Fallout 4 VR - Test, Rollenspiel - 4Players.de

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Fallout 4 VR (Rollenspiel) von Bethesda
VR-Postapokalypse
Action-Rollenspiel
Entwickler: Bethesda
Publisher: Bethesda
Release:
12.12.2017
2018
12.12.2017
Spielinfo Bilder Videos
Das Jahr begann mit einem VR-Paukenschlag, als Capcom mit Resident Evil 7 den Horror hinter Sonys VR-Brille zerrte. Und wenn es nach Bethesda geht, soll 2017 auch mit einem VR-Highlight enden. Denn nachdem man bereits mit Skyrim und Doom spannende sowie unterhaltsame Abstecher in die virtuelle Realität unternommen hat, darf man jetzt mit der Vive-Hardware auch das Ödland von Fallout 4 VR durchstreifen. Ob die Umsetzung gelungen ist, verraten wir im Test.

Überleben in der virtuellen Realität

Vor zwei Jahren ist Fallout 4 nur denkbar knapp am dritten Teil der Witcher-Saga gescheitert, als es innerhalb der Redaktion darum ging, das Spiel des Jahres in der Kategorie Rollenspiel zu wählen. Und nachdem ich weit über 100 Stunden im amerikanischen Ödland rund um Boston zugebracht hatte, war ich gespannt, ob es Bethesda gelingen würde, die Essenz des Rollenspiels mit seinen taktischen Kämpfen auch hinter der VR-Brille einzufangen. Umso mehr, nachdem man vor kurzem mit der VR-Umsetzung von Skyrim auf PlayStation VR gezeigt hat, dass sich die riesigen Welten oder die offenen Quest-Strukturen der Bethesda-Welten auf der einen und virtuelle Realität auf der anderen Seite nicht zwangsläufig ausschließen. Dementsprechend gelten die meisten Vorzüge, die den Titel zu seinem Start im November 2015 auszeichneten, auch hier.

Die Kulisse hat zwar recht großen Hardware-Hunger, zieht einen hinter der Vive-Briller aber umgehend in ihren Bann.
Die Kulisse hat zwar recht großen Hardware-Hunger, zieht einen hinter der Vive-Briller aber umgehend in ihren Bann.
Denn wie schon bei Skyrim (und damit im Gegensatz zu Doom VfR, das eine eigene Story und entsprechende spielerische Anpassung verpasst bekam) hat man hier die komplette Welt von Fallout 4 VR-fähig gemacht. Die Faszination, diese postapokalyptische Welt zu erkunden und dabei Quests, Personen und Orte wie beiläufig zu entdecken und von Ihnen wiederum ganz woanders hingeführt zu werden, stellt sich auch hier ein. Spätestens, wenn man den Einstieg hinter sich gebracht hat, im Laufe dessen man mit dem als Fundament dienenden Familiendrama nach dem Atomeinschlag bekannt gemacht wird. Es hat auch weiterhin Bestand, dass eigentlich kein Spiel direkte und indirekte Erkundungsreize so gelungen miteinander verknüpft. Auch die Gefährten, die nicht nur in der Interaktion mit der Hauptfigur, sondern auch mit der Umgebung eine große Rolle spielen können, sind vorhanden und bereichern das Spielerlebnis. Der Basisbau ist ebenfalls integriert und bietet neben den mal tragischen, mal bizarren Geschichten einen weiteren Stützpfeiler für die Motivation, immer weiter in dieser offenen Rollenspielwelt versinken zu wollen. Für weitere Informationen zu den grundsätzlichen Inhalten und Mechanismen möchte ich aber an dieser Stelle auf den Test von damals verweisen.

Keine Erweiterungen

Dass ich übrigens im Gegensatz zum Test von Skyrim VR nicht auf die Add-Ons wie Nuka World, Far Harbor oder den Vault-Tec Workshop eingehe, die sowohl als Teil des Season Passes als auch im Rahmen der Game of the Year Edition auf PC, PS4 oder One erhältlich sind, liegt schlichtweg daran, dass sie hier fehlen. Angesichts der Integration von Dragonborn, Dawnguard sowie Hearthfire bei der VR-Variante von Skyrim ist es sehr bedauerlich, dass man hier auf diesen Service verzichtet hat. Sicher: Auch so kann man schon dutzende, ja hunderte Stunden im Ödland zubringen. Doch es macht deutlich, dass bei der Inhaltszusammenstellung für Fallout 4 VR offensichtlich ein anderer Standard herrschte als bei Skyrim. Und nicht nur da. Denn angesichts der im Rahmen der Möglichkeiten sowohl visuellen als auch spielmechanischen Qualität, die der Ausflug nach Himmelsrand hinter der PlayStation-Brille abliefert, scheint man bei Fallout 4 entweder von der Hardware oder den eigenen Ambitionen ausgebremst worden zu sein.

Dass man ohne Hände durchs Ödland wandert, ist irritierend.
Dass man ohne Hände durchs Ödland wandert, ist irritierend.
Die Kulisse ist davon ausgenommen. Zwar benötigt sie einen potenten Rechner, um die Vive-Brille mit Bildern zu füttern (die Minimalanforderungen werden mit einem Intel i5-4590, 8GB RAM sowie einer GeForce GTX 1070 angegeben), doch abseits von ein paar aufloppenden Texturen und gelegentlichem Reinpoppen von Landschaftsgeometrie sieht Fallout 4 auch in der virtuellen Realität sehr stimmungsvoll aus. Die im Genrevergleich eher schwache Mimik bzw. das mitunter gröbere Figurendesign des Nicht-VR-Originals fällt angesichts der hohen Immersion erstaunlicherweise nicht ins Gewicht – vielleicht, weil ich hier keine Quantensprünge im Vergleich zur Ursprungsversion erwartet habe. Unter Umständen auch, weil mich das überzeugende Gefühl, im Ödland zu sein, von den Gesprächen abgelenkt hat. Denn in jedem Fall sorgen Sichtweite, abwechslungsreiche Lanschaften, aufwändige sowie teils akribisch recherchierte Architektur sowie üppige Flora und Fauna dafür, dass man immer etwas entdecken und bestaunen kann.

Kommentare

yopparai schrieb am
Ist doch das gleiche Spielchen wie bei der Switch. Early Adopter gibt viel Geld für Hardware aus? Na dann wird er doch sicher auch viel Geld für Software haben.
Nix Neues, hier gibt?s nichts zu sehen, bitte weitergehen. Im Prinzip ist der Gedanke ja auch nicht falsch. Ich würd?s genauso machen. Der Wert einer Sache hat nichts, aber auch gar nichts mit dem reingesteckten Aufwand zu tun. Er bestimmt sich danach was der Kunde bereit ist zu zahlen. Und wenn der nunmal ein begrenztes Angebot hat und schonmal bewiesen hat, dass er nicht so aufs Geld gucken muss, na dann zahlt er auch schonmal mehr.
(Kann man natürlich trotzdem scheiße finden, aber Abzocke definier ich dann doch anders)
belaturr schrieb am
redharlow hat geschrieben: ?
19.12.2017 13:12
Denke auch nicht, dass Fallout 4 da viel besser abschneiden wird. Es fehlt einfach dieses plastische (durch tessellation erreicht?), sowie scheinbar Entwicklungsarbeit.
Die Texturen in Fallout besitzen auf jeden Fall Tessellation bzw. Parallax mapping, falls du das meinst? Das ist auf Bildern immer schlecht zu sehen, ist mir aber in VR positiv aufgefallen. Resident Evil 7 hat aber viel mehr Details und klasse Lichtverhältnisse, was so glaube in einem Open-World-Spiel nicht zu machen ist.
redharlow schrieb am
Flextastic hat geschrieben: ?
19.12.2017 12:00
redharlow hat geschrieben: ?
19.12.2017 10:44
Hallo Zusammen,
......
re vr war doch "nur" eine episode.
Tut mir Leid, du hast natürlich recht.
Bei der PS4-Version wurde das VR jedoch einfach kostenfrei nachgeliefert und man konnte jederzeit zwischen dem normalen und dem VR-Modus wechseln.
Da frage ich mich halt einfach, weshalb dies bei Skyrim nötig sein soll und bei Resi7 nicht.
Wurde eventuell sogar bewusst weggelassen, um keine kritischen Stimmen aufkommen zu lassen und das so aussehen zu lassen als wäre das technisch gar nicht möglich.
Ist natürlich nur eine Vermutung.
Zu SkyrimVR möchte ich noch sagen, dass ich dieses bei einem Freund auf der PS4PRO gespielt habe.
Kann natürlich sein, dass es auf dem PC doch deutlich besser rüber kommt. (Ich bin selbst mit einem High End PC gesegnet :) )
Jedoch hat mich Resident Evil 7 in VR auf dem gleichen System so dermassen beeindrucken können, wie kein anderes VR-Spiel. Ich war da wirklich drin und ich musste mich wirklich überwinden jetzt da hoch zu jack zu gehen, immer unsicher wo er gerade steckt. Die Grafik ist einfach so auf Realistisch getrimmt und das VR funktioniert jederzeit perfekt. Auch diese plastische Grafik einfach, alles fühlt...
belaturr schrieb am
Onekles hat geschrieben: ?
19.12.2017 11:48
Weiß man denn schon, ob das später noch für die Playsi nachgereicht wird? Bezahl ich auch nochmal Vollpreis für, das ist mir wumpe. Am PC unterstützt es ja leider nur die Vive, ich hab aber nur das doofe Oculus-Dingens. =P
Läuft mit manuellen Anpassen auf der Rift ganz gut. Anleitungen findet man im /oculus oder /fo4vr subreddit. Ohne die Anpassungen lässt es sich kaum bedienen, da die Vive-Controller mit ihrem Touchpad das Hardware-Target sind.
PSVR-Version wird wohl nicht kommen, oder sie müssten extrem an der Schraube drehen, keine Ahnung wie die FO4-Performance auf der PS4 war.
Flextastic schrieb am
redharlow hat geschrieben: ?
19.12.2017 10:44
Hallo Zusammen,
Also ich verstehe die Leute nicht, die Bethesda jetzt hier so in Schutz nehmen.
Ihre Geschäftspolitik ist ja wohl derzeit einzigartig.
Schaut euch mal Resident Evil 7 an, da konnte man das auch einfach per Patch nachliefern. Auch als DLC fände ich es in Ordnung für 10?.
Bei Skyrim konnte man ja nicht mal ohne VR spielen, davon abgesehen das, das VR unterirdisch umgesetzt war.
Nicht böse gemeint Leute aber versucht das doch mal etwas kritischer zu sehen. Soll eher zum nachdenken anregen.
Bethesda ist ja nicht erst seit gestern für dubiose dlcs oder total fehlerbehaftete spiele bekannt. Ich denk man kann das umgangssprachlich durchaus als abzocke bezeichnen.
Bin einfach immer noch enttäuscht von SkyrimVR..
Mfg
re vr war doch "nur" eine episode.
schrieb am