Forza Motorsport - Test, Rennspiel, Xbox - 4Players.de

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Wenn Motoren im Büro aufheulen, Reifen quietschen und ein schweißnasser Controller als Lenkradersatz auf dem Schreibtisch liegt, kann das nur eins bedeuten: ein neues Rennspiel wird getestet – und im Fall von Forza Motorsport stellt sich nur eine Frage: Ist der Microsoft-Racer das erhoffte Gran Turismo für die Xbox?

Am Anfang war der Arcade-Modus

Die erste Gemeinsamkeit zum Sony-Rennspiel findet sich bereits in der Aufteilung zwischen Arcade- und Karrieremodus. Ersterer eignet sich in erster Linie für kleine Rennen zwischendurch und gestaltet sich äußerst simpel und einsteigerfreundlich. Ohne euch Gedanken über Einstellungen oder Schäden an euren frei wählbaren Karossen machen zu müssen, rast ihr einfach in Einzelrennen über die Kurse und schaltet dabei je nach Erfolg neue Strecken und Wagen frei. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade gibt es nicht, allerdings könnt ihr euch aussuchen, welche der vier Fahrhilfen (ABS, Traktionskontrolle, Stabilitätskontrolle, Ideallinie) ihr aktivieren wollt. Mit diesen Hilfen haben auch Anfänger noch eine

Gibt es in GT4 nur Tuner-Modelle von RUF, rast ihr in Forza mit echten Flitzern von Porsche.
Chance, sich gegen die z.T. aggressiven Gegner behaupten zu können. Als besonders nützlich erweist sich die interaktive Ideallinie, die sich eurem Fahrverhalten anpasst und entsprechend die Farbe verändert, bis ihr die Idealgeschwindigkeit (grün) erreicht habt. Doch selbst wenn es mal in die Leitplanke geht, bleibt das Schadensmodell rein optischer Natur. Allerdings werden solche Unfälle und Fahrten abseits der regulären Rennpiste mit Strafzeiten quittiert, die später zu eurer Rundenzeit addiert werden. Seid ihr über Xbox Live mit dem Internet verbunden, werden eure Zeiten ständig mit den Ranglisten im Internet verglichen. Damit werdet ihr durch das Strafsystem nicht nur motiviert, fehlerfrei zu fahren, sondern könnt euch auch keine unfairen Vorteile durch Abkürzen erschummeln. Leider ist der Arcademodus aufgrund des Fehlens unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade und lediglich 30 Strecken sehr schnell gemeistert. Vor allem die freischaltbaren Fahrzeuge (darunter einige Perlen wie der Porsche GT2) bieten jedoch genaug Motivation. Wer dagegen schon alle Strecken kennen lernen möchte, ohne sie vorher freispielen zu müssen, sollte sich zum Menüpunkt "Freier Lauf" begeben: Hier könnt ihr euch nicht nur an den Leitkegel-Strecken im Stil von Project Gotham Racing versuchen, sondern auch Testfahrten auf sämtlichen Kursen mit allen freigeschalteten Wagen durchführen, um das jeweils ideale Setup zu ermitteln. Bei der Zeitprüfung tretet ihr dagegen mit einem fest eingestellten und vorgeschriebenen Wagen ohne Gegner an.

Offline Multiplayer-Spaß

Alleine ziemlich witzlos, hat sich dieser Modus vor allem mit mehreren Spielern als durchaus spaßig erwiesen, da die Fahrer mit den gleichen Voraussetzungen nacheinander an den Start gehen – eine schöne Alternative zu den Splitscreen-Rennen, die es natürlich auch noch gibt. Dabei können jedoch nur zwei Piloten ohne zusätzliche CPU-Fahrer gegeneinander antreten und auch Einstellungen an den Flitzern sind in diesem Modus nicht möglich. Gab es in unserer Preview-Version noch einige Probleme, haben die Entwickler diese doch noch in den Griff bekommen, so dass ihr jetzt auch am geteilten Bildschirm nahezu ohne Geschwindigkeitseinbußen losrasen könnt. Noch besser und spaßiger sind natürlich die Rennen via LAN, an denen bis zu acht Spieler teilnehmen dürfen. Zwar sind die über 270 lizenzierten Wagen von Forza in verschiedene Klassen eingeteilt und sollten daher in jeder Klasse relativ gleichwertig sein, doch zeigt sich in der Praxis, dass es bei der Performance mitunter recht deutliche Unterschiede zwischen den Boliden gibt. Um spannende Kopf-an-Kopf-Rennen zu garantieren, wäre eine zuschaltbare Handicap-Funktion, wie man sie auch bei Gran Turismo findet, sehr nützlich gewesen. So aber muss man oft mit ansehen, wie manch anderer Spieler mit einem Auto der gleichen Klasse uneinholbar auf und davon fährt. Ebenfalls schade ist das Fehlen eines spannenden Qualifyings um

Mit dem anspruchsvollen Fahrverhalten geht es auch mal neben die Strecke.
 die Startposition, die bei Forza übrigens auch in den Einspielermodi und Online zufällig bzw. einfach nach der Leistung des Wagens festgelegt  wird. Insgesamt sind die Multiplayer-Partien vor allem im Splitscreen mangels Einstellungsmöglichkeiten etwas dürftig ausgefallen und eignen sich höchstens für ein Rennen zwischendurch, wenn mit gleichwertigen Wagen gefahren wird.

Macht Rennfahrer-Karriere

Der Karrieremodus ist ähnlich komplex und anspruchsvoll ausgefallen wie bei der GT-Serie und offenbart viele Stärken aber auch Schwächen von Forza Motorsport. Wo fängt man an, wenn man Karriere machen will? Richtig, ganz unten! Forza bildet da keine Ausnahme und so müsst ihr am Anfang  auch hier erstmal kleine PS-Brötchen mit weniger Motorleistung backen. Habt ihr euch für einen fahrbaren Untersatz entschieden, könnt ihr eure restlichen Credits ins Tuning investieren, das den Möglichkeiten von GT4 in nichts nachsteht. Egal, ob Chip-Tuning, starke Turbos mit großem Ladeluftkühler, Sportfahrwerk oder Getriebe: Forza lässt keine Wünsche offen. Selbst an optisches Tuning im Stil von Need For Speed Underground wurde gedacht: So könnt ihr diverse Aufkleber ganz nach euren Wünschen auf dem Lack anbringen, das Schmuckstück mit neuen Karosserieverkleidungen und Lichtern aufwerten, die Scheiben tönen oder eure Rückspiegel andersfarbig lackieren. Jetzt hätte es nur noch gefehlt, sich genau wie bei Namcos Rage Racer eigene Logos zu basteln - aber wir wollen nicht übertreiben. Natürlich sind viele der edlen Upgrades zu Beginn noch unerschwinglich, doch nach einigen Rennsiegen werdet ihr die hart verdiente Kohle nach und nach in mehr PS und Fahrkomfort investieren können. Mit zunehmendem Erfolg baut ihr außerdem gute Beziehungen zu Autoherstellern und Zulieferern auf. Die positiven Nebeneffekte: Ihr bekommt Prozente oder einfach ein Auto geschenkt - so machen Geschäftsbeziehungen Spaß!

Das richtige Setup muss her

Natürlich müsst ihr im Kaufrausch darauf achten, dass die Komponenten zueinander passen: Investiert ihr alles in den Motor, lasst dabei aber das Fahrwerk außer Acht, sitzt ihr schnell hinter dem Steuer einer nahezu unkontrollierbaren Höllenmaschine. Enorm wichtig ist auch das Experimentieren mit den Einstellungen, wenn ihr wirklich alles aus dem Wagen herausholen wollt. Auch hier punktet Forza mit einer Vielzahl an Möglichkeiten, die vom Modifizieren des Reifendrucks über  die

Eure Garage füllt sich immer mehr mit heißen Geschossen.
Getriebeübersetzung, Sturz, Fahrwerksabstimmung bis hin zum Abtrieb und Differential reichen sowie allesamt feinstufig abgestimmt und abgespeichert werden können. Tüftler und Möchtegern-Mechaniker werden auf jeden Fall voll auf ihre Kosten kommen.

Start your Engines

OK, jetzt haben wir also ein fahrtüchtiges Auto, ein paar Upgrades und ein gutes Setup: das Rennen kann losgehen! Schon nach den ersten paar Metern werden sich Kenner von Gran Turismo und anderen Fahrsimulationen sofort heimisch fühlen, denn auch Forza protzt mit einem überaus realistischen, dadurch aber auch anspruchsvollen Fahrverhalten, das vor allem Profis anspricht. Besonders PS-stärkere Boliden wie die Corvette, Viper oder DTM-Flitzer wie der Mercedes CLK reagieren sehr bockig, brechen schnell aus und verzeihen kaum einen Fahrfehler. Glücklicherweise ist die Analogsteuerung so feinfühlig, dass sich auch PS-Monster mit etwas Gefühl noch kontrollieren lassen. Ein großes Lob gebührt in diesem Zusammenhang dem Vibrationseffekt: Fahrt ihr am Limit, könnt ihr dies dank der Vibrationen regelrecht spüren, genau wie jede einzelne Bodenwelle auf der Strecke. Leider hatten wir noch keine Möglichkeit, das Spiel im Zusammenhang mit dem neuen Force-Feedback-Speedster-Lenkrad zu testen. Da die Steuerung aber schon am Controller traumhaft ist, kann man davon ausgehen, dass das Spielerlebnis mit Lenkrad ähnlich intensiv ausfallen wird, wie in der Kombination Logitech / Gran Turismo 4. Jedes Auto hat seine Eigenheiten und es macht schon einen großen Unterschied, ob ihr mit einem Front-, Heck-, oder Allradantrieb über die Straße prescht. Anfänger sind gut damit beraten, zunächst mit den Fahrhilfen auf die Strecke zu gehen, um sich langsam mit dem Fahrverhalten der Boliden vertraut zu machen. Allerdings gibt’s dann weniger Punkte für die Rennen, was prinzipiell eine gute Sache ist. Traut ihr euch ohne Fahrhilfen auf die Strecke und schaltet auch noch manuell, wird dies mit höheren Gewinnchancen belohnt.  

       

Kommentare

Spieler1991 schrieb am
Logo Level 25 zeigt Goldenen Pokal und alle Rennen 20/20 als abgeschlossen. Hat sonst noch jemand gleiches erfahren!? Schaut doch mal bei Euren erspielten Autos nach ob Die Doge Viper Hennesy erscheint.
hallo also bei mir steht der dodge viper hennesy in meiner garage.habe erst 19/20 gewonnen muss noch das davor zuende fahren mach grag meisterschaft fertig.
johndoe-freename-83175 schrieb am
Hallo
Forza Motorsport Supergame. Habe aber folgendes Problem: Habe unter Karriere Modus, Amateur Level 25 gewonnen, leider wurde aber Gewinn (Doge Hennesy) nicht freigeschaltet!? Logo Level 25 zeigt Goldenen Pokal und alle Rennen 20/20 als abgeschlossen. Hat sonst noch jemand gleiches erfahren!? Schaut doch mal bei Euren erspielten Autos nach ob Die Doge Viper Hennesy erscheint.
Grüessli
Forza05
johndoe-freename-73049 schrieb am
Jepp, kann ich auch weiterempfehlen, genau wie das Forum.
Auch Cupra\'s gutes Allround-Setup müsste da zu finden sein (stammt aus dem AreaXbox-Forza-Forum).
johndoe-freename-73049 schrieb am
Achja: Dem Test kann ich weitesgehend zustimmen, allerdings fehlen mir ein paar Dinge wie z.B. ein genaues Eingehen bezüglich des Strafsystems.
Die Menuführung finde ich aber gut.
schrieb am

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