Der frühe Zauberer fängt den Voldemort
Spielerisch darf der Kenner der bisherigen Spiele keine Revolution erwarten: Nach wie vor läuft, springt und zaubert man durch die Levels, zerlegt die Klotz-Umgebung in Einzelteile, die dann in neuer, nützlicherer Form flugs wiederauferstehen - dem Zauberer-Ambiente entsprechend wie durch einen magischen Tornado zusammengefügt. Allerdings sind die Abschnitte, von Hogwarts über die Winkelgasse über Weasleys Fuchsbau bis nach Hogsmeade, anders als bei Lego Indiana Jones 2
nicht frei begehbar, sondern linear angeordnet, um innerhalb der Story keine Brüche zu verursachen.
Da lacht der Potter
Waren die ersten Lego-Spiele stark actionlastig, gewann die Serie mit jedem Spiel an Geschicklichkeits-Anteilen - die stehen bei Harry Potter an erster Stelle. Das merkt man nicht nur daran, dass es sehr viel mehr Gegenstände gibt, die man verzaubern kann, sondern auch an der Zunahme von Physik-Puzzles: So muss man sich z.B. immer wieder Brücken oder Treppen aus herumliegenden Einzelteilen selbst zusammenschweben. Außerdem gibt es jetzt gar keine Möglichkeit mehr, aus dem klotzigen Leben zu scheiden: Lebensenergie-Herzen gehören der Vergangenheit an, bei Feindkontakt verliert man nur noch kleine Steinchen, die man mit etwas Geschick auch gleich wieder aufklauben kann - auch zu zweit, und zwar sowohl lokal (per Splitscreen) als auch online. Was ebenfalls nicht vergessen werden darf ist die serientypische Albernheit: Freut euch auf die legendär-bescheuerten Zwischensequenzen sowie Dinge wie gefräßige Couchen oder eine völlig fluguntaugliche Hermine!
Ausblick
Fakten:
- Zaubersprüche müssen erst erlernt werden
- mehr als 100 Lego-Figuren
- die Helden haben unterschiedliche Eigenschaften
- herrlich absurder Humor
- ein großer Teil der Umgebung ist verzauberbar
- lineares Leveldesign, keine Hubs wie in Lego Indy 2

- weniger Action, mehr Geschicklichkeit und Puzzles
- lange Bosskämpfe
- man spielt auch in schwarz-weißen Erinnerungen
- lokaler Splitscreen und Online-Koop für zwei Spieler
- schöner Tiefenunschärfe-Effekt auf PC, 360 und PS3



