Kingdom under Fire: Heroes - Vorschau - 4Players.de

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Echtzeit-Strategie
Entwickler: Phantagram
Publisher: Deep Silver
Release:
07.10.2005
Spielinfo Bilder Videos
Im Oktober 2004 bescherte das koreanische Team von Phantagram allen Feldherren ein episches Schlachtfest: Kingdom under Fire: The Crusaders. Das düstere Xbox-Gemetzel eroberte auch gleich unseren Gold-Award, denn handfeste Action und kluge Strategie gingen eine gelungene Symbiose ein. Am 7. Oktober erscheint der Nachfolger mit dem Untertitel "Heroes" - und der ist Programm.

Zwischen Held & Feldherr

Wer sich vor einem Jahr mit Kavallerie, Bogenschützen und Magie durch die Welt von Kingdom under Fire: The Crusaders (KuFC) kämpfte, erlebte imposante Massengefechte, bei denen die Strategie etwa 80 und die Action etwa 20
Das Schlachtfeld bebt und schwelt - zu Lande und in der Luft.
Prozent des Spiels ausmachte. Phantagram hat weltweit 400.000 Stück verkauft und das Feedback der Fans fleißig ausgewertet: Laut Business Development Manager Jay Eom lief die Kritik darauf hinaus, dass die Feldschlachten insgesamt zu schwer, die strategische Steuerung zu komplex und die Kamera zu sperrig war. Deshalb hat man sich nicht nur dazu entschieden, die Bedienung zu entschlacken, sondern auch den Actionanteil auf Kosten der Feldtaktik zu erhöhen: In Kingdom under Fire: Heroes  (KuFH) liegt das Verhältnis bei 50:50.

Der Untertitel "Heroes" ist also Programm, denn ihr schlüpft wesentlich öfter in die Haut von vier bekannten und sieben neu spielbaren Helden, um mit dem Streithammer zuzuschlagen oder der Magie zu versengen. Die Inszenierung ist grandios: Wenn die Halb-Vampirin ihre langen Blutfäden auswirft, um ein halbes Dutzend Feinde mit einem Ruck zu massakrieren, während harte Gitarren im Hintergund hämmern, steigt das Adrenalin. Manchmal geht es im Handgemenge dank fulminanter Special-Moves, Doppelattacken und hinterhältiger Hiebe so heiß her, dass es schon fast nach Beat'em Up riecht. Allerdings kosten diese Aktionen wertvolle Energie - dargestellt durch eine Leiste. Trotz dieser Pflicht zur Dosierung wurde das Gemetzel insgesamt deutlich intensiviert und mit Bosskämpfen gegen riesige Ungeheuer gewürzt. War das eine gute Entscheidung?

Noch genug Strategie?

Das kommt auf den Spielertyp an. Mir gefallen eher die taktischen Planungen im Feld, die aufgrund vieler Automatismen leider etwas zurückgeschraubt werden. Auch ein Pausieren samt Befehl ist nicht möglich. Trotzdem kommen Strategen mit den sechs kontrollierbaren Truppen nicht zu kurz: Angriffe von hinten oder der
Lust auf mehr? Wir haben noch ein Batzen Bilder sowie bewegte Szenen:

Screenshots
E3-Video
Seite sorgen für fatale Verluste, abgeschossene Vogelmonstren verletzen Einheiten am Boden und die Eisenspitzen eurer Langbögen fliegen weiter und sorgen für mehr Schaden, wenn sie von erhöhter Position abgefeuert werden. Zu beachten ist, dass Truppen in Wäldern langsamer werden und dass ihr den Feind gezielt in Hinterhalte locken könnt: Bewegen sich die Gegner z.B. auf eine Wiese, könnt ihr sie mit Brandpfeilen entzünden und eine Feuerhölle entfachen. Neu und komfortabel ist das Wegpunktesystem für die Kavallerie, die im Galopp verheerenen Schaden anrichtet: Ihr könnt ihre Zielpunkte einfach über die Minimap über Feindhorden platzieren und sie jagt los.

Insgesamt wird es 50 knackige Missionen geben, die je etwa 30 Minuten dauern. Zeitlich spielt das Ganze in derselben Epoche wie der Vorgänger, allerdings wird hier im Laufe der Erzählung erklärt, wie es zum großen Krieg kam.  Jeder der sieben Charaktere wird eine eigene Kampagne durchlaufen, die ihn vor ein breites Aufgabenspektrum stellen: vom Frontalangriff über die Eskorte bis hin
In den Nahkämpfen geht es heiß her: Verbrennungen, Rundumschläge und Magie sorgen für Pfeffer.
zu geheimen Operationen hinter den feindlichen Linien. 50 Fuß hohe Riesen und saurierähnliche Kreaturen sorgen für eine bizarre Kulisse. Leider vermisst man in den vielen kleinen Zwischensequenzen die Lippenbwegungen und erkennt noch manchen Ruckler sowie Clipping-Fehler. Abseits der Story könnt ihr euch auch im Skirmish austoben: Fünf KI-Stufen sowie zahlreiche Optionen wie z.B. Einheitenlimit, Karte, Erfahrung, mit oder ohne Magie warten auf euch - ideales Training für Xbox Live.

Xbox Live - alles wird besser!

Letztes Jahr waren Koreaner und Amerikaner in den Online-Arenen klar im Vorteil, da das Spiel dort früher veröffentlicht worden ist. Diesmal wird es trotz komplett deutscher Lokalisierung einen weltweiten Release geben, um von Anfang an für eine gute Level-Balance über Xbox Live zu sorgen. Dort könnt ihr alle gegen alle oder kooperativ mit bis zu drei gegen drei Mann hoch gegeneinander kämpfen. Die Modi wurden um einige interessante Schauplätze ergänzt: In der Invasion gilt es z.B., gemeinsam eine Burg gegen Wellen von Feinden zu verteidigen. Anfänger können bequem in einen Zuschauer-Modus wechseln, um Taktiken anderer Spieler zu studieren. Phantagram verspricht zudem einen verbesserten Netzcode, um selbst bei einem Aufgebot von gleichzeitig 300 Einheiten ruckelfreie Schlachten zu garantieren. Praktisch: Selbst wenn ihr gerade solo in der Kampagne unterwegs seid, könnt ihr von einem Freund zu einem Online-Spiel eingeladen werden.
    
 

AUSBLICK



Als Jay Eom von Phantagram über Kingdom under Fire bilanzierte und die neue Marschrichtung für Heroes bekannt gab, war ich ausgesprochen skeptisch: mehr Action und Komfort, weniger Strategie und Komplexität. Warum? Will man jetzt wieder eine Reihe Richtung Mainstream trimmen? Warum nähert man sich mit dem Beat'em Up- & Bosskampf-Stil lieber Dynasty Warriors als Rome: Total War an? Okay, die Konsole mag gewisse Beschränkungen gegenüber ausufernder Feldtaktik haben. Aber obwohl mir der Weg nicht gefällt, kann man sich den epischen Schlachten nur schwer entziehen: Wer einmal mit dem Kampfhammer zwischen Zähne fletschenden Orks steht, verzweifelt um sich schlägt und im Angesicht eines nahenden Riesen die Kavallerie zur Hilfe ruft, wird nach mehr lechzen. Und es gibt ja dank Höhenvorteilen, Hinterhalten, Brandpfeilen und Wegpunkten immer noch taktische Komponenten. Sehr gespannt bin ich übrigens auf die kooperativen Xbox Live-Modi: Eine Burg mit Freunden zu verteidigen könnte richtig Laune machen...                   Ersteindruck: gut


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Kommentare

johndoe-freename-73049 schrieb am
Bei R6 bin ich wirklich böse was die Wandlung angeht.
Zumindest gefällt mir dieser CS-artige (sicher ein tolles MP-Spiel, aber als Taktikshooter würd ichs nicht mehr bezeichnen) abklatsch deutlich weniger.
Bei KUF Heroes seh ich da aber weniger Probleme.
Hört sich zumindest alles sehr gut an.
ogami schrieb am
Das ist mir klar Jörg. Sind ja auch faktisch andere Charaktere, die nur einen kleinen Teil ihrer Storyline zu Crusaders beitrugen. (Auch wenns mir so vorkommt, das manche Nebencharaktere wichtiger sind als der Held den man spielt ;) )
Danke, also zeitlich kurz vor Crusaders =) Bin schon gespannt wie hoch sich Regniers Einfluss bemerkbar macht *vorfreu*
4P|T@xtchef schrieb am
Ja, drei gegen drei ist möglich - steht auch im Text.
johndoe-freename-84142 schrieb am
Und den Livemodus haben sie auch ordentlich aufgebohrt, glaube man kann jetzt mit 6 Personen spielen.
4P|T@xtchef schrieb am
ogami hat geschrieben:Die einzige Frage die sich mir noch stellt ist, wo die Story nun zeittechnisch einsteigt.
In derselben Epoche; nur wird diesmal erklärt, wie es zum großen Krieg in Crusaders kam. Man erlebt das Ganze nur aus anderen Perspektiven.
Bis denne
schrieb am

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