Mario Power Tennis - New Play Control! - Test, Sport, Nintendo Wii - 4Players.de

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In der Geschichte Marios hat Tennis immer eine Rolle gespielt. Und das, obwohl der erste Aufschlag gleich ein Doppelfehler war: Im Jahr 1995 floppte nicht nur Nintendos Konsole Virtual Boy, sondern auch der erste Klempner auf dem Centrecourt. Aber im Jahr 2000 spielte sich Mario auf dem N64 in einen ersten Arcade-Rausch, bevor er weitere fünf Jahre später auf dem GameCube richtig brillierte. Leider bricht Nintendo jetzt nicht nur die Tradition der fünfjährigen Pause, sondern auch die der konsequenten Weiterentwicklung.

Die alte Faszination

Mario Power Tennis bleibt ein Paradebeispiel für Nintendos verfehlte Online-Politik: Was hätte man hier übers Internet für ein kurzweiliges Feuerwerk abfackeln können? Schade, schade&
Damals hat Nintendo dafür noch einen Gold-Award und eine Wertung von 88% bekommen. Und damals war das Spiel ein Pflichtkauf. Dahinter steckte allerdings die Faszination für die konsequente und qualitativ spürbare Weiterentwicklung der Reihe - Mario Power Tennis zelebrierte Arcade-Tennis in Reinkultur. Und unter der aufgemotzten Spezialschlag-Kulisse verbarg sich tatsächlich eine sehr feine, sehr ausbalancierte Spielmechanik, die sogar mancher ausgewachsenen Simulation das Wasser reichen konnte: Timing, Auge und Gefühl waren wichtig. Und wer erinnert sich nicht gerne an die witzigen Animationen und die unterschiedlichen Spielstile, die auch heute noch ansehnlich sind?

Da werden Schläger wie eine Zieharmonika ausgefahren, Bananen wie Bumerangs geworfen, Raketengürtel umgeschnallt, Seen auf den Platz gezaubert oder hundert Geister gerufen. Donkey Kong ist aufgrund seiner Langsamkeit an der Grundlinie anfälliger, aber dafür im Abschluss verdammt effektiv. Waluigi erreicht wiederum fasst jeden Ball mit seinen bizarren Rettungsmanövern: Er bohrt sich die Finger in die Ohren, lässt den Platz volllaufen und schwimmt in zum Brüllen komischer Brustmanier zum Krisenball. Aber während sich andere Serien wie Virtua Tennis oder Top Spin entwickeln, gibt es hier Stillstand.

Die neue Ernüchterung

Jeder spielt etwas anders: Donkey Kong ist kraftvoll, Mario vielseitig, Waluigi defensiv, Buu Huu trickreich, Shy Guy präzise und Yoshi schnell.
Dabei gab es schon damals Schwachstellen: Kein Online-Modus, keine echte Karriere, nur zwei Spezialschläge pro Figur, chaotische Minispiele und nervtötende Fahrstuhlmusik. Hat Nintendo nach fünf Jahren einen einzigen Punkt verbessert? Nein. Es bleibt dabei, dass jede Figur einen defensiven und offensiven Superschlag auslösen kann. Es bleibt auch bei den alten 14 Startspielern und vier freispielbaren Figuren. Noch enttäuschender ist, dass auch dieses Tennis offline bleibt, sondern dass man grafisch nichts verbessert hat (man schaue auf diesen Trailer von 2005), obwohl Wii mehr leisten kann als GameCube. Hätte man nicht wenigstens an die sichtbaren Texturschwächen polieren oder ein paar neue Effekte integrieren können?

Wesentlich fataler als dieser Stillstand ist jedoch die Verschlimmbesserung der Steuerung: Denn wo Timing und Schnelligkeit gefragt sind, will ich Präzision in der Hand! Schon in unserer Vorschau hinterließ die neue Steuerung aber keinen guten Eindruck - und genau das bestätigt sich auch im Test. Denn Remote und Nunchuk können ja eigentlich Bewegungen simulieren, wie man im Filzballduell der Miis von Wii Sports erleben konnte, aber sie sind nicht optimal für wirklich rasante Ballwechsel mit Power-ups & Co.

Old Play Verwurstung

Neben Freundschaftsspielen und Turnieren gibt es zig Mini-Games im Einzel und im Doppel. Diese Spiele sind abwechslungsreich und trainieren gezielt Fähigkeiten, arten aber manchmal in Chaos aus.
Wahrscheinlich hat Nintendo auch deshalb zig Automatisierungen in Form von vier Schwierigkeitsgraden eingebaut, die sogar so weit gehen, dass die Figuren selbstständig laufen, Spezialschläge auswählen und dass man das Nunchuk komplett abstöpselt, um nur noch im richtigen Moment mit der Remote zuzuschlagen. Egal ob fiese Stopps kurz hinter das Netz, weite Lobs in die Tiefe, langsamer Slice oder schneller Topspin. Egal ob Schmetterball, Grundliniengerade, Volley, Ass oder Cross - alles ist möglich. Und Nintendo bietet das wie damals auch voll automatisiert und kindertauglich an. Wenn man so spielt, fühlt man sich allerdings als erfahrener Spieler wie auf beengten Fuchtelschienen - das ist einfach kein Arcade mehr.

Immerhin kann man diese mechanischen Krücken auch alle abstellen. Aber wenn man in dieser komplett manuellen Variante mit dem Analogstick seinen Crack über den Platz bewegt und zuschlägt, fühlen sich Topspin, Slice und Lob einfach nicht so sicher und klar an wie auf dem GameCube - es ist alles ein wenig nervöser und schwammiger. Man hat nicht das Gefühl, dass der gewünschte Lob oder die Schlagrichtung auch wirklich ausgeführt wird, wenn man die Remote ruckartig nach oben oder zur Seite schwingt. Im Gegensatz zum Original, wo man nur Timing verlangte, kommt hier eine andere, die Faszination trübende Komponente hinzu: Glück. Es wäre ein Leichtes gewesen, dieses Manko zu umschiffen, indem man alternativ die GameCube-Controller als Steuerungsvariante angeboten hätte. Aber die sind mal wieder tabu - und das ist ganz großer Schmu. Denn so wird man also an Nunchuk & Remote gekettet, die einfach nicht an das saubere und präzise Spielgefühl heran kommen.
      

Kommentare

Levi  schrieb am
Hatte ich mir schon fast gedacht, dass es nicht ohne Grund war, nachdem mir auffiel, was genau das für ein Post war. Und jap. Irgendwie Strange :ugly:
Sir Richfield schrieb am
Levi  hat geschrieben: ?
17.03.2017 13:21
Wtf... Bist du jetzt unter die Nekromanten gegangen Oo?

Weniger das, mehr unter die Crossposting "Humoristen".
Edit... Wtf, das war mein erster Post hier :ugly: nice...
Einfacher zu finden, als dir wahrscheinlich bewusst ist.
Ist aber ganz schön schräg, sich das nochmal reinzupfeifen, oder?
Oh, sehe gerade, mein Timing ist mies. Morgen wäre das genau acht Jahre her!
Levi  schrieb am
Wtf... Bist du jetzt unter die Nekromanten gegangen Oo?
.
Edit... Wtf, das war mein erster Post hier :ugly: nice...
Sir Richfield schrieb am
Levi  hat geschrieben: ?
18.03.2009 15:45
und allgemein: Wenn ein Spiel nur Spielenswert wegen der Grafik ist, so wie du es ja darstellst .... dann gibt es nur einen Grund dafür. Das Spiel ist ein reiner blender!
Fall doch nicht immer auf die Anfänger rein. ;)
johndoe803702 schrieb am
[quote="Hypnotik Taixx"]
Also, ich habe nie geschrieben, dass Grafik elementar wichtig für den Spielspaß ist, aber sie ist ein sehr wichtiger Punkt, der von sehr vielen Leuten(Nintendo Fanboys, *hust *hust*) einfach unterschlagen wird. Wenn man ein altes Spiel spielt, dann tut man das, weil man das Gameplay so sehr mag oder einfach Retrofeeling haben will, aber nie weil einem die Optik so gut gefällt.
Wir sind schon viel zu weit weg von "Uh, ohne Grafik macht ein Spiel auch Spaß". Wer so etwas behauptet, der lügt. Oder lebt noch in der Zeit, als Computerspiele nur mit 16 Farben auskamen.
Nehmen wir doch mal ein Spiel, das zu Anfang der Ps 1 solide war.
Solide Grafik(aus heutiger Sicht ziemlich schlecht) und solides Gameplay.
Das Gameplay mag zwar noch gut sein, aber die Grafik wertet das alles ab. Man empfindet das Spiel als schlechter, nicht zuletzt weil man an einen höheren Standart gewohnt ist.
Und absolute Klassiker wie Super Mario 64 sollte man auch nicht als Beispiel nennen. Das waren einfach Toptitel, die bis heute mit ihrem Gameplay begeistern. Da war damals die Grafik egal-und sie wird auch noch in 10 Jahren egal sein.
[quote]
Und wer sagt denn was gute Grafik ist, ich behaupte sogar, dass es wirklich sehr schöne VGA Spiele gibt, die kein HD nötig haben und sich vor aktuellen Titeln nicht zu verstecken brauchen und ich bin sicherlich wie viele andere hier auch kein Lügner, denn das ist nunmal Fakt.
Das beste Beispiel ist zum Beispiel The Secret of Monkey Island, der meiener Meinung nach mit Abstand beste Teil der Reihe. Super VGA Grafik, exzellenter Sound und wirklich sehr gute Spielbarkeit.
http://www.youtube.com/watch?v=wVd4wKjk2Qo
Es gibt davon sowohl eine CD-Enhanced Version mit dem Interface aus Teil 2 CD-Sound, als auch eine Version mit anderem Sound (Adlib und Roland bzw MT32) sowie einem anderen Interface.
Aber...
schrieb am

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