es in den weltweiten Online-Matches. Die Spielsuche bietet zwar vier Stufen zur Einschränkung auf lokalere Regionen oder Spieler mit einer guten Verbindung, doch auch in komplett deutschen Matches habe ich manchmal derart arge Lags erlebt, dass die Duelle zum reinen Glücksspiel wurden. In innerdeutschen Auseinandersetzungen bleibt aber immerhin die Mehrzahl der Runden erträglich. Im Gegensatz zu Fast RMX gibt es in der Spielersuche übrigens die Möglichkeit, der Lobby eines Freundes beizutreten.

Die Bosskämpfe im Story-Modus sind immerhin kleine Highlights im etwas faden Story-Modus und greifen in mehreren Phasen an.
Die Bosse sind immerhin kleine Highlights im etwas faden Story-Modus und greifen in mehreren Phasen an.
Weitere Negativpunkte sind z.B. die etwas umständliche Menüführung beim Eröffnen eines Matches sowie der Mangel an Extras: Es gibt zwar nach wie vor schwächende Totenkopf-Items (z.B. zur Verlangsamung der Figuren), Konfigurationsmöglichkeiten und Power-Up-Vielfalt bleiben aber deutlich hinter älteren Ausgaben zurück. Nicht einmal der berühmt-berüchtigte „Bombendurchfall“ ist mir bislang untergekommen. Online gibt es lediglich freie Matches mit einer Hand voll Optionen oder die nicht sonderlich motivierende Möglichkeit, in Rang-Matches in ein par Ligen auf- oder auch wieder abzusteigen. Zudem dauert es ziemlich lange, sich die nötigen Münzen für neue Arenen und kleine Accessoires fürs Erscheinungsbild zu verdienen. Die etwas fade designten Schlachtfelder bieten zwar hier und da Brücken, Rampen oder Höhenunterschiede, Letztere erkennt man in der Iso-Perspektive aber nicht immer sofort.

Durchwachsenes Abenteuer

Auch der Story-Modus konnte mich nur mäßig unterhalten. Bosskämpfe gegen eine Mech-Spinne oder ein bildschirmgroßes wandelndes Fort lockern den Alltag als Sprengmeister ein wenig auf. Die kleinen scrollenden Standard-Levels bieten aber nur altbekannte Standardkost gegen mehr oder weniger putzig animierte Kopffüßer. Meist ist man als Kammerjäger unterwegs und soll wandelnde Wärmflaschen, degenerierte Düsenfrösche oder hetzende Harley-Heizer aus der Arena bomben. Anderswo müssen einfache Schalterrätsel gelöst werden. Oder eine Reihe „versprengter“ Männchen wird in die Rettungszone geführt und dackelt dabei wie in Pix the Cat hinter dem Spieler her. Die kleinen Regelvariationen bleiben aber eine Nebensache und können die Action nicht wirklich bereichern.

Alles was kreucht und fleucht, muss sterben - oder man evakuiert ein paar andere Kopffüßer aus der Gefahrenzone.
Alles was kreucht und fleucht, muss sterben - oder man evakuiert ein paar andere Kopffüßer aus der Gefahrenzone.
Am meisten sind mir aber die bemüht komischen Cartoon-Sequenzen rund um das Grüppche von Bomberman-Helden auf den Wecker gegangen. Im Kampf gegen den intergalaktischen Bösewicht Emperor Buggler arbeiten sie sich über eine Reihe infizierter Planeten und treffen dabei auf eine Reihe von Widersachern. Nach einigen Minuten inkoherentem Gekreische habe ich es aufgegeben und die Zwischensequenzen einfach weggedrückt. Positiv hervorzuheben ist, dass man die Kampagne kopperativ zu zweit angehen kann und den angesichts der schwammigen Steuerung recht hohen Schwierigkeitsgrad senken darf. Zur Not lassen sich mit verdienter Währung auch Continues erkaufen, was aber das Freischalten neuer Mehrspieler-Arenen weiter verzögert.

Kommentare

yopparai schrieb am
Falls es wenn interessiert: Neuer Patch 1.3 ist draußen, und es hat sich einiges getan. Framerate im Multiplayer ist jetzt 60FPS, dafür hat man die Auflösung im MP einen Tick runtergesetzt. Weiterhin gibt es Änderungen an der Kamera und die Steuerung ist weiter verbessert worden. Neue Arenen gibt es auch. Inzwischen kann man sagen, dass es sich so spielt, wie sich ein Bomberman spielen sollte. Die Patch Notes lesen sich fast etwas surreal... Wär das gleich so auf den Markt gekommen, hätte man sich die ganzen miesen Wertungen locker ersparen können. Wirklich schade. Den Test hier kann man eigentlich inzwischen völlig ignorieren. Ich verstehe zwar, warum es diese "keine Nachtest Politik" gibt, aber zumindest als Hilfe zur Kaufentscheidung kann dieser Test jetzt nicht mehr dienen, soviel muss man an diesem Punkt jetzt offen sagen. Trotzdem Hut ab vor Konami an der Stelle, ich hätte mit einem solchen Post-Launch-Support ehrlich gesagt nicht gerechnet.
Rohwetter schrieb am
matzab83 hat geschrieben: ?
09.03.2017 15:36
Rohwetter hat geschrieben: ?
09.03.2017 10:13
Ich komme bisher ganz ohne aus. 4-5 Stunden Zelda mobil geht ohne Ladebank..
So lange? Wie hast du deine Switch konfiguriert?
Helligkeit 0% :lol:
Leuenkönig schrieb am
Heliosxy hat geschrieben: ?
10.03.2017 15:50
Wie kommst du auf 1100??
hast du die Specs gesehen? Alleine ein PC mit den Specs nachbauen, ohne müll und einer SSD würde easy auf 800-1000 kommen. Alleine die Graka kannst eh nicht mehr kaufen also wenn du dann auf neuere Geräte umsteigst 1060 bsp.
Für meinen habe ich soviel gezahlt und hab halt ne 350? graka und ne i5 6600 drin und bin auf den Preis gekommen. Wir reden von Grundaufbauen, denn irgendeinen prebuild kannste nicht einfach so aufrüsten.
Sir Richfield hat geschrieben: ?
10.03.2017 16:18

Nun, du kaufst bei dem PC ja mit, dass du fast ALLE Spiele der letzten 30 Jahre damit abspielen kannst.
Du kaufst auch, dass der PC mehr Funktionsumfang hat als alle Konsolen zusammen.
Und ja, eine höhere Auflösung bringt schon was. Gerade wenn die Kantenglättung fehlt.
Texturenmatch bleibt allerdings Texturenmatsch. Wobei das bei guten Wii(U) Spielen weniger das Problem ist, da reißen die Designer eine Menge raus.
(Hmm, habe ich Bock auf den Streß, mir die Prime Trilogie auf dem PC zu geben? Wobei sich der Streß auf die Suche nach Wiimote Treibern und leichten Umbaumaßnahmen, bzw Anschaffung von Infrarot LEDs bezieht.)

Hier geht es aber nicht um "Ich baue mir einen kompletten Spiele PC, sondern "Ich baue mir einen PC um Wiiu Spiele bzw. Breath of the Wild zu spielen". Ja Auflösung kann dazu beitragen,...
CafeSan schrieb am
Sind wir doch ehrlich: die ganze Diskussion geht doch völlig an der Realität vorbei. Alle Kritikpunkte: Kinderkrankheiten, Preis, Line-Up sind doch völlig Wumpe. Alle Konsolen die Nintendo derzeit auf den Markt wirft werden doch eh an die Hardcorenintendo-und/oder Zelda Fans durchverkauft. Das weiß doch Nintendo auch. Da hätte die Konsole auch 400 euro kosten können. Zum Weihnachtsgeschäft sieht die Welt doch schon wieder ganz anders aus. ;) Aber man kann die Diskussion natürlich gerne auch noch in den nächsten 200 Themen weiterführen. :)
Sir Richfield schrieb am
Leuenkönig hat geschrieben: ?
10.03.2017 10:11
1100? PC kaufen nur um dann nur ein 60? Spiel auf konstanten 30fps in höherer Auflösung(als würde das irgendwas ändern) mit dem Aliasing der Switch und mit sound bugs.
Puh lohnt sich wirklich!
Nun, du kaufst bei dem PC ja mit, dass du fast ALLE Spiele der letzten 30 Jahre damit abspielen kannst.
Du kaufst auch, dass der PC mehr Funktionsumfang hat als alle Konsolen zusammen.
Und ja, eine höhere Auflösung bringt schon was. Gerade wenn die Kantenglättung fehlt.
Texturenmatch bleibt allerdings Texturenmatsch. Wobei das bei guten Wii(U) Spielen weniger das Problem ist, da reißen die Designer eine Menge raus.
(Hmm, habe ich Bock auf den Streß, mir die Prime Trilogie auf dem PC zu geben? Wobei sich der Streß auf die Suche nach Wiimote Treibern und leichten Umbaumaßnahmen, bzw Anschaffung von Infrarot LEDs bezieht.)
schrieb am

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