Silent Hill: Shattered Memories
USK: 16

Vorschau: Silent Hill: Shattered Memories

So testet 4Players
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Autor:
Mathias Oertel

Nach dem ernüchternden Silent Hill The Room hat Konami mit Homecoming einen viel versprechenden Neuanfang auf HD-Systemen gemacht. Mit einem ganz anderen Konzept versucht man, die Remote-Horrorfans in die düstere Stadt der Albträume zu locken: Ohne Kampf und mit psychologischem Profil. Herzlich willkommen zurück in Silent Hill - einer Stadt, die man nicht so einfach vergessen kann.

Psycho-Trip

"ACHTUNG! Dieses Videospiel erstellt während des Spiels ein psychologisches Profil von Ihnen. Es findet heraus, wer Sie wirklich sind und verwendet diese Informationen dann dazu, sich zu verändern. Es setzt diese Informationen gegen Sie ein - und schafft damit ihren ganz persönlichen Albtraum. Dieses Spiel spielt mit Ihnen genauso wie Sie mit ihm."

Shattered Memories erzählt zwar die Geschichte des Ur-Silent Hill, ist aber dank neuer Mechaniken und einiger Änderungen weitaus mehr als ein Remake. 
Wenn ein Spiel mit solchen Worten beginnt, ist Skepsis angesagt - sie sollen verunsichern, aner meist steckt nichts dahinter. Doch bei Silent Hill Shattered Memories (SHSM) folgen diesen Worten auch Taten.
Dementsprechend sollte man Fragebogen in der von einem Therapeuten geleiteten Privatsitzung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn wie ich bei verschiedenen Startversuchen feststellen musste, verändert sich das Spiel je nach den gegebenen Antworten - sowohl kurz- als auch langfristig.
Man bekommt je nach Entscheidung Zutritt zu unterschiedlichen Gebieten oder Gebäuden, Personen stehen einem mit anderer Gesinnung gegenüber, teilweise verändert sich sogar ihr Aussehen  - nach Angaben der Entwickler sollen sogar bestimmte Gegnertypen abhängig von Antworten und Verhaltensweisen sein.
Davon war in den ersten Episoden und bei zahlreichen Wiederholungen zwar bis auf zwei Ausnahmen nur in geringem Umfang etwas zu spüren und vielleicht war dies auch nur ein Wunschdenken meinerseits, das durch die anfängliche Warnung induziert wurde, aber in jedem Fall wird man mit einem unguten Gefühl zurück gelassen, das einen immer wieder zur Selbstreflektion anregt: Was wäre passiert, wenn ich diese Frage anders beantwortet hätte? Gibt es eine Möglichkeit, diesem oder jenen Konflikt zu entgehen? Welche Rolle spielen die Erinnerungsfragmente, die man finden kann? Kann man durch sie vielleicht den Schlüssel zu seinen eigenen Problemen finden?

Willkommen zurück

Doch worum geht es erzählerisch? Kenner der Serie werden vermutlich etwas mit den Namen Harry Mason, seiner verschwundenen Tochter Cheryl oder der Polizistin Cybil Bennett anfangen können. Dies waren zentrale Figuren des allerersten Ausfluges in die nebel- und schneeverhangene Stadt des subtilen Grauens, seinerzeit auf PSone veröffentlicht. Shattered Memories erzählt die Geschichte erneut, allerdings ohne sich als plumpes Remake mit zeitgemäßer Kulisse zu präsentieren.

Statt des rauschenden Funkgeräts als Warnmelder im original Silent Hill gibt es jetzt ein Mobiltelefon als Allzweckgerät.
Stattdessen wird ein großer Fokus auf Psycho-Spielchen gelegt, die vor jedem Abschnitt in einem Gespräch mit einem Therapeuten gipfeln, das genutzt wird, um bestimmte Parameter für die nächste Episode festzulegen.
Manchmal sind das subtile Änderungen wie Türen, die beim einen Durchlauf geöffnet werden können und im nächsten verschlossen bleiben. Mal sind sie offensichtlicher wie die Häuserfarbe oder die Kolorierung von Kleidung bei Gesprächspartnern, die dem entspricht, was man in einem Kinderbild mit Buntstiften markiert hat.
Aber in jedem Fall wird man das Gefühl nicht los, dass jede Antwort, so beiläufig sie auch sein mag, eine Auswirkung auf das Spiel hat. Und das wiederum führt dazu, dass die Wahrnehmung deutlich sensibler auf das reagiert, was sowohl akustisch als auch visuell auf einen einprasselt. Sprich: Die nicht selten auftauchenden und zumeist gut platzierten Schockmomente wirken umso intensiver.

Vorbildlicher Remote-Einsatz

Selbst das harmlose Klingeln des Mobiltelefons, das als Allzweckhandy mit GPS und Kartenfunktion sowie Fotoapparat eingesetzt wird und mit seinen Interferenzen das Funkgerät/Radio des Originals ersetzt, sorgt dafür, dass man kurz im Sofa zusammenzuckt.

  

Kommentare

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  • Mein Fazit: Erstmal: Das Spiel ist durchaus gut. Kein bahnbrechendes Spiel, aber es macht Spaß. Positiv fand ich die Art, wie die Geschichte erzählt wurde. Unglaublich stimmig und dicht wird es in dem Spiel vor allem, wenn man auf andere Charaktere trifft. Da sind einige richtige schöne Szenen  [...] Mein Fazit: Erstmal: Das Spiel ist durchaus gut. Kein bahnbrechendes Spiel, aber es macht Spaß. Positiv fand ich die Art, wie die Geschichte erzählt wurde. Unglaublich stimmig und dicht wird es in dem Spiel vor allem, wenn man auf andere Charaktere trifft. Da sind einige richtige schöne Szenen dabei, bei denen ich mir gewünscht habe, sie würden nie enden. Alleine diese Szenen machen das Spiel schon sehr spielenswert. Weiterhin hat mir das Therapiekonzept sehr gefallen. Man wird immer mal wieder auf einen Therapiestuhl gesetzt und darf dann ein paar typische Spielchen machen. Die Spielchen selbst sind sehr interessant und haben mich sehr grübeln lassen - und sie wirken sich dann auch auf die weitere Spielerfahrung aus. Beispielsweise kann Harry ein "cooler Sportlertyp" oder aber auch ein eher seriöserer mit Brille sein. Die Dialoge verlaufen dann entsprechend der eigenen Antworten auch anders. Wie stark sich das nun unterscheidet kann ich aber noch nicht sagen, da ich erst einen Durchgang gemacht habe. Weiterhin positiv: Die Wii-Steuerung wurde klasse eingefügt. War für mich der erste Wii-Titel, darum bin ich da vielleicht auch etwas leichter zu begeistern, aber die frei bewegliche Taschenlampe, kleine Minigags wie etwas schwimmen oder einen Rollstuhl bedienen, und die Steuerung beim verfolgt werden fand ich richtig lustig. Etwas nervig ist nur, dass man nach dem rumgerüttel des Remote-Controllers erstmal wieder zusehen muss, den wieder richtig zu fokussieren, was schonmal sehr stören kann, wenn man gejagt wird. Die Musik hat auch wieder mal den ein oder anderen guten Track, im Vergleich zu der phantastischen Arbeit an z.B. Silent Hill 2 aber auch hier kein Vergleich. Negativ: Die Verfolgungen sind streng von den Erkundungen abgegrenzt. Weiterhin sind die Gegner von Anfang bis Ende nahezu gleich, es fühlt sich nachher daher recht abgenutzt an. Übrigens ist das "Im Schrank verstecken" etc. völlig nutzlos, dadurch schafft man sich in nahezu jeder Situation eher Nach- als Vorteile. Auch die Farbgebung in dieser anderen Welt ist recht ungünstig gewählt, weil es nur selten irgendwie gruselig wirkt, eher beruhigend. Allerdings muss man dazu sagen, dass das auch einen guten Grund hat storymäßig. Die Spielzeit ist zudem sehr sehr kurz. Sollten die Änderungen an der Story wirklich so gravierend sein wäre das vielleicht zu verkraften, aber da wäre mir ehrlich gesagt dann trotzdem ein längeres Spiel ohne soviel Änderung lieber gewesen. Man kommt in so kurzer Zeit einfach nicht richtig ins Spiel rein. Genau in dem Moment, wo man das Gefühl hat, endlich richtig in den Bann gezogen worden zu sein, ist es auch schon vorbei. Und etwas neu anzufangen reizt mich gerade in dem Genre nicht allzu stark. Selbst Silent Hill 2, das zu meinen Lieblingsspielen zählt, habe ich nur einmal durchgespielt. Diese Spiele leben einfach von der Ungewissheit. Storymäßig schließt es sich zwar sinnvoll an die Silent Hill-Serie an, von ein paar (teilweise leider gravierenden) Ungereimtheiten abgesehen, trotzdem bin ich der Meinung, dass das Spiel besser damit beraten gewesen wäre, sich nicht Silent Hill zu nennen. Bei Silent Hill wünsche ich mir morbide Welten und subtilen Horror. Bekommen hat man hier ein größtenteils nicht allzu gruseliges Spiel, das eher von dem ein oder anderen Schockmoment und einer guten Präsentation lebt. Insgesamt: Stimmiges Spiel, das mir viel Spaß gemacht hat. Die groß angekündigte Anpassung an die Psychologie beschränkt sich allerdings auf die Story. Wer also erwartet hat, dass er sich zu Tode gruselt, weil das Spiel gegen ihn arbeitet, liegt hier falsch. Es ist eher ein sehr entspannter Ausflug, der nur hin und wieder mal ein paar Aufschreck-Szenen drin hat. Die Jagd-Sequenzen sind zu monoton gehalten und zu deutlich vom Rest des Spiels abgetrennt, als dass sie einem Angst machen würden. Spaß machen die Sequenzen aber trotzdem. Abseits davon gibt es immer wieder lustige Ideen für die Wii-Steuerung, bis auf ein paar kleine Hänger durchweg tolle Unterhaltung, abwechslungsreiche Schauplätze und eine Story, die einen bis zum Ende im dunklen lässt. Im Vergleich zu den vorigen Silent Hill Versuchen nach dem dritten Teil auf jeden Fall wieder ein Aufwind - nur ist es eben nicht so wirklich Silent Hill, auch wenn die Story sich auf die Serie bezieht. Spätedit: Übrigens: Es ist entgegen dem, was man so befürchtet, sogar sehr empfehlenswert, den richtigen ersten Teil bereits gespielt zu haben. Lasst euch davon also nicht abhalten wegen der "re-imagining"-Geschichte.
  • ShinmenTakezo schrieb:
    Crewmate schrieb:
    Es gibt ja immer noch die echten Menschen in Shattered Memories. Und wer die Vorgänger gespielt hat weiß, das auch die gefährlich werden können. Fettsack mit Knarre Und man ist nicht völlig wehrlos. Es gibt einen Screen,
     [...]
    ShinmenTakezo schrieb:
    Crewmate schrieb:
    Es gibt ja immer noch die echten Menschen in Shattered Memories. Und wer die Vorgänger gespielt hat weiß, das auch die gefährlich werden können. Fettsack mit Knarre Und man ist nicht völlig wehrlos. Es gibt einen Screen, in dem Harry ein Monster in einen Abgrund stürzt. Ich finde ihn nur gerade nicht.
    fettsäcke mit knarre war aber glaub
    Ich wollte das eigentlich nicht spoilern. So alt SH2 ist, aber das ist schon ein ziemlicher Plottwist, den du da aufdeckst.
  • freu mich total aufs game.ich hoffe aber ,dass der spielablauf abwechslungsreif wird.

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