King of Fighters 2002 - Test - 4Players.de

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Beat-em up
Entwickler: SNK Playmore
Publisher: Flashpoint
Release:
12.09.2005
21.11.2005
Spielinfo Bilder Videos
Es gibt gewisse Serien in der Spielewelt, die zeichnen sich durch eine erstaunliche Langlebigkeit aus: Sei es Need for Speed, Street Fighter oder eben King of Fighters, dessen Urvater Fatal Fury sich bereits 1991 durch Spielhallen und Wohnzimmer prügelte. King of Fighters 2002 ist mitnichten der neueste Teil der Serie – aber einer der ansprechendsten!

Aufs Maul!

Wer irgendwann aus lauter Verzweiflung aufgegeben hat, die Street Fighter-Serie mit all ihren Ablegern unter Kontrolle behalten zu wollen, sollte das bei der KoF-Reihe besser gar nicht erst versuchen: Bei all den Crossovers, »Real Bouts«, »Dream Matches« und »Ultimate Battles« haben es auch Hardcore-Fans schwer, die Übersicht

Euch erwartet eine beeindruckend umfangreiche Kämpferriege.
zu behalten. Eines ist jedoch in der Prügelwelt bekannt: der 98er Dreamcast-Titel »King of Fighters: Dream Match ’98« ist einer der besten Vertreter der Reihe – und King of Fighters 2002 ist im Wesentlichen ein erweitertes Remake des Klassikers.

Ganz grob beschrieben erwartet euch hier ein Bitmap-Prügler in schönster SNK-Serientäter-Tradition: handgezeichnete Figuren dreschen wild aufeinander ein, wüste Pixel-Spezialeffekte erhellen den Fernseher. Der Prügel-Kader besteht aus satten 42 Protagonisten aus allen Serien, wobei einige klassische Figuren wie Yashiro oder Shermie ein Revival feiern und Gestalten wie Geese Howard oder Mr. Big fehlen. Jede Figur hat ein umfangreiches Schlag- und Kick-Repertoire, ganz zu schweigen von den vielen Fingerverknoter-Spezialmanövern, die aber in einigen Fällen anders auszulösen sind als gehabt oder gar ganz fehlen. Das liegt hauptsächlich an dem neuen »Super Cancel System«: Mit dem können gewiefte Spieler Kombos mittendrin unterbrechen und in andere Kombinationen umwandeln – um den Fluss zu gewährleisten und die Spielbalance zu sichern, musste daher einigen besonders mächtigen Moves der Zahn gezogen werden. Aber keine Bange, dank des Wegfalls des bei Fans ohnehin unbeliebten Striker-Systems und der Wiederbelebung der MAX-Anzeige, mit der man besonders kraftvolle Spezialmanöver zünden kann, gestalten sich die Kämpfe abwechslungsreicher und offensiver als bei den meisten Serienbrüdern. Ihr tretet entweder allein oder zu dritt gegen die Feindhorden an, wobei ihr vor jedem Kampf aus zwei Gegnerteams

Die 2D-Pixelgrafik hat einen ganz eigenen Reiz.
wählt und noch die Reihenfolge eurer Kämpfer festlegt. Außerdem dürft ihr noch gegen einen menschlichen Widersacher sowie gegen die Zeit antreten oder im »Survival« eure Standfestigkeit unter Beweis stellen. All das geht auch online über Xbox Live, wobei mit OptiMatch und schnellem Spiel die üblichen Optionen auf euch warten.

»Raaaaa!« im Original

Optisch bietet der 2002er genau das, was man von einem KoF-Titel erwartet und seit Jahren bekommt: klassische Pixelgrafik, zuckelige Animationen, schöne Spezialmanöver, gut erkennbare und stylisch designte Charaktere sowie liebevolle Hintergründe. Diese sind teilweise mit 3D-Animationen verschönert, die allerdings kaum zur Bildverbesserung beitragen. Dafür ist ein zusätzlich wählbares Grafiksystem zuständig, welches euch die Wahl lässt, entweder die klassisch flimmernde Arcade-Version oder die überarbeitete Konsolen-Variante zu spielen. Am Spiel selbst ändert sich natürlich nichts, allerdings werden Figuren und Hintergründe mit einer Art leichtem Anti-Aliasing-Effekt überzogen, welches nicht nur das grausame Flimmern

Die Spezialattacken werden imposant in Szene gesetzt.
des Schattens unterbindet, sondern auch die Monsterpixel etwas abschwächt, ohne sie zu verwischen – gerade für 2D-Prügel-Neulinge eine prima Sache. Splatterfans werden außerdem erfreut darüber sein, dass die deutsche Version komplett ungeschnitten ist; das bedeutet nicht nur rotes Pixelblut, sondern auch wählbare japanische Original-Sprachausgabe. Dazu gibt es jede Menge krachende Mono- oder Stereo-Soundeffekte sowie sehr synthetisch klingende Musik – ganz die Arcade-Umsetzung eben.

Vor dem großen Auftritt solltet ihr einige Zeit im Übungsraum verbringen, denn die King of Fighters-Serie war schon immer mehr für Fighter-Kings gedacht, denn im Gegensatz zu Street Fighter und Co. ist hier die Lernkurve deutlich steiler. Buttonmashen bringt trotz variabler Schwierigkeitsgrade nur blaue Flecken ein, Können und Kombo-Beherrschung entscheiden über Sieg oder Niederlage. Die Ausführung der Special Moves, Super Special Moves und Konter-Varianten ist von Kämpfer zu Kämpfer sehr unterschiedlich und vor allem unterschiedlich schwierig – dankbarerweise dürft ihr jederzeit im Spiel die wichtigsten Manöver nachschlagen.

       

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