Mushroom Men: Der Sporenkrieg
USK: 12

First Facts: Mushroom Men: Der Sporenkrieg

So testet 4Players
Seite:  1 

Autor:
Jan Wöbbeking

Habt ihr schon einmal einen Giftpilz mit einem Kronkorken-Nunchuk tranchiert? Oder eine Horde kreischender Shiitake mit einem DS-Stab bearbeitet? Nein, dieser Artikel dreht sich nicht um Nintendos neuen Kochkurs für experimentierfreudige Psychedeliker. Auch die Entwickler der Red Fly Studios haben nicht vom Fliegenpilz genascht - zumindest hat uns das Produzent Chad Barron hoch und heilig versichert.

We are the Champignons, my friends.

Der schräge, düstere Stil von Mushroom Men ruft sofort Erinnerungen an Action-Plattformer wie Conkers Bad Fur Day und Vexx wach, und auch spielerisch schlägt das Spiel offenbar in eine ähnliche Kerbe. Gestaltet wurde der mutierte Makrokosmos von Frank Teran, der vorher bereits an DC- und Marvel-Comics wie Batman und The Punisher mitgewirkt hat. Ein grüner Meteorit ist in den Garten gestürzt und hat das Leben dort gewaltig verändert. Euer Helden-Pilzkopf hat zufälligerweise einen der leuchtenden Splitter in sich absorbiert und muss nun beweisen, dass er seiner um die seltene Himmelsgabe gebrachte Pilz-Gemeinde ein weiteres Exemplar besorgen kann. Auf seinem Weg trifft er allerlei mutierte Wesen wie gehörnte Kampfkarnickel, Kung Fu-Shiitake-Pilze und den traditionellen Erzfeind der essbaren Schwammerln: die Giftpilze.

Um all die garstigen Biester zu bekämpfen, verschiebt ihr Objekte mittels Telekinese, ballert grüne Sporen durch den Garten und langt natürlich mächtig zu. Ausgeteilt wird direkt mittels Bewegungen der Fernbedienung. Euer Fungus wedelt, wie eingangs erwähnt, mit einem riesigen Repertoire an aus Schrott gebastelten Waffen herum. Die nötigen Einzelteile liegen in den plattformlastigen, mit Rätseln garnierten Levels versteckt. Kennt ihr noch die klebrige Gummihand aus den Achtzigern, welche als Gimmick in diversen Comic-Heftchen lag? Genau solch ein dehnbares Exemplar hilft euch dabei, entfernte Plattformen zu erreichen. Oder ihr funktioniert den breiten Hut zum Gleitschirm um. Die für Oktober angesetzte DS-Version ist übrigens ein komplett eigenständiger Titel aus der Seitenansicht mit drei wählbaren Charakteren, die sich spielerisch und storytechnisch von der Wii-Fassung unterscheidet. Entwickelt wird die Handheld-Fassung von den Zen Studios aus Budapest, die zuletzt mit den etwas faden Flippern Pinball FX für Xbox Live Arcade und Flipper Critters für den DS in Erscheinung traten.

Ausblick

Publisher Gamecock hat ein Händchen für skurrile Spielwelten. Nach dem Grusel-Schlachtfest Dementium: The Ward für Nintendo DS folgt nun ein ebenfalls düsteres, aber deutlich familientauglicheres Abenteuer mit leicht verschrobenem Design. Die von Comic-Zeichner Frank Teran erschaffene Welt hat ihren eigenen Stil - hoffentlich verpassen die Entwickler dem Titel auch spielerisch eine eigene Note. Der Klopp- und Sammeltrieb wird durch die rund 30 aus Alltagsgegenständen gebastelten Waffen befriedigt. Ich hoffe außerdem auf jede Menge Sprung-Passagen, die mich nach Super Mario Galaxy endlich wieder angenehm zum Schwitzen bringen. Um dabei eure Nerven zu schonen, denken sich die Entwickler übrigens ein paar besonders faire Rücksetz-Mechanismen aus, mit dessen Hilfe ihr schnell wieder auf bereits erreichte Plattformen gelangen sollt. Solange Hardcore-Hüpfer wie ich nicht unterfordert werden, soll's mir recht sein. Wenn ihr das verstrahlte Pilzgericht vorkosten wollt, dürft ihr das übrigens auf der Games Convention tun - dort könnt ihr neben der im November erscheinenden Wii-Fassung auch die DS-Episode anzocken.
Fakten:

- Alternative Level-Abzweigungen
- rund 30 aus Krimskrams gebastelte Waffen..
- ..sind auf einzelne Gegner zugeschnitten
- über zehn Stunden Spielzeit geplant

Jetzt gibt's Pilz-Ragout: Eure in jeder Hinsicht giftigen Widersacher bekämpft ihr mit allerlei ungewöhnlichen Schlagwerkzeugen. 


















- Musik von South Park-Komponist Les Claypool
- interaktiver Soundtrack passt sich dem Geschehen an
- eigenständiger DS-Ableger in »2,5D«
- Handheld-Episode spielt vor der Wii-Fassung

Dieser Schuppen hält allerlei Gerümpel für zünftige Hüpfpassagen bereit.





Kommentare

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  • Das Spiel ist ja nun schon fast zwei Jahre in Entwicklung. In den Videos sieht es grafisch schon wirklich gut aus, flüssige Animationen und schöne Grafik. Wenn nun noch die Steuerung stimmt kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Eventuell ein echtes Topspiel. Ich freue mich jedenfalls drauf.  [...] Das Spiel ist ja nun schon fast zwei Jahre in Entwicklung. In den Videos sieht es grafisch schon wirklich gut aus, flüssige Animationen und schöne Grafik. Wenn nun noch die Steuerung stimmt kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Eventuell ein echtes Topspiel. Ich freue mich jedenfalls drauf. Allerdings kommen dieses Jahr ja so einige vielversprechende Third-Party-Wii-Spiele heraus und für nächstes Jahr sind noch eine ganze Menge mehr angekündigt.
  • Über zehn Stunden. :wink: Also wahrscheinlich elf.
  • 10 Stunden Spielzeit... pah!