Fernweh für kalte Tage
Obwohl viele längst genug haben, der Winter will derzeit einfach nicht aus hiesigen Gefilden
weichen. Geheimakte 2 bietet da mit seinem südlichen Urlaubsflair das wärmende Kontrastprogramm. Kein Wunder, spielt die DS-Version doch wie der große PC-Bruder streckenweise auf einem Kreuzfahrtschiff, auf dem die einzigen Eisstücke jene sind, die in den exotischen Drinks herum schwimmen. Zudem wird es den virtuellen Abenteurer in den Dschungel Indonesiens, an die französische Kanalküste und nach Paris verschlagen, wo unter sommerlicher Sonne trotz verkleinerter Darstellung keine Erfrierungen zu befürchten sind. Im Gegenteil kämpft man gegen die Folgen der Erderwärmung.
Weniger erwärmend wird da die mysteriöse Story sein, bei der sich alles um eine fiese Verschwörung dreht, die den Bestand der Erde bedroht. Naturereignisse wie Vulkaneruptionen, Erdstöße und Tsunamis scheinen menschengemacht, da Fanatiker davon profitieren. Kann es sein, dass hinter all dem die Geheimorganisation Puritas Cordis steckt, die den nahenden Weltuntergang gekommen sieht? Damit sich mittelalterliche Prophezeiungen erfüllen, geht die Sekte sogar über Leichen, was schon ein wenig nach Da Vinci Code klingt. Der Spieler soll das natürlich verhindern, wobei er Nina, Max und eine weitere Person durch die immer finsterer anmutende Szenerie steuert, die auch schon im ersten Teil auftauchten. Das Liebespaar ist zwar getrennt, aber im Kampf gegen böse Mächte sind sie vereint.
Gesprächige Helden
Immer wieder werden die Umgebung und die Akteure wechseln, die aber zusammenarbeiten müssen, um zum Ziel zu
kommen. So beginnt alles auf dem schnittigen Schiff, wo Nina sich ihrer Haut erwehren muss, um dann nach Indonesien zu schwenken, wo Max in einem Tempel einem Geheimnis auf der Spur ist. Hat der Spieler ihn mit der Hilfe der Archäologin Sam befreit, geht's wieder zurück zu Nina, deren Boot inzwischen etwas Schlagseite bekommen hat. Für die Überleitung wird jeweils eine schmissige Zwischensequenz sorgen, die anders als der Rest des Spiels mit einer deutschen Sprachausgabe überrascht. Hier werden die aus dem PC-Adventure bekannten Stimmen zu hören sein.
Ansonsten wird es viel zu lesen geben, was sich aber auf dem DS aufs Nötigste beschränkt. Dennoch versäumt man nichts, denn es kommen alle wichtigen Gespräche vor, wobei der Spieler nicht die genaue Frage sondern nur das Thema auswählen darf. Der Humor der PC-Fassung blitzt immer wieder auf, wenn Nina einen Spruch zum Besten gibt. Ihre Kalauer sind gefürchtet, da gerade beim ersten Teil kritisiert wurde, dass sie gar nicht witzig sei. Eines ist sie aber ganz sicher - jemand dem nichts und niemand heilig ist. Und genau so jemanden braucht das Adventure, das mit pseudoreligiösen Andeutungen gespickt ist. Es tut gut, wenn sich Nina wieder mal über die Heinis von Puritas Cordis aufregt.
Kein Hexenwerk
Die Aufgaben werden genretypisch aussehen, wobei aber Animation Arts seit jeher auf Machbarkeit achten, wie man am ersten Teil sehen konnte. Größtenteils sind das Aufgaben, bei denen Gegenstände aus dem Inventar eine Rolle spielen und die auch mal kombiniert werden müssen, was reibungsloser geht als bei der PC-Fassung. Dabei kann es sein, dass man auch mal was nachfragen muss, was aber kein Hexenwerk ist. So wird man erst erfragen müssen, welche Zimmernummer eine Person hat, bevor es dann in ihren Raum geht. Gelegentlich wird es kleine Mini-Aufgaben geben, die nur auf dem DS auftauchen, etwa wenn man die Scheibe freiwischen muss, die aufm PC ohne Zutun sauber ist.
Leute, die auf dem Schlauch stehen, können auf mehrere Hilfen zurückgreifen, die es aber nur gibt, wenn man sie auch braucht. So werden auf Antippen einer lupenförmige Schaltfläche alle wichtigen Orte in einem Raum sowie die Ausgänge angezeigt. Dieser Hotspot-Anzeige ist wichtig, denn bisweilen sind die Sachen arg klein geraten. Sie waren schon in der PC-Version klein und sind es auf dem Minibildschirm noch mehr, wo sie per Stylus kaum zu treffen sind. Sonst ist die Bedienung sehr einfach, wie auch die Hilfe zeigt, die es immer dann gibt, wenn das Symbol leuchtet. Obwohl die Rätsel wie die Story leicht gestrafft sein werden, ist kein großer Unterschied zur PC-Fassung zu erkennen.
Obwohl viele längst genug haben, der Winter will derzeit einfach nicht aus hiesigen Gefilden
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| In Geheimakte 2 verschlägt es einen an ein Urlaubsziel nach dem anderen, wo es wie in Indonesien mollig warm ist. |
Weniger erwärmend wird da die mysteriöse Story sein, bei der sich alles um eine fiese Verschwörung dreht, die den Bestand der Erde bedroht. Naturereignisse wie Vulkaneruptionen, Erdstöße und Tsunamis scheinen menschengemacht, da Fanatiker davon profitieren. Kann es sein, dass hinter all dem die Geheimorganisation Puritas Cordis steckt, die den nahenden Weltuntergang gekommen sieht? Damit sich mittelalterliche Prophezeiungen erfüllen, geht die Sekte sogar über Leichen, was schon ein wenig nach Da Vinci Code klingt. Der Spieler soll das natürlich verhindern, wobei er Nina, Max und eine weitere Person durch die immer finsterer anmutende Szenerie steuert, die auch schon im ersten Teil auftauchten. Das Liebespaar ist zwar getrennt, aber im Kampf gegen böse Mächte sind sie vereint.
Gesprächige Helden
Immer wieder werden die Umgebung und die Akteure wechseln, die aber zusammenarbeiten müssen, um zum Ziel zu
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| Nicht alle Texte sind vertont, inhaltlich entsprechen sie aber der PC-Fassung. |
Ansonsten wird es viel zu lesen geben, was sich aber auf dem DS aufs Nötigste beschränkt. Dennoch versäumt man nichts, denn es kommen alle wichtigen Gespräche vor, wobei der Spieler nicht die genaue Frage sondern nur das Thema auswählen darf. Der Humor der PC-Fassung blitzt immer wieder auf, wenn Nina einen Spruch zum Besten gibt. Ihre Kalauer sind gefürchtet, da gerade beim ersten Teil kritisiert wurde, dass sie gar nicht witzig sei. Eines ist sie aber ganz sicher - jemand dem nichts und niemand heilig ist. Und genau so jemanden braucht das Adventure, das mit pseudoreligiösen Andeutungen gespickt ist. Es tut gut, wenn sich Nina wieder mal über die Heinis von Puritas Cordis aufregt.
Kein Hexenwerk
Die Aufgaben werden genretypisch aussehen, wobei aber Animation Arts seit jeher auf Machbarkeit achten, wie man am ersten Teil sehen konnte. Größtenteils sind das Aufgaben, bei denen Gegenstände aus dem Inventar eine Rolle spielen und die auch mal kombiniert werden müssen, was reibungsloser geht als bei der PC-Fassung. Dabei kann es sein, dass man auch mal was nachfragen muss, was aber kein Hexenwerk ist. So wird man erst erfragen müssen, welche Zimmernummer eine Person hat, bevor es dann in ihren Raum geht. Gelegentlich wird es kleine Mini-Aufgaben geben, die nur auf dem DS auftauchen, etwa wenn man die Scheibe freiwischen muss, die aufm PC ohne Zutun sauber ist.
Leute, die auf dem Schlauch stehen, können auf mehrere Hilfen zurückgreifen, die es aber nur gibt, wenn man sie auch braucht. So werden auf Antippen einer lupenförmige Schaltfläche alle wichtigen Orte in einem Raum sowie die Ausgänge angezeigt. Dieser Hotspot-Anzeige ist wichtig, denn bisweilen sind die Sachen arg klein geraten. Sie waren schon in der PC-Version klein und sind es auf dem Minibildschirm noch mehr, wo sie per Stylus kaum zu treffen sind. Sonst ist die Bedienung sehr einfach, wie auch die Hilfe zeigt, die es immer dann gibt, wenn das Symbol leuchtet. Obwohl die Rätsel wie die Story leicht gestrafft sein werden, ist kein großer Unterschied zur PC-Fassung zu erkennen.
Ausblick
Ersteindruck: gut
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