Vorschau: Splinter Cell 4

11.05.2006, Autor: Michael Krosta

Stealth-Action für Xbox 360




Agent Sam Fisher wird wieder gebraucht! Nachdem er bereits drei bevorstehende terroristische Katastrophen quasi im Alleingang verhindert hat, sieht er sich in seinem aktuellen Auftrag als Doppelagent mit vollkommen neuen Herausforderungen konfrontiert. Wir haben Sam bei seinem ersten Next-Gen-Einsatz auf der E3 über die Schulter geschaut und erste Eindrücke gesammelt...


Video: Splinter Cell: Double Agent, Multiplayer-Taktiken (Söldner)



Einsame Entscheidungen

Entscheidungen: Sie werden beim neuen Splinter Cell ein zentrales Spielelement sein, das Sam und damit euch immer wieder vor ein moralisches Dilemma stellen wird. Macht es z.B. Sinn, einen Unschuldigen zu töten, wenn man dadurch hundert Leben retten kann? Egal, wie ihr euch auch entscheidet: Eure Handlungen werden Folgen nach sich ziehen, die den weiteren Fortgang der Geschichte und damit auch das Ende nachhaltig beeinflussen. Richtig gelesen: Double Agent wird multiple Endsequenzen enthalten, die von euren Entscheidungen abhängen.

Die Sonne geht auf

Kennt ihr noch das Motto, unter dem Metal Gear Solid 4 vorgestellt wurde? Dort hieß es "No place to hide" (Kein Platz, um sich zu verstecken) und so wie es aussieht, muss sich nicht nur Solid Snake, sondern auch Sam Fisher auf harte Stealth-Zeiten einstellen. Vorbei scheinen die Zeiten, in denen er sich im Schatten an den aufmerksamen Gegnern vorbei schleichen oder sie unbemerkt ausschalten konnte. Im aktuellen Einsatz seid ihr fast ausschließlich bei strahlendem Sonnenschein und Tageslicht unterwegs, was es natürlich äußerst schwierig macht, unbemerkt vorzugehen. Doch der Untertitel Double Agent deutet es schon an: Es gibt mindestens zwei Parteien, die sich gegenseitig das Leben schwer machen und genau diese Tatsache könnt ihr zu eurem Vorteil nutzen. So sind z.B. in einem Bürgerkriegsgebiet die verfeindeten Gruppen so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass ihr das Chaos in den Straßen der Stadt dazu nutzen könnt, euer Ziel zu erreichen ohne große Aufmerksamkeit zu erregen. Allerdings hat die Sache einen Haken: Ihr könnt euch niemals sicher sein, wie die Auseinandersetzungen zwischen den KI-Kämpfern ausgehen. Ein Beispiel: Ein Sniper steht einer kleinen Gruppe an feindlichen Soldaten gegenüber und das in einem Abschnitt, den ihr unbedingt passieren müsst. Wenn ihr Glück habt, schaltet der Sniper die Soldaten schon für euch aus und ihr müsst nur noch den unbewusst hilfsbereiten Scharfschützen erledigen. Habt ihr Pech, töten die Sodaten den Sniper. Dann seht ihr euch einer ganzen Gruppe an bewaffneten Kämpfern gegenüber, die es zu eliminieren gilt. Ihr könnt euch also nie sicher sein, wie sich eine Situation entwickelt, was Double Agent einen noch authentischeren Touch verleiht. Obwohl die gewohnten Stealth-Elemente aufgrund der veränderten Umstände nicht mehr vorhanden sind, bedeutet das nicht, dass Splinter Cell dadurch zu einem reinen Actionspiel mutiert. Noch immer geht es darum, möglichst unauffällig zu agieren. Allerdings müsst ihr dafür jetzt mehr die Umgebung wie Felsen oder Objekte wie parkende Autos als Deckung nutzen und das Verhalten der feindlichen Kämpfer genau einstudieren.

Bombastische Optik

Grafisch lässt die Xbox 360 ihre Next-Gen-Muskeln spielen und erweckt die Kulisse mit unglaublich detaillierten Texturen und atmosphärischen Licht- und Partikeleffekten zum Leben. Dem stehen die aufwändig modellierten Figuren in nichts nach, an denen ihr sogar den zunehmenden Schweiß erkennt, der sich langsam seinen Weg über die feine Hautoberfläche bahnt. Doch dies ist nicht die einzige Feuchtigkeit, mit der Sam in Berührung kommt: Als Ex-Marine kann er in Double Agent endlich auch seine hervorragenden Schwimm- und Tauchfähigkeiten einsetzen. Ohne euch Gedanken über Sauerstoffmangel oder ähnliche Gefahren machen zu müssen, taucht ihr beispielsweise unter dicken Eisschichten hindurch. Sollte sich zufällig ein Gegner über euch befinden, wendet ihr einfach einen neuen Move an, der entfernt an Sams berüchtigten Angriff auf dem Leuchtturm erinnert: Auf Knopfdruck bricht er durch das Eis, zieht seinen Gegner blitzschnell an den Füßen ins eiskalte Wasser und rammt ihm ein Messer in den Bauch. Ziemlich eindrucksvoll, Mister Fisher! Neben der Kampagne hat Ubisoft erneut einen Onlinemodus versprochen, der für Double Agent jedoch komplett überarbeitet werden soll. Mehr wollten uns die Entwickler leider noch nicht verraten


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  Fazit 

Splinter Cell: Double Agent
ab 16,88€ bei